GRT Yamaha in Aragón: Heißer WorldSBK-Freitag 2026

MotorradZoneMotorradZoneMotorsportvor 47 Minuten131 Aufrufe

Es ist kurz nach zwei am Nachmittag, und der Asphalt von MotorLand Aragón flimmert. Wer schon einmal Ende Mai in dieser kargen Ecke der Provinz Teruel war, kennt diese Luft: trocken, staubig, und über der Strecke steht die Hitze wie eine Wand. Genau in diese Bedingungen schickt das GYTR GRT Yamaha WorldSBK Team seine beiden Fahrer am ersten Tag von Aragón – und der Tag liefert am Ende mehr Fragen als Antworten.

Remy Gardner beendet den Freitag auf Rang 16 der kombinierten Wertung, sein Teamkollege Stefano Manzi auf Rang 19. Es ist der sechste von zwölf Saisonläufen, die rechnerische Halbzeit der Superbike-Weltmeisterschaft 2026 – und für GRT Yamaha in Aragón ein Auftakt, der zwischen ordentlichem Vormittag, einem späten Sturz und vorsichtigem Optimismus pendelt. Kein Drama. Aber auch kein Befreiungsschlag.

Foto: GeeBee Imaqes und Yamaha Motor Europe

Ein Freitag im Glutofen von Aragón

Aragón ist keine gewöhnliche Strecke. Hermann Tilke hat sie in die Hügel bei Alcañiz gezeichnet, gut fünf Kilometer Asphalt, der sich vom Start-Ziel rund 50 Höhenmeter nach oben schraubt und dann in einem spektakulären Gefälle wieder nach unten stürzt. Die Passage durch die Kurven acht und neun nennen sie hier den Korkenzieher – eine abschüssige, fies abfallende Sektion, die nicht ganz an Laguna Seca heranreicht, aber Fahrer und Material trotzdem an die Grenze bringt. Und dann ist da diese Gegengerade. Knapp einen Kilometer lang, eine der längsten Europas, an deren Ende die Bremspunkte heilig sind.

Schon das macht Aragón anspruchsvoll. Die Hitze macht es brutal.

Ende Mai brennt die Sonne hier ungefiltert auf den Belag. Der Asphalt heizt sich bei solchen Bedingungen weit über die Lufttemperatur auf, und das ändert alles: das Verhalten der Reifen, den Grip, die Art, wie eine schnelle Runde überhaupt zustande kommt. Für die Teams ist ein solcher Freitag kein reines Speed-Programm. Es geht darum zu verstehen, wie der Reifen über eine Renndistanz reagiert, wenn das Thermometer nicht mehr mitspielt. Genau diese Lektion zieht sich durch beide Garagen des GRT-Teams.

Foto: GeeBee Imaqes und Yamaha Motor Europe

Gardner: schneller Vormittag, später Sturz

Für Gardner beginnt der Tag passabel. Im ersten Training setzt der Australier eine 1:50,400 in den heißen Asphalt – Rang 16, mitten im dichten Mittelfeld der Superbike-WM, wo Zehntelsekunden über fünf, sechs Positionen entscheiden. Eine Zeit, mit der sich arbeiten lässt.

Das zweite Training nutzt das Team dann für das, worauf es an einem Rennwochenende wirklich ankommt: Konstanz und Abstimmung. 45 Minuten lang feilt Gardner am Set-up, sucht das Fenster, in dem sein Yamaha R1 über viele Runden berechenbar bleibt. Es ist die unspektakuläre, aber entscheidende Arbeit, die am Sonntag über Punkte entscheidet.

Und dann, spät in der Session, kommt der Moment, den kein Fahrer will. Gardner stürzt. Kein großer Abflug, kein Schreckmoment fürs Krankenhaus – aber genug, um den Rhythmus zu zerreißen und eine weitere Verbesserung zu verhindern. Mit einer 1:50,953 bleibt er in FP2 auf Rang 17 hängen. Wichtiger als die Zeit: Der Australier bleibt unverletzt und steht kurz darauf wieder in der Box.

Gardner selbst gibt sich anschließend nüchtern. Es sei kein einfacher Tag gewesen, sagt er, vor allem wegen der hohen Temperaturen, und die Gesamtposition liege nicht dort, wo das Team sie haben wolle. Trotzdem habe das Team ordentlich gearbeitet und gehe zuversichtlich in den Samstag. Einige Dinge, die das Team in der Vorwoche getestet habe, funktionierten gut, da sei Potenzial. Der späte Sturz sei zwar ärgerlich, aber harmlos gewesen – er fühle sich fit und glaube an ein gutes restliches Wochenende.

Foto: GeeBee Imaqes und Yamaha Motor Europe

Manzi: der Rookie spielt das lange Spiel

Auf der anderen Seite der Box sitzt einer, für den dieser Freitag noch eine ganz andere Bedeutung hat. Stefano Manzi ist Rookie in der Superbike-WM – der Italiener kam als amtierender Supersport-Weltmeister 2025 in die Topklasse, mit dem Selbstvertrauen eines Titelträgers und dem Lernpensum eines Neulings. Aragón ist für ihn kein Heimspiel-Gefühl, sondern eine weitere fremde Variable: die R1, die Hitze, der Reifen über die volle Distanz.

Manzi fährt deshalb ein Programm, das auf den ersten Blick gegen das Ego arbeitet. Statt früh die ganz schnelle Einzelrunde zu jagen, legt er den Fokus auf Renndistanz und Reifenmanagement. Im ersten Training steht am Ende eine 1:50,664 – Rang 19. Keine Zahl, die jubeln lässt. Aber eine Zahl, die im Kontext seines Plans Sinn ergibt.

Am Nachmittag zahlt sich die Geduld zumindest in der Session-Wertung aus. Manzi zeigt über lange Runs eine ermutigende Konstanz, gerade in der drückenden Hitze, und beendet FP2 mit einer 1:50,921 auf Rang 16. Drei Plätze nach vorn – und doch eine Zeit, die langsamer ist als seine Bestmarke vom Morgen. Genau hier wird es interessant.

Manzi ordnet den Tag hinterher selbst realistisch ein. Der Freitag sei wie erwartet fordernd gewesen, sagt der Italiener sinngemäß, aber genau darauf sei er vorbereitet gewesen. Das Management der heißen Bedingungen werde über das ganze Wochenende wichtig bleiben, und er fühle sich der Aufgabe gewachsen. Unterm Strich ein positiver Tag, mit einer Steigerung vom Vormittag zum Nachmittag – und auch bei ihm geben die Tests der Vorwoche ein gutes Gefühl. Es sei noch Luft für einen weiteren Schritt am Samstag, und das ganze Team sei motiviert, weiter zu drücken.

Foto: GeeBee Imaqes und Yamaha Motor Europe

Warum die kombinierte Wertung trügt

Halten wir den scheinbaren Widerspruch fest: Manzi ist in FP2 Sechzehnter, in der kombinierten Tageswertung aber nur Neunzehnter. Wie passt das zusammen?

Die Antwort liegt in der Logik der kombinierten Zeiten. Für die Gesamtwertung des Tages zählt nicht die Platzierung in einer einzelnen Session, sondern die schnellste Runde, die ein Fahrer über alle Trainings hinweg fährt. Und Manzis schnellste Runde des Tages stammt aus dem Vormittag – jene 1:50,664 aus FP1. Am Nachmittag ging es ihm nicht um die schnelle Einzelrunde, sondern um lange, gleichmäßige Stints. Während andere im kühleren Zeitfenster oder mit frischem Reifen ihre Bestzeit drückten, hielt Manzi bewusst sein Programm.

Das Ergebnis: In der Momentaufnahme von FP2 sieht er stark aus. In der Tabelle, die den ganzen Tag zusammenfasst, fällt er zurück, weil seine beste gezählte Zeit eben vom Morgen blieb. Für einen Rookie, der Renndistanz lernt, ist das kein Rückschritt. Es ist eine bewusste Entscheidung – auch wenn sie sich auf dem Papier nicht hübsch liest.

Bei Gardner ist die Sache klarer. Seine Bestzeit, die 1:50,400, fuhr er ebenfalls am Vormittag, bevor der Sturz in FP2 jede Steigerung kappte. Auch sein Rang 16 in der Gesamtwertung speist sich also aus der Morgensession. Die offizielle kombinierte Zeitenliste bildet genau das ab: Für beide GRT-Fahrer steht die FP1-Runde als gewertete Bestmarke – die langsameren Nachmittagszeiten zählen für die Tabelle nicht.

Foto: GeeBee Imaqes und Yamaha Motor Europe

Die Hitze als heimlicher Gegner

Wer Superbike-Rennen nur als Kampf um die schnellste Runde liest, verpasst die halbe Geschichte. In Aragón, bei diesen Temperaturen, entscheidet sich vieles am Reifen – und zwar nicht über eine Runde, sondern über zwanzig.

Heißer Asphalt baut Grip anders auf und ab als kühler. Der Reifen arbeitet in einem schmaleren Fenster, die Degradation setzt früher ein, und was am Anfang eines Stints noch nach Sieg riecht, kann nach zehn Runden zum Überlebenskampf werden. Dazu kommt die lange Gegengerade, an deren Ende die Vorderradbremse und der Frontreifen unter voller Last stehen. Aragón verzeiht hier wenig.

Deshalb ist das, was beide GRT-Fahrer am Freitag getan haben, kein Zeichen von Schwäche, sondern von Methode. Lange Runs in der größten Mittagshitze sagen mehr über die Renntauglichkeit eines Set-ups aus als eine einzelne fliegende Runde am Abend, wenn die Strecke abkühlt. Die Frage, die das Team über das Wochenende beantworten muss, lautet nicht „Wie schnell ist eine Runde?”, sondern „Wie lange bleibt sie schnell?”.

Und dann ist da noch der Mensch im Lederkombi. Ein Superbike-Fahrer steckt bei diesen Temperaturen in einem komplett geschlossenen Anzug, mit Protektoren, Handschuhen und Helm, und kämpft Runde für Runde gegen Fliehkräfte, die ihn beim Bremsen aus der Sitzbank reißen wollen. Konzentration lässt nach, der Körper dehydriert, und ein kleiner Fehler in der letzten Kurve wiegt am Ende eines Stints doppelt. Hitze trifft also nicht nur den Reifen. Sie trifft auch den Kopf – und gerade für einen Rookie wie Manzi, der jede Runde noch bewusst denken muss, ist das eine zusätzliche Last.

Zwei Wege in dieselbe Box

Es ist eine ungleiche Paarung, die da in der GRT-Garage steht – und genau das macht sie interessant.

Gardner trägt einen Namen, der im Rennsport Gewicht hat: Sein Vater Wayne Gardner wurde 1987 in der 500er-Klasse Weltmeister. Der Sohn ging seinen eigenen Weg, über die Grand-Prix-Klassen, krönte ihn 2021 mit dem Moto2-Titel und wechselte danach in die Superbike-WM. Seit 2023 fährt er für die italienische Mannschaft, kennt die Yamaha R1 inzwischen besser als jeder andere im Team. Was ihm in den vergangenen beiden Jahren fehlte, war nicht Talent, sondern Verletzungsfreiheit – immer wieder bremsten ihn Blessuren aus, wenn gerade Schwung aufkam.

Manzi dagegen ist der Mann mit dem frischen Pokal im Schrank. Der Italiener aus Rimini begann einst in der Red Bull Rookies Cup, fuhr Moto3 und Moto2, kam aber erst in der Supersport-WM richtig in Fahrt. Seit 2023 gehört er zur Yamaha-Familie, wurde zweimal in Folge Vize und holte 2025 den Titel. Jetzt sitzt er auf der R1, mit zwei Jahren Vertrag und dem Wissen, dass eine Topklasse niemandem etwas schenkt. Während Gardner mit Crewchef Damiano Evangelisti an Feinheiten arbeitet, baut Manzi an der Seite von Tommaso Noccioli erst die Grundlagen – Strecke für Strecke, Reifen für Reifen.

Zwei Biografien, ein Garagenzelt, dasselbe Ziel: den Abstand nach vorn verkleinern.

Was der Misano-Test gebracht hat

Auffällig ist, dass beide Fahrer fast wortgleich auf die Vorwoche verweisen. Kein Zufall: Am 20. und 21. Mai war das GYTR GRT Yamaha Team für zwei Tage in Misano, um vor den anstehenden Läufen Daten zu sammeln und an Abstimmung, Renntempo und Konstanz zu feilen.

Dass Gardner und Manzi diese Arbeit nun in Aragón „gut funktionierend” nennen, ist mehr als Pressefloskel. Privattests sind in der Superbike-WM ein knappes Gut, und ein gut genutzter Testtag kann den Unterschied zwischen Mittelfeld und Spitzengruppe ausmachen. Wenn ein Team aus Misano mit einer Richtung herauskommt, die sich auf einer komplett anderen Strecke wie Aragón bestätigt, ist das ein gutes Zeichen – auch wenn die nackten Platzierungen am Freitag das noch nicht widerspiegeln.

Ob aus diesem Fundament am Samstag und Sonntag echte Punkte werden, bleibt abzuwarten. Bestätigte Fakten sind die Rundenzeiten und die Plätze. Alles, was darüber hinausgeht, ist die Hoffnung zweier Fahrer, die ihren Tag bewusst positiv lesen.

Einordnung: Wo das Team in dieser Saison steht

Ein Blick auf die Saison hilft, den Freitag richtig zu gewichten. Das GYTR GRT Yamaha WorldSBK Team von Teamchef Filippo Conti fährt 2026 mit zwei sehr unterschiedlichen Profilen. Gardner, Moto2-Weltmeister von 2021, geht in seine vierte Saison mit der italienischen Mannschaft und kennt die R1 in- und auswendig; 2025 stand für ihn ein starkes Podium in Assen zu Buche, ehe die zweite Saisonhälfte von Verletzungen und Pech ausgebremst wurde. Manzi dagegen ist der Aufsteiger, frisch aus dem Supersport-Titel, mit einem Zweijahresvertrag und der undankbaren Aufgabe, eine ganze Topklasse in Echtzeit zu lernen.

Der Freitag in Aragón fügt sich in dieses Bild. Schon beim vierten Saisonlauf in Balaton Park hatte das Duo den Freitag im hinteren Mittelfeld beendet – Manzi vor Gardner, beide außerhalb der Punkteränge der kombinierten Zeiten. Auch in Aragón ist der Abstand nach vorn beträchtlich: An der Spitze der kombinierten Zeitenliste steht Nicolò Bulega auf der Ducati mit einer 1:48,916. Gardner fehlen darauf rund anderthalb Sekunden, Manzi etwa 1,7. In einer Klasse, in der Zehntel über ganze Startreihen entscheiden, ist das eine kleine Ewigkeit.

Dabei fährt nicht einmal Yamaha geschlossen hinterher. Die werksnahen Pata-Maxus-R1 von Xavi Vierge und Andrea Locatelli lagen am Freitag vor dem GRT-Duo – doch auch Yamahas schnellste Maschine fand sich erst auf Rang 13 wieder, außerhalb der Top Twelve. Während vorn die Ducati das Tempo macht und die bimota des Kawasaki-Teams mit den Plätzen drei und vier für die Überraschung des Tages sorgt, ist die Aufgabe für GRT klar umrissen: aufschließen, Stück für Stück.

Aragón ist dabei kein beliebiges Wochenende. Die Strecke markiert die rechnerische Halbzeit der Saison – der sechste von zwölf Läufen. Was bis hierher an Entwicklungsrichtung gefunden wurde, prägt die zweite Hälfte des Jahres mit. Und die hat es in sich: Schon in zwei Wochen geht es nach Misano, danach folgt Donington und die lange Sommerpause. Wer jetzt eine Richtung hat, die trägt, nimmt sie über Wochen mit. Wer sie noch sucht, verliert wertvolle Zeit – denn Trainingstage unter realen Bedingungen sind in der Superbike-WM streng begrenzt, und jeder verschenkte Freitag ist einer zu viel.

Genau deshalb war die unaufgeregte Arbeit an diesem heißen Tag für GRT Yamaha wertvoller, als es Platz 16 und 19 vermuten lassen. Es ist die Sorte Arbeit, die in keiner Schlagzeile auftaucht – und die am Ende eines Wochenendes trotzdem über Punkte entscheidet.

Das ist keine Schande, sondern die Realität einer Mittelfeld-Saison, in der jeder Zehntel zählt und jeder gut genutzte Testtag Gold wert ist. Für Yamaha geht es 2026 darum, den Abstand Runde für Runde zu verkleinern – und genau das ist die Erzählung, die Gardner und Manzi an diesem heißen Freitag bedienen.

Foto: GeeBee Imaqes und Yamaha Motor Europe

Das Wochenende ist erst zur Hälfte gefahren

Wer am Freitagabend auf die kombinierten Zeiten schaut und ein Urteil fällt, war schon einmal zu früh dran. Die Superbike-WM verteilt ihre Punkte nicht an einem Renntag, sondern an mehreren – und das macht einen schwachen Freitag verzeihbar.

Nach dem klassischen Format folgt am Samstag das erste Hauptrennen, ehe am Sonntag noch zwei weitere Starts auf dem Programm stehen: ein kurzes Superpole Race am Vormittag und das zweite Hauptrennen am Nachmittag. Drei Rennen, drei Chancen auf Punkte. Ein Fahrer kann also einen mäßigen Trainingstag erwischen und das Wochenende trotzdem retten, wenn die Renndistanz sein Programm bestätigt.

Genau deshalb ist die Arbeit, die Gardner und Manzi am Freitag in die Hitze gesteckt haben, mehr wert als ihre Platzierung auf dem Zeitenmonitor. Reifenmanagement zahlt nicht im Qualifying ein, sondern in den Schlussrunden eines Rennens. Und davon gibt es an diesem Wochenende gleich drei.

Samstag: drei Termine, eine Hoffnung

Der eigentliche Tag beginnt erst jetzt. Am Samstag wartet auf das GRT-Duo das dritte freie Training um 09:40 Uhr Ortszeit, gefolgt von der Tissot-Superpole um 11:15 Uhr – dem Qualifying, das über die Startplätze entscheidet. Und um 14:00 Uhr fällt der Startschuss zu Race 1, dem ersten echten Gradmesser dieses Wochenendes.

Was sich Gardner und Manzi davon erhoffen, haben sie selbst angedeutet: einen weiteren Schritt nach vorn, ein gutes Qualifying als Basis, ein Rennen, in dem sich die Arbeit am Reifen auszahlt. Erwartungen, keine Versprechen. In einem so dichten Mittelfeld können drei Zehntel im Qualifying über fünf Startplätze entscheiden – und im Rennen entscheidet am Ende, wessen Reifen die letzten Runden in dieser Hitze noch trägt.

Vielleicht ist das die ehrlichste Lehre dieses Freitags in Aragón. Der schnellste Mann am Morgen ist nicht automatisch der stärkste am Nachmittag. Und der, der am Freitag im Hintergrund Runden zählt, könnte am Sonntag derjenige sein, der noch da ist, wenn anderen die Reifen ausgehen.

❓ Häufige Fragen zum GRT-Yamaha-Freitag in Aragón

Wie ist GRT Yamaha am Freitag in Aragón gelaufen?

Remy Gardner beendete den ersten Trainingstag auf Rang 16 der kombinierten Wertung, Stefano Manzi auf Rang 19. Beide GRT-Yamaha-Fahrer arbeiteten vor allem an Abstimmung und Renntempo bei großer Hitze, statt früh die schnellste Einzelrunde zu jagen.


Welcher WorldSBK-Lauf ist Aragón 2026?

Aragón ist der sechste von zwölf Saisonläufen und damit die rechnerische Halbzeit der Superbike-Weltmeisterschaft 2026. Das Wochenende auf MotorLand Aragón findet vom 29. bis 31. Mai statt.


Wer fährt 2026 für das GYTR GRT Yamaha WorldSBK Team?

Das Team setzt 2026 auf Remy Gardner und Stefano Manzi. Gardner, Moto2-Weltmeister von 2021, geht in seine vierte Saison mit der Mannschaft, während Manzi als amtierender Supersport-Weltmeister von 2025 sein Rookie-Jahr in der Superbike-WM bestreitet.


Warum war Manzi in FP2 Sechzehnter, in der Gesamtwertung aber nur Neunzehnter?

Für die kombinierte Tageswertung zählt die schnellste Runde über alle Trainings hinweg, nicht die Platzierung in einer einzelnen Session. Manzis beste Zeit stammte aus dem Vormittag, weil er am Nachmittag bewusst lange Runs für das Reifenmanagement fuhr, statt eine schnelle Einzelrunde zu setzen.


Was ist mit Remy Gardners Sturz in FP2 passiert?

Gardner stürzte spät im zweiten Training und konnte sich danach nicht weiter steigern, weshalb er die Session auf Rang 17 beendete. Der Australier blieb dabei unverletzt und konnte seine Arbeit fortsetzen.


Wann startet Race 1 in Aragón?

Am Samstag steht zunächst das dritte freie Training um 09:40 Uhr Ortszeit an, gefolgt von der Tissot-Superpole um 11:15 Uhr. Race 1 ist für 14:00 Uhr Ortszeit angesetzt.


Warum ist die Hitze in Aragón ein Problem für die Reifen?

Bei hohen Temperaturen heizt sich der ohnehin abrasive Asphalt stark auf, wodurch der Reifen in einem engeren Fenster arbeitet und schneller abbaut. Über eine volle Renndistanz entscheidet deshalb das Reifenmanagement oft mehr als die schnellste Einzelrunde.

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