Der Magnet-Tankrucksack und das, was er im Lack hinterlässt

Ein Magnet-Tankrucksack hängt mit mehreren Kilo Haltekraft an deinem Tank. Zwischen dem Magneten und dem Lack liegt eine Schicht, an die beim Aufsetzen niemand denkt: Staub.

Dieser Staub wird von genau derselben Haltekraft auf den Lack gepresst. Bei jeder Bodenwelle, bei jedem Bremsen, dreihundert Kilometer lang. Der Rucksack bewegt sich dabei nicht sichtbar, aber er bewegt sich - ein halber Millimeter hin, ein halber zurück, ein paar tausend Mal am Tag.

Die interessante Frage bei diesen Rucksäcken ist deshalb nicht, ob die Haltekraft reicht. Wo Stahlblech unter dem Lack liegt, reicht sie. Die Frage ist, was sie unter sich mitnehmen. Und ob das, wovor die meisten Angst haben, überhaupt der richtige Kandidat ist.

Hält ein Magnet-Tankrucksack überhaupt an deinem Tank?

Bevor irgendetwas anderes wichtig wird: Ein Magnet braucht Stahl. Nicht irgendein Metall, sondern Stahlblech.

Zehn Sekunden reichen, und das Werkzeug dafür liegt in deiner Küche. Nimm einen Kühlschrankmagneten mit an die Maschine und setz ihn oben auf den Tank, dort wo der Rucksack später liegen soll. Hält er von selbst, ist es Blech, und der Rest dieses Artikels betrifft dich. Fällt er ab, brauchst du gar nicht weiterzusuchen.

Aluminiumtanks sind nicht magnetisch, Kunststofftanks erst recht nicht - und beide sind längst keine Ausnahme mehr. Dazu kommt der Fall, der am meisten Verwirrung stiftet: Bei etlichen modernen Maschinen ist das, was aussieht wie ein Tank, eine Verkleidung. Der eigentliche Behälter liegt darunter oder weiter hinten. Am deutlichsten bei der Honda NC750X: Wo der Tank sein müsste, sitzt ein Staufach, in das ein Integralhelm passt, und der Sprit liegt unter der Sitzbank. Auf so einer Attrappe findet der Magnet nichts, und ein Rucksack, der nur an zwei von vier Magneten hängt, ist schlimmer als gar keiner.

Der zweite Ausschlussgrund ist die Form. Reiseenduros und viele aktuelle Naked Bikes haben oben statt einer ebenen Fläche eine schmale Kante mit zwei abfallenden Flanken. Ein Magnet, der nur mit der halben Fläche aufliegt, hält mit einem Bruchteil der Kraft, und die Kante darunter ist gleichzeitig die Stelle, an der der Lack am dünnsten ist. Wer sich unsicher ist, legt den leeren Rucksack auf und versucht, ihn mit der Hand seitlich zu verschieben. Geht das leicht, wird es bei Fahrtwind nicht besser.

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🛒 Hält oder hält nicht

Der Test darüber hat zwei Ausgänge, und diese beiden Taschen nehmen beide: Am Stahltank halten die Magnete, an Alu, Kunststoff oder einer Tankattrappe bleibt die Vierpunkt-Befestigung mit Riemen.

Was in den Angaben beider Taschen nicht steht: womit die Unterseite gefüttert ist. Der nächste Abschnitt über den Staub zwischen Magnet und Lack gilt deshalb auch für sie.

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Der Sand unter dem Magneten

Nun zum eigentlichen Thema. Ein Magnet verkratzt keinen Lack. Er hat keine Kanten, er ist meistens in Stoff eingenäht, und Neopren oder Filz auf der Unterseite gehören bei ordentlichen Rucksäcken dazu.

Was den Lack verkratzt, ist das, was zwischen beiden liegt. Straßenstaub, Bremsstaub, Quarzsand vom letzten Baustellenabschnitt, Splitt, kleine Metallpartikel. Nichts davon siehst du auf einem sauberen Tank aus zwei Metern Entfernung, und alles davon ist härter als Klarlack.

Der Magnet macht daraus eine Schleifpaste, weil er zwei Dinge gleichzeitig tut: Er presst das Korn mit voller Haltekraft auf den Lack, und er lässt es nicht mehr los. Ein loser Gegenstand auf dem Tank würde sich bei der ersten Bodenwelle woandershin bewegen. Unter dem Magneten bleibt dasselbe Korn an derselben Stelle und arbeitet dort, so lange die Fahrt dauert.

Deshalb widersprechen sich die Erfahrungsberichte auch nur scheinbar. Der eine Fahrer berichtet von viertausend Kilometern quer durch Europa ohne einen einzigen Kratzer, der nächste von matten Höfen nach einer Saison. Beide haben recht. Den Unterschied macht eine einzige Frage: Lag beim Aufsetzen etwas dazwischen?

Fehlt noch die unangenehme Ergänzung, die in kaum einer Diskussion vorkommt: Magnete ziehen Metallspäne an. Wer den Rucksack in der Garage auf den Boden stellt, auf den Werkbanktisch legt oder am Parkplatz kurz abstellt, sammelt genau das ein, was er nicht auf dem Lack haben will. Dieser Dreck sitzt fest, er fällt nicht von allein ab, und beim nächsten Aufsetzen liegt er auf dem Tank. Wer einen gebrauchten Rucksack kauft, tastet die Magnete deshalb vor dem ersten Aufsetzen durch den Stoff ab: Was sich dort körnig anfühlt, stammt aus einer fremden Werkstatt.

Schieben statt abheben

Einen Handgriff macht fast jeder, und er verursacht mehr Kratzer als der ganze Rest zusammen.

Man setzt den Rucksack ungefähr richtig auf, merkt, dass er zwei Zentimeter zu weit vorn liegt, und zieht ihn nach hinten. Der Magnet hängt dabei mit voller Kraft am Blech und jedes Korn darunter fährt zwei Zentimeter mit. Was beim Fahren über Stunden entsteht, entsteht hier in einer Sekunde.

Richtig ist deshalb: abheben und neu aufsetzen, jedes Mal. Auch wenn es nur einen Zentimeter sind, auch wenn es lästig ist, auch an der Tankstelle. Wer beim Tanken den Rucksack nur nach hinten schiebt, um an den Deckel zu kommen, macht denselben Fehler zweimal pro Tankfüllung.

Eine Kleinigkeit bringen viele Rucksäcke sogar mit, und kaum jemand benutzt sie: die Abdeckklappen über den Magneten. Sie sind dafür da, dass der Rucksack beim Tragen und Abstellen nicht selbst einsammelt, was er später auf den Lack drückt. Zwei Sekunden Aufwand, und der halbe Artikel erledigt sich.

Was danach im Lack steht

Der typische Schaden ist kein Kratzer im Sinne einer Linie, sondern ein matter Hof. Vier davon, in genau dem Muster, in dem die Magnete sitzen.

Er entsteht aus tausenden winzigen Bewegungen und nie aus einem einzigen groben Fehler, und er sieht aus wie eine sehr feine Schleifspur. Bei hellem Lack fällt er kaum auf. Bei Schwarz, bei dunklen Metallictönen und bei Uni-Rot siehst du ihn an jedem sonnigen Tag, sobald du im flachen Winkel über den Tank schaust.

Ein Teil davon lässt sich wegpolieren, weil er in der obersten Schicht des Klarlacks sitzt. Der Rest nicht, denn Polieren heißt Material abtragen, und das geht am Motorrad nicht beliebig oft. Auf Matt- und Seidenmattlack ist Polieren ohnehin keine Option: Dort erzeugt jeder Politurversuch eine glänzende Stelle, die schlimmer aussieht als der Hof, den sie beseitigen sollte.

Daneben gibt es eine zweite Sorte Schaden, die nicht vom Magneten kommt und trotzdem regelmäßig dem Tankrucksack angelastet wird. Die Metallzipper der Seitentaschen, ein Karabiner am Schultergurt, eine Schnalle, die nicht festgezurrt ist: Was frei baumelt, klopft bei jeder Bodenwelle auf den Lack. Das ergibt keine Schleifspur, sondern kleine Schläge, und die gehen im Zweifel bis auf die Grundierung. Polieren hilft dagegen gar nicht. Einmal vor der Abfahrt kontrollieren, was am Rucksack lose herunterhängt, kostet fünf Sekunden und ist die billigste Maßnahme in diesem ganzen Text.

Was viele unterschätzen: Auf einer Vollfolierung ist der Fall anders gelagert, aber nicht besser. Folie ist weicher als Klarlack, sie nimmt die Schleifspur schneller an, und die Magnete drücken bei Wärme sichtbare Abdrücke hinein. Wer eine folierte oder mattlackierte Maschine fährt, sollte über Magnetgepäck ernsthaft nachdenken - und dann eine andere Befestigung wählen. Etwas völlig anderes ist ein zugeschnittener Streifen Schutzfolie unter den Magneten: Der soll sich abnutzen, und dazu weiter unten mehr.

Karten, Handy und Magnetfeld

Kommen wir zu dem Teil, vor dem sich alle fürchten und der sich beim Nachsehen weitgehend auflöst.

Zuerst eine praktische Beobachtung, die die halbe Aufregung erledigt: Was tatsächlich neben den Magneten liegt, ist nicht dein Handy. Das steckt oben im Kartenfach, zwanzig Zentimeter darüber. Neben den Magneten liegt, was du unten hineingeworfen hast - und magnetische Felder werden mit dem Abstand sehr schnell sehr schwach.

Bei den Karten gibt es sogar einen Blick, der sie sortiert, und er kostet nichts. Die Streifen auf Bank- und Kreditkarten sind dunkelbraun bis schwarz und werden seit Langem im sogenannten High-Coercivity-Verfahren hergestellt; sie brauchen ein Vielfaches der Feldstärke, die aus Alltagsmagneten kommt. Die hellbraunen, dünn wirkenden Streifen auf Hotel-, Zugangs- und alten Parkkarten sind die andere Sorte, und die ist tatsächlich empfindlich. Leg deine Karten einmal nebeneinander, dann siehst du den Unterschied auf Anhieb.

Was mitfährtPassiert wirklichWas du tun kannst
Bankkarte, KreditkarteChip und Funkantenne interessieren sich nicht für Magnetfelder, und der dunkle Streifen ist die robuste Sorte.Nicht direkt auf die Magnete legen. In Europa läuft die Zahlung ohnehin über Chip und Funk.
Hotelkarte, Zugangskarte, alte ParkkarteDer echte Kandidat: heller, einfacher Streifen, und der lässt sich tatsächlich löschen.Nicht ins unterste Fach. Ins Kartenfach oben oder in die Jackentasche.
Smartphone-SpeicherNichts. Der Speicher in einem Handy ist kein magnetisches Medium, statische Magnetfelder löschen dort keine Daten.Nichts.
Smartphone-KompassDas ist der Punkt, den es wirklich gibt. Der Magnetfeldsensor kann gestört werden, solange der Magnet in der Nähe ist. Auf der Karte zeigt der Pfeil dann in die falsche Richtung, obwohl die Position stimmt.Handy weg vom Magneten, dann neu kalibrieren: die bekannte liegende Acht in der Luft.
Speicherkarte, USB-Stick, ActioncamNichts. Auch das sind keine magnetischen Speichermedien.Nichts.

Sicherheitshinweis: Ein Punkt gehört bewusst nicht in diese Tabelle, weil er dort zwischen Speicherkarten und Parkkarten sein Gewicht verlöre: Herzschrittmacher und implantierte Defibrillatoren. Beide reagieren schon auf sehr kleine Felder, und sie reagieren unterschiedlich. Ein Herzschrittmacher wechselt unter einem Magnetfeld in einen starren Testtakt. Ein implantierter Defibrillator dagegen setzt seine Schockfunktion aus, solange das Feld anliegt - also genau die Funktion, wegen der er eingesetzt wurde. Wer ein solches Gerät trägt, findet die Sicherheitsabstände zu Dauermagneten in den Unterlagen des Implantats, und die gehören vor der Kaufentscheidung gelesen, nicht danach. Das gilt genauso für den Sozius, dessen Brustkorb dem Gepäck näher kommt, als du denkst.

Bleibt die Kamera, und das ist der Punkt, der in den meisten Diskussionen zu klein geredet wird. Der Bildstabilisator und der Autofokus moderner Telefone arbeiten mit beweglich aufgehängten Linsen. Ein Magnet daneben stört genau diese Aufhängung, solange er da ist - Apple rät in seiner eigenen Hilfe ausdrücklich davon ab, Zubehör mit Magneten in der Nähe der Rückkamera zu verwenden. Von einem dauerhaften Schaden schreibt Apple dabei nicht - die Störung hört auf, wenn der Magnet weg ist. Verwackelte Bilder von der Tour bekommt man aber trotzdem nicht zurück. Nach oben ins Sichtfenster damit, dort willst du das Telefon ohnehin haben.

Schlüssel stehen nicht in der Tabelle, gefragt wird trotzdem regelmäßig danach. Ein Bartschlüssel besteht aus Metall und hat nichts zu verlieren. Ein Funkschlüssel speichert seinen Code elektronisch, und Magnetfelder löschen dort so wenig wie im Handy - was solche Schlüssel wirklich umbringt, ist Feuchtigkeit und der Sturz auf Fliesen. Die einzige Nebenwirkung, die du merken wirst: Der Schlüsselbund klebt am Rucksack fest, wenn du ihn im falschen Fach transportierst.

Wenn der Rucksack loslässt

Ein Magnet zieht senkrecht zur Fläche, nach der Seite hält ihn nur die Reibung. Das erklärt ein Verhalten, das viele überrascht: Gerade nach oben vom Tank abheben lässt sich der Rucksack kaum, seitlich verschieben dagegen mit erstaunlich wenig Kraft.

Genau diese Richtung nutzt der Fahrtwind. Dass er einen prall gefüllten Rucksack auf den Tank drückt, ist dabei ein Wunschbild: Über einer Wölbung, die von Luft überströmt wird, entsteht oben eher Sog als Druck, und ein prall gepackter Rucksack ist genau so eine Wölbung. Entscheidend ist deshalb nicht, ob der Wind zieht - das tut er immer -, sondern ob er irgendwo einen Angriffspunkt findet. Eine hochstehende Ecke, ein loser Riemen, eine nicht gespannte Regenhaube reichen. Der Wind hebt eine Seite an, damit lösen sich zwei Magnete, und der Rest folgt in Sekundenbruchteilen.

Deshalb entscheidet weniger dein Tempo als die Frage, ob es irgendwo eine Kante gibt, unter die Luft kommt. An einer verkleideten Maschine mit Scheibe steht der Rucksack im Windschatten. An einem unverkleideten Naked Bike liegt er voll im Strom.

Sicherheitshinweis: Ein Tankrucksack, der sich bei Tempo löst, geht nach oben weg und dann irgendwohin - im schlimmsten Fall auf den Lenker, zwischen deine Arme oder vor das Vorderrad des Hintermanns. Nutze den Fangriemen zum Steuerkopf, den die meisten Rucksäcke mitbringen, besonders an unverkleideten Maschinen und immer, wenn die Regenhaube drauf ist. Und prüf vor der Abfahrt mit einem Griff, ob wirklich alle Magnete flächig aufliegen.

Der Regenhauben-Punkt verdient eine eigene Zeile, weil er unabhängig vom Magneten gilt: Eine Haube, die nur übergestülpt und nicht gespannt ist, wird bei Fahrtwind zum Segel. Sie nimmt dabei den Rucksack darunter gleich mit.

Fünf Handgriffe für den Lack

Keiner dieser Handgriffe dauert länger als ein paar Sekunden. Zusammen entscheiden sie darüber, auf welcher Seite der beiden Erfahrungsberichte von weiter oben du landest.

  1. Beide Flächen abwischen, jedes Mal. Ein feuchtes Mikrofasertuch über den Tank und über die Magnetunterseite, bevor der Rucksack aufkommt. Trocken wischen verteilt den Staub nur.
  2. Aufsetzen statt schieben. Sitzt er falsch, hebst du ihn ab und setzt ihn neu. Auch beim Tanken.
  3. Nie mit der Magnetseite auf den Boden. Umdrehen und mit der Oberseite ablegen oder, falls vorhanden, die Abdeckklappen schließen. Auf der Sitzbank landet er nur, wenn sie waagerecht genug ist - auf dem Seitenständer ist sie das nicht.
  4. Schutzfolie drunter, wenn er mitfährt. Gemeint ist der geopferte Streifen, nicht die Vollfolierung von weiter oben. Eine Lackschutzfolie in der Größe der Auflagefläche kostet wenig, ist unsichtbar und nimmt den Verschleiß auf, um den es hier geht. Die heutigen Polyurethanfolien können mehr: Ihre Deckschicht geht in der Wärme in ihre alte Form zurück, feine Schleifspuren verschwinden also in der Sonne von selbst wieder. Für tiefere Kerben und Schläge gilt das nicht, dort fehlt Material.
  5. Nach dem Abnehmen einmal im flachen Winkel drüberschauen. Zehn Sekunden. Wenn sich dort etwas anbahnt, siehst du es in diesem Licht und sonst nirgends.

Und weil zwischen Tanks, Lacken und Befestigungen einiges an Modellwissen steckt: Beachte immer die Freigaben und Angaben in deinem Fahrzeughandbuch. Manche Hersteller sagen ausdrücklich etwas zu Magnetgepäck auf ihrem Tank, gerade bei Kunststofftanks und bei Sonderlackierungen. Ein Magnet-Tankrucksack sitzt schließlich dauerhaft auf der teuersten Fläche deiner Maschine.

Drei Alternativen, wenn der Magnet ausscheidet

Es gibt Maschinen, bei denen die Antwort schlicht Nein lautet, und das muss dich nicht ärgern.

Kunststofftank, Aluminiumtank, Tankattrappe: Da hält nichts, und alles, was man dagegen unternimmt, ist schlechter als die Alternative. Wer auf die Idee kommt, eine Stahlplatte auf den Kunststoff zu kleben, hat sich das Problem verdoppelt - jetzt scheuert zusätzlich der Kleber.

Genauso klar ist der Fall bei Folie, bei Mattlack und bei Sonderlackierungen, die nicht einfach nachlackiert werden können. Und bei zerklüfteten Tankformen, auf denen der Magnet nur mit einem Teil seiner Fläche aufliegt.

Für all das gibt es drei bewährte Bauarten. Die erste ist ein Ring, der unter dem Tankdeckel mitverschraubt wird und in den der Rucksack einrastet; er berührt den Lack nur mit einer weichen Auflage und sitzt bombenfest, kostet aber eine Montage und passt jeweils nur zu einem Modell. Die zweite sind Riemen um den Tank herum, die überall funktionieren und dafür an den Kanten liegen, wo der Lack ohnehin am dünnsten ist - also mit Unterlage.

Die dritte wird gern vergessen, obwohl sie genau für diesen Fall gebaut ist: eine Grundplatte mit Saugnäpfen. Sie hält auf Kunststoff und Aluminium und überall dort, wo ein Magnet nichts zu greifen findet - allerdings nur auf einer glatten, sauberen Fläche und nach übereinstimmender Empfehlung nie ohne zusätzlichen Sicherungsriemen. Glatt heißt dabei glänzend und eben: Auf matt genarbtem Kunststoff, wie ihn viele aktuelle Maschinen tragen, bekommt ein Saugnapf keinen Unterdruck.

Alle drei sind umständlicher als ein Rucksack, den man einfach drauflegt. Genau darin liegt der Reiz des Magneten, und niemand, der ihn nutzt, tut das aus schlechten Gründen. Die Frage, die sich am Ende jeder stellen muss, ist nur eine: Wie oft in einer Saison bist du wirklich bereit, den Lappen zu nehmen, bevor der Rucksack auf den Tank kommt?

❓ Häufige Fragen zum Magnet-Tankrucksack

Zerkratzt ein Magnet-Tankrucksack den Lack?

Der Magnet selbst nicht. Was kratzt, sind Staub-, Sand- und Metallpartikel, die zwischen Magnet und Lack eingeklemmt und dort von der Haltekraft an derselben Stelle gehalten werden. Deshalb kommen Fahrer mit sauberer Routine über Jahre kratzerfrei durch, während andere nach einer Saison matte Höfe im Muster der Magnete haben.


Wie erkenne ich, ob mein Tank für Magnete taugt?

Mit einem Kühlschrankmagneten. Hält er von selbst auf der Fläche, auf der der Rucksack liegen soll, ist es Stahlblech. Fällt er ab, hast du einen Alu- oder Kunststofftank oder eine Tankverkleidung, und der Magnetrucksack scheidet aus.


Löschen die Magnete meine EC- oder Kreditkarte?

Praktisch nicht. Der Chip und die Funkantenne reagieren gar nicht auf Magnetfelder, und der Magnetstreifen ist bei Bank- und Kreditkarten in der Regel die unempfindliche Sorte. Gefährdet sind eher Hotelkarten, Zugangs- oder alte Parkkarten mit einfachem Magnetstreifen - die gehören nicht ins unterste Fach.


Schadet der Magnet meinem Handy?

Dem Speicher nicht, denn der ist kein magnetisches Medium. Gestört werden können zwei andere Dinge: der Kompass, was sich auf der Karte als falsch zeigender Pfeil bei richtiger Position äußert und sich durch Neukalibrieren beheben lässt, und die beweglich aufgehängte Optik der Kamera - Apple rät in seiner eigenen Hilfe davon ab, Magnete nahe an die Rückkamera zu bringen. Beides endet mit dem Abstand. Am sichersten liegt das Handy deshalb oben im Sichtfenster und nicht unten bei den Magneten.


Kann ein Magnet-Tankrucksack bei hohem Tempo abfliegen?

Ja, und zwar meistens nicht, weil die Haltekraft zu klein ist, sondern weil irgendwo Fahrtwind unter eine Kante greift. Eine lose Regenhaube, eine hochstehende Ecke oder ein Rucksack, der nur teilweise aufliegt, reichen dafür. Der mitgelieferte Riemen zum Steuerkopf ist deshalb keine Zierde.


Hilft eine Lackschutzfolie unter den Magneten?

Ja, das ist die wirksamste einzelne Maßnahme. Gemeint ist ein zugeschnittener Streifen unter der Auflagefläche, nicht eine Vollfolierung des ganzen Tanks. Die Folie nimmt die Schleifspuren auf statt des Klarlacks und lässt sich später ersetzen. Sauber wischen musst du trotzdem, denn Korn unter der Folie wirkt genauso, nur eben auf der Folie.


Was ist die beste Alternative bei Kunststoff- oder Mattlacktank?

Ein Ringsystem, das unter dem Tankdeckel verschraubt wird und in das der Rucksack einrastet, oder eine Riemenbefestigung. Das Ringsystem sitzt fester und berührt den Lack kaum, passt aber jeweils nur zu einem Modell. Riemen passen überall, liegen dafür an den Kanten auf und brauchen dort eine Unterlage. Dazu kommt die Grundplatte mit Saugnäpfen, die auch auf Kunststoff und Aluminium hält - allerdings nur auf glatter, glänzender Fläche und nie ohne Sicherungsriemen.

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