Die besten drei Wochen zum Motorradfahren fangen Mitte September an

Es gibt eine Woche im Jahr, in der sich die Straßen leeren, ohne dass es irgendjemand ankündigt. Kein Wetterumschwung, keine Sperrung, kein Feiertag. Die Schule fängt wieder an, und drei Tage später sieht eine Passstraße aus, als hätte jemand den Ton abgedreht.

Motorradfahren im September hat trotzdem einen Ruf, der zu den Tatsachen nicht passt. Es gilt als Nachspiel - noch ein paar Runden, bevor eingemottet wird. Dabei fängt genau in dieser Woche das an, was viele erfahrene Fahrer für die beste Zeit des Jahres halten. Und ausnahmsweise lässt sich das sogar auf ein Datum legen: Bayern startet am 15. September 2026 ins neue Schuljahr, als letztes Bundesland und so spät wie kein anderes.

Der Kalender, der die Saison zu früh beendet

Die Zahlen für 2026 sind unspektakulär und erklären trotzdem fast alles. In Baden-Württemberg beginnt der Unterricht am Montag, dem 14. September, in Bayern einen Tag später. Österreich staffelt: Wien, Niederösterreich und das Burgenland machen am 7. September den Anfang, die übrigen sechs Bundesländer ziehen am 14. nach. In der Schweiz ist die Sache je nach Kanton ohnehin seit Mitte August erledigt.

Ab dieser Woche ist der gesamte DACH-Raum wieder im Betrieb. Und was das für eine Passstraße bedeutet, sieht man dort schneller als in jeder Statistik.

Die Wohnmobile verschwinden zuerst. Dann die Reisebusse, weil Tagesausflüge sich ohne Familienpublikum nicht mehr rechnen. Übrig bleiben Einheimische, ein paar Rentnerpaare im Kombi und Motorräder. Der Parkplatz an der Passhöhe, auf dem im August um elf Uhr kein Platz mehr war, ist im September um dieselbe Zeit halb leer.

Der Effekt fängt schon vor der schönen Straße an. Die Anfahrt über die Autobahn ist im August ein Geduldsspiel, weil sich an jedem Freitagnachmittag und an jedem Ferienwochenende halb Deutschland in dieselbe Richtung bewegt. Diese Wellen hören mit dem letzten Bundesland auf. Wer im September zweihundert Kilometer Anreise vor sich hat, fährt sie ohne Kolonne und ohne das übliche Elend zwischen zwei Baustellen.

Die Straßen selbst wissen das übrigens auch. Die Großglockner Hochalpenstraße öffnet im Hochsommer um halb sechs und schließt um neun am Abend. Ab dem 1. September steht dort ein anderer Fahrplan: sechs Uhr bis halb acht, letzte Einfahrt Viertel vor sieben. Die Straße selbst bleibt trotzdem offen: Die Saison reicht bis in die ersten Novembertage, wenn das Wetter mitspielt auch ein paar Tage darüber hinaus.

Genau in diesen Wochen hört ein erheblicher Teil der Fahrer auf. Nicht wegen des Wetters, denn das Wetter macht Anfang Oktober selten etwas, das es Anfang Mai nicht auch macht. Sondern weil im Kopf ein Kalender läuft, auf dem die Saison im Oktober endet - und weil die Werkstatttermine fürs Einwintern schon stehen.

Das ist eine Gewohnheit, kein Argument. Wer im Frühjahr bei sieben Grad und feuchter Fahrbahn die erste Runde dreht, weil er nicht mehr warten kann, hat im September dieselben sieben Grad zur Verfügung - nur mit besseren Bedingungen darunter. Warum davon der eine Termin heilig ist und der andere nicht, kann niemand richtig erklären.

Ein Punkt, den dieser Text nicht versprechen kann: das Wetter. Ob es einen goldenen September gibt oder drei Wochen Landregen, weiß im Voraus niemand, und ein verregneter September ist genauso normal wie ein trockener. Alles andere in diesem Text lässt sich planen. Das nicht.

Der April ist der schlechtere Zwilling des Septembers

Fünfzehn Grad im April und fünfzehn Grad im September sind nicht dieselbe Ausfahrt, und das hat zwei Gründe, die nichts miteinander zu tun haben. Der eine liegt in der Straße, der andere auf dem Sattel.

Zur Straße. Der Wert auf deinem Display ist die Lufttemperatur. Für den einzigen Kontakt zwischen dir und der Welt - zwei Handflächen Gummi - ist das der weniger wichtige Wert. Was zählt, ist die Fahrbahn.

Sie hängt an der Luft und an dem, was darunter liegt. Der Boden folgt der Lufttemperatur mit Verzögerung und gedämpft, und je tiefer, desto träger. Diese Verzögerung misst sich nicht in Stunden, sondern in Wochen.

Daraus folgt der Unterschied, um den es hier geht. Im April kommt alles unter dem Belag aus dem Winter. Die Straße kann in der Sonne handwarm sein und zwei Kurven weiter im Schatten trotzdem an deinem Reifen ziehen, weil der Untergrund noch kalt ist. Im September ist es umgekehrt: Da hat der Boden einen ganzen Sommer eingelagert, und er gibt ihn langsam wieder ab.

Fünfzehn Grad auf dem Display sind deshalb nicht zweimal dieselbe Straße. Sie sind im April eine Straße, die dir Wärme wegnimmt, und im September eine, die dir welche zurückgibt. Am deutlichsten in den Abschnitten, in die um diese Jahreszeit sowieso keine Sonne mehr kommt.

Jahresgang und Tagesgang muss man dabei allerdings auseinanderhalten, sonst wird daraus schnell ein falscher Schluss. Über den Tag hinkt der Belag der Luft ebenfalls hinterher, und zwar in die andere Richtung: An einem klaren Septembermorgen ist die Luft um zehn Uhr längst angenehm, während der Asphalt noch die Nacht in sich trägt. Der Jahresgang hilft dir. Der Tagesgang nicht.

Praktisch heißt das nichts Kompliziertes. Es heißt nur: Die erste Kurve am Morgen bleibt die erste Kurve, egal welchen Monat wir haben. Was der September dazugibt, liegt zwischen zehn und achtzehn Uhr - und in diesem Fenster liefert er Bedingungen, die der April bei identischer Anzeige einfach nicht hat.

Dazu kommt eine Kleinigkeit, die im Frühjahr jeden nervt und jetzt einfach weg ist: der Rest des Winterdienstes. Splitt in der Kurveninnenseite, Salzränder am Fahrbahnrand, die feine graue Schicht auf allem - das ist im September seit Monaten weggewaschen. Dafür liegt jetzt anderes Zeug herum, aber dazu kommen wir gleich.

Damit zum zweiten Grund, und der sitzt gar nicht auf der Straße. Er sitzt auf dem Motorrad. Im April kommst du aus vier oder fünf Monaten Pause, und was in dieser Zeit verschwindet, ist das Gefühl: der Griff nach dem Bremshebel ohne hinzusehen, das Timing beim Herunterschalten, die Schräglage, die sich richtig anfühlt statt beängstigend. Im September hast du das alles griffbereit. Eine ganze Saison liegt in deinen Händen, die Blickführung läuft von selbst, und du merkst sofort, wenn sich an deiner Maschine etwas anders anfühlt als sonst.

Zusammen ergibt das etwas, das es sonst nie gibt: eine Straße in gutem Zustand und einen Fahrer, der eingefahren ist. Im Frühjahr trifft das Gegenteil aufeinander - kalter Untergrund, eingerostete Reflexe und dazu die Ungeduld nach dem Winter. Es ist schon merkwürdig, dass ausgerechnet diese Kombination als Saisonstart gefeiert wird und die andere als Auslaufen gilt.

Die Straße bekommt ihre Zeichnung zurück

Im Juli steht die Sonne mittags so hoch, wie sie bei uns überhaupt kommt: um die sechzig Grad über dem Horizont, senkrecht wird sie in Mitteleuropa nie. Hoch genug jedenfalls, dass jede Kante ihren Schatten direkt unter sich wirft. Die Straße wird dadurch zu einem gleichmäßig grauen Band und verliert genau die Zeichnung, an der du sie sonst liest.

Im September steht die Sonne den ganzen Tag flacher. Und flaches Licht macht mit einer Fahrbahn dasselbe, was es mit einem Gesicht auf einem Foto macht: Es zeigt die Oberfläche.

Das ist kein ästhetisches Argument, sondern ein praktisches. Eine Bodenwelle wirft jetzt einen sichtbaren Schatten, bevor du sie spürst. Ein feuchter Fleck glänzt, statt einfach nur dunkel zu sein. Ausgewaschener Splitt am Kurvenausgang hat plötzlich Textur. Der Belagswechsel, an dem der neue Asphalt anfängt, ist zwanzig Meter früher zu erkennen. Wer viel fährt, liest das ohnehin, meistens ohne es bewusst zu merken - im September bekommt er dafür schlicht besseres Material.

Was auf jedem Foto von einer Herbsttour zu sehen ist, gehört ebenfalls dazu und klingt deshalb schnell kitschig: Der Wald steht seitlich im Gegenlicht, der Dunst über den Wiesen bekommt Tiefe, und eine gewöhnliche Landstraße durch flaches Land sieht besser aus, als sie es verdient hätte.

Das gilt allerdings in beide Richtungen, und die zweite ist unangenehm. Dieselbe flache Sonne, die dir die Fahrbahn zeigt, steht morgens genau dort, wo du nach Osten fährst, und abends genau dort, wo du nach Westen fährst. Also in den zwei Fenstern, in denen die meisten unterwegs sind.

Wer dabei ein Visier mit einem Sommer voller Insektenreste und Politurschlieren aufhat, fährt in eine weiße Wand. Streulicht braucht Streuzentren, und die liefert genau diese Schicht. Ein sauberes Visier ist im September der billigste Ausrüstungsgegenstand, den du haben kannst. Und die Sonnenblende oder das getönte Visier nimmst du ab jetzt wieder mit, auch wenn es morgens neblig losgeht - gebraucht wird beides genau in den zwei Fenstern von eben, früh nach Osten und spät nach Westen. Voraussetzung ist allerdings dieselbe: klar und kratzerfrei. Eine zerkratzte Tönung macht aus tief stehender Sonne eine Milchglasscheibe und ist schlechter als gar keine.

WERBUNG

🛒 Das Visier und die Hände

Der Absatz darüber nennt das saubere Visier als billigsten Ausrüstungsgegenstand des Monats. Die beiden Positionen danach gehören zu der Stelle weiter unten, an der es um acht Grad am Morgen und die Feinmotorik am Bremshebel geht.

Die Lage mehr am Oberkörper, die der Text ebenfalls nennt, steht hier bewusst nicht: ob unter deine Jacke überhaupt noch etwas passt, entscheidet die Jacke, die du schon hast.

Die mit * gekennzeichneten Links sind Provisionslinks. Kommt über einen solchen Link ein Einkauf zustande, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Wo, wann und ob du ein Produkt kaufst, bleibt selbstverständlich dir überlassen. Für die Aufnahme in diese Liste zahlt niemand: Die Auswahl trifft die Redaktion unabhängig.

Die andere Hälfte: Laub, Ernte, Wespen, Dämmerung

Ein Text, der nur die guten Seiten aufzählt, ist eine Werbebroschüre. Hier also die Gegenrechnung, und sie ist nicht kurz.

Das Tageslicht geht schnell. Mitte September hat Mitteleuropa noch rund zwölfeinhalb Stunden zwischen Sonnenauf- und -untergang, Mitte Oktober keine elf mehr. Gut anderthalb Stunden weniger, und sie fehlen dort, wo man sie am ehesten braucht: am Ende einer Tour, wenn noch fünfzig Kilometer übrig sind.

Das Laub liegt genau dort, wo es am wenigsten sein sollte. Nicht auf der Geraden, wo es der Fahrtwind wegräumt, sondern am Kurvenrand unter Bäumen - in der Kurveninnenseite bergab, im schattigen Waldstück nach der Brücke. Nasses Laub auf glattem Belag ist im Griff mit einer Ölspur verwandt, und es trocknet dort nicht, weil dort den ganzen Tag keine Sonne hinkommt.

Dann die Ernte. Das Getreide ist um diese Zeit längst herunter, dafür fangen jetzt Mais- und Rübenernte an. Häcksler, Roder und Traktoren mit vollen Anhängern sind auf denselben Landstraßen unterwegs wie du, und was von deren Rädern fällt, bleibt liegen. Eine Feldausfahrt hinter einer Kuppe ist im September eine andere Situation als im Juni.

Zu den Wespen, weil in fast jedem Herbsttext steht, sie seien weg: Sie sind nicht weg, und der September ist ausgerechnet ihr Monat. Das Volk baut sich das ganze Frühjahr und den Sommer über auf und erreicht seine größte Stärke erst im Spätsommer - bei den beiden Arten, die uns am Rastplatz begegnen, bis in den September hinein. Danach zerfällt der Staat.

Der Grund für den Ärger ist dabei ein anderer, als die meisten denken. Fleisch und Wurst holen Wespen den Sommer über für die Brut, nicht für sich selbst; erwachsene Tiere leben von Zuckerhaltigem, und einen guten Teil davon liefern ihnen bis dahin die eigenen Larven. Fällt die Brut weg, fällt diese Quelle weg - und die Tiere suchen sich Ersatz.

Deshalb dreht sich im September fast alles um Süßes: die offene Cola, den Apfelsaft, das Eis am Kiosk. Je nach Art und Witterung zieht sich das bis in den Oktober, und erst mehrere Frostnächte hintereinander beenden es. Wer am Rastplatz die offene Flasche stehen lässt, das Visier dazu und danach beides wieder benutzt, weiß, wovon hier die Rede ist.

Beim Wild ist die Nachricht dagegen besser, als der allgemeine Herbstalarm vermuten lässt. Die Gipfel der Wildunfälle liegen im April und Mai sowie zwischen Oktober und Dezember. Der September liegt genau dazwischen - die Maisernte hat gerade erst begonnen, die Deckung an den Feldrändern steht also noch, und die Zeitumstellung, die den Feierabendverkehr in die Dämmerung schiebt, kommt erst Ende Oktober. Das ist einer der wenigen Punkte, an denen der September dem Oktober tatsächlich messbar überlegen ist.

Die Temperaturspanne spielt im Sommer keine Rolle und im September sehr wohl. Ein Septembertag hat morgens acht Grad und mittags zweiundzwanzig, und wenn eine Passhöhe dazwischenkommt, sind es innerhalb einer Stunde noch einmal acht Grad weniger. Dieselbe Kombi, die um halb elf angenehm war, ist um vier zu dünn. Und kalte Hände kosten dich mehr als Komfort: Was da nachlässt, ist die Feinmotorik am Bremshebel und am Gasgriff, und zwar bevor du es merkst. Der Reifen merkt die kühlere Luft übrigens auch dann, wenn der Belag warm ist: Im Fahrtwind gibt er laufend Wärme ab und braucht deshalb länger auf Temperatur als im Juli.

Zum Schluss der Morgen. Eine Fahrbahn, die um acht Uhr trocken aussieht, kann feucht sein, weil sich über Nacht Tau abgesetzt hat und die Sonne noch nicht hinkommt. Bei manchen Stellen kommt sie den ganzen Tag nicht mehr hin: Nordhänge und enge Waldkehren stehen ab September so tief im Schatten, dass sie nach einem Regen tagelang feucht bleiben. Später losfahren muss deshalb niemand. Die erste halbe Stunde ernst nehmen schon. Motorradfahren im September ist deshalb genauso eine Frage der Tageseinteilung wie der Ausrüstung.

Drei Wochen Motorradfahren im September, nicht drei Monate

Drei Wochen sind wirklich drei Wochen. Die Überschrift übertreibt nicht, sie beschreibt den Kern der Sache.

Vor Mitte September stehen die Straßen noch voll. Ab Anfang Oktober fällt das Tageslicht so schnell weg, dass eine Tour ohne Rückweg im Halbdunkel kaum noch aufgeht, und in den Alpen fangen die Pässe an, morgens Raureif zu haben. Was dazwischen liegt, sind ungefähr drei Wochen. Manchmal vier.

Garantiert ist auch das nicht. Auf zweitausend Metern kann schon Mitte September über Nacht Schnee fallen und eine Passstraße für ein, zwei Tage dichtmachen. Das ist kein Grund, die drei Wochen abzuschreiben - es ist ein Grund, die Strecke am Vorabend noch einmal nachzusehen, statt am nächsten Morgen zweihundert Kilometer umsonst zu fahren.

Sie sehen anders aus als eine Sommertour, und wer sie wie eine Sommertour plant, verschenkt sie. Später los, weil vor zehn ohnehin nichts gewonnen ist. Früher zurück, weil die Dämmerung nicht verhandelt. Eine Lage mehr am Oberkörper, weil zwischen dem Tal um vier und der Passhöhe um fünf leicht acht Grad liegen. Und die Rückfahrt eine Stunde früher ansetzen, als der Sonnenuntergang es nahelegt: In einem tiefen Tal steht die Sonne längst hinter dem Grat, während der Kalender rechnerisch noch Licht ausweist. Die Temperatur folgt dieser Schattenkante übrigens nicht langsam, sondern sofort.

Wie das aussieht, wenn es gut läuft, ist schnell erzählt. Halb sechs am Nachmittag, ein Parkplatz auf tausendachthundert Metern. Der Kiosk hat zu, die Bänke sind noch warm, drei Motorräder stehen da, und die Leute daneben reden nicht viel. Unten liegt das Tal schon im Schatten, oben steht die Sonne noch flach über dem Grat und zieht jede Falte im Fels lang. Es ist ruhig genug, dass man den abkühlenden Krümmer knacken hört.

Sechs Wochen später steht da oben eine Schranke.

❓ Häufige Fragen zur Motorradsaison im September

Warum sind die Straßen ab Mitte September so viel leerer?

Weil der Schulbetrieb im gesamten DACH-Raum wieder läuft. 2026 startet Baden-Württemberg am 14. September, Bayern am 15. - das ist der späteste Schulstart in Deutschland. Österreich ist gestaffelt am 7. und 14. September dran, die Schweiz je nach Kanton seit Mitte August. Damit verschwinden Wohnmobile, Reisebusse und Familienautos innerhalb weniger Tage von den Ausflugsstrecken.


Ist der Asphalt im September wirklich besser als im Frühjahr?

Bei gleicher Lufttemperatur in der Regel ja. Der Untergrund unter dem Belag folgt der Luft mit wochenlanger Verzögerung: Im April kommt er aus dem Winter, im September aus dem Sommer. Das gilt aber nur für den Jahresverlauf. Innerhalb eines Tages ist der Belag am Morgen weiterhin kälter als die Luft, gerade im Schatten.


Sind die Alpenpässe im September noch offen?

In der Regel ja, die großen Straßen fahren ihre Saison bis in den Oktober oder November. Was sich ändert, sind die Öffnungszeiten: Die Großglockner Hochalpenstraße etwa öffnet ab dem 1. September erst um sechs Uhr und schließt um halb acht abends, im Hochsommer war es halb sechs bis neun. Auf zweitausend Metern kann allerdings schon im September über Nacht Schnee fallen und eine Straße für ein, zwei Tage dichtmachen. Ein Blick auf den aktuellen Status der Strecke gehört deshalb zur Anfahrt dazu.


Sind Wespen im September kein Thema mehr?

Doch, und zwar mehr als im Hochsommer. Die Völker sind jetzt am größten, danach zerfällt der Staat. Weil die Brut wegfällt, verlieren die erwachsenen Tiere ihre bisherige Zuckerquelle und suchen sich Ersatz - deshalb geht es im Herbst nicht um Wurst, sondern um alles Süße am Rastplatz. Bis in den Oktober ist mit ihnen zu rechnen, erst mehrere Frostnächte hintereinander beenden das.


Steigt die Wildunfallgefahr im September schon an?

Noch nicht spürbar. Die beiden Jahresgipfel liegen im April und Mai sowie zwischen Oktober und Dezember. Im September fängt die Maisernte gerade erst an, die Deckung an den Feldrändern steht also noch, und die Zeitumstellung, die den Feierabendverkehr in die Dämmerung schiebt, kommt erst Ende Oktober.

Vorheriger Artikel

Nächster Artikel

Lade nächsten Beitrag...
Folgen
Suche
Jetzt beliebt
Wird geladen

Anmeldung in 3 Sekunden …

Registrierung in 3 Sekunden …