
Samstagvormittag, Kaffee, Tourvorbereitung. Kette angeschaut, Reifen angeschaut, Bremse angeschaut, Kühlmittel angeschaut. Alles in Ordnung, Häkchen im Kopf. Zwei Wochen später steht in der Werkstattrechnung ein Reifen mit einem Nagel drin, den du zweimal in der Hand hattest.
Nicht aus Nachlässigkeit. Das Motorrad stand die ganze halbe Stunde auf dem Seitenständer, und der Seitenständer ist zum Parken gebaut, nicht zum Prüfen. Was du dabei gemessen und angesehen hast, war nicht falsch - es war nur unter Bedingungen aufgenommen, die die Hälfte der Befunde verstecken.
Der Seitenständer verändert nicht eine Sache an deinem Motorrad, sondern drei, und sie haben nichts miteinander zu tun. Das ist der Grund, warum die Fehler so unterschiedlich aussehen und trotzdem alle dieselbe Ursache haben.
Genauso nützlich ist die Gegenliste, weil sie dich vor Übereifer schützt. Der Reifendruck ändert sich durch die Schräglage nicht, die Profiltiefe an einer sichtbaren Stelle auch nicht, und ein Ölfleck auf dem Boden bleibt ein Ölfleck. Was sich nicht auf Schwerkraft, Federweg oder Drehung stützt, darfst du bedenkenlos auf dem Seitenständer prüfen.
Aus diesen drei ergibt sich der Rest. Wer weiß, welche der drei Größen eine Prüfung braucht, weiß auch sofort, ob der Seitenständer dafür reicht.
Rechne kurz mit. Ein Ausgleichsbehälter für Kühlmittel ist grob acht Zentimeter breit, und ein Seitenständer legt die Maschine je nach Modell um gut zehn bis fünfzehn Grad. Der Flüssigkeitsspiegel bleibt dabei waagerecht, der Behälter kippt darunter weg. Ergebnis bei zwölf Grad: An der einen Behälterwand steht die Flüssigkeit rund anderthalb bis zwei Zentimeter höher als an der gegenüberliegenden, und an der Wand mit der Markierung liest du je nachdem, wo sie sitzt, fast einen Zentimeter zu viel oder zu wenig ab. Zwischen MIN und MAX liegen an vielen Behältern nicht viel mehr als das.
Damit ist die Aussage klar: Ein Kühlmittelstand, der auf dem Seitenständer bei MAX steht, kann senkrecht auf MIN stehen, und umgekehrt. Beides kommt vor, und zwar nicht, weil das Motorrad mal so und mal anders stünde - der Seitenständer sitzt bei praktisch jeder Maschine links, es neigt sich also immer zur selben Seite. Entscheidend ist, wo der Behälter steht: Sitzt er rechts, also auf der hohen Seite, liest du zu wenig ab und füllst nach, obwohl nichts fehlt. Sitzt er links, auf der tiefen Seite, liest du zu viel ab und übersiehst, dass etwas fehlt. Genau dasselbe gilt für den Bremsflüssigkeitsbehälter am Lenker und für den kleinen hinteren Behälter unter der Sitzbank.
Beim Ölstand gilt im Grundsatz dasselbe, nur mit einer Ausnahme, die du kennen solltest: Der weit überwiegende Teil der Straßenmotorräder will senkrecht gemessen werden, einzelne Hersteller schreiben die Messung dagegen ausdrücklich auf dem Seitenständer vor. Welcher Fall bei dir gilt, entscheidet allein das Handbuch. Und die Richtung des Fehlers ist eindeutig: Sitzt das Schauglas rechts, steht es auf dem Seitenständer auf der hohen Seite und wirkt deshalb zu leer. Wer daraufhin nachfüllt, hat hinterher zu viel Öl im Motor - und das ist der teurere der beiden Fehler.
Der zweite Kandidat ist das Licht. Wer den Scheinwerfer an der Garagenwand kontrolliert, misst eine Höhe und eine seitliche Lage. Auf dem Seitenständer wandert der Lichtkegel zur Seite und verkippt zusätzlich, weil der Scheinwerfer weit oben sitzt und die Neigung sich über die Höhe aufaddiert. Was du an der Wand siehst, hat mit deiner Einstellung dann wenig zu tun.
Und der dritte, den fast niemand auf der Rechnung hat: das eigene Auge. Ob eine Gabel verzogen steht, ob das Hinterrad in der Flucht läuft, ob der Lenker mittig steht - all das schätzt dein Kopf gegen die Senkrechte ab, die er sich aus der Umgebung baut. Steht das Motorrad schief, ist diese Referenz kaputt, und du siehst Fehler, die keine sind, oder übersiehst welche, die es gibt.
Ein Nebeneffekt gehört noch dazu, der mit der Neigung nur indirekt zu tun hat, nämlich der eingeschlagene Lenker. Wer sein Motorrad auf dem Seitenständer abstellt, dreht die Gabel fast immer bis zum Anschlag nach links, sonst steht die Maschine unsicher. In dieser Stellung liegt vorn nichts so, wie es beim Fahren liegt. Bremsschlauch und Züge sind gespannt, das Vorderrad steht quer, und eine Reifenflanke ist verdeckt, während die andere hervorsteht. Beurteilst du dort Verschleiß, Verlegung oder Freigängigkeit, beurteilst du eine Ausnahmestellung.
Hier wird es interessant, weil die verbreitete Regel „Kette misst du niemals auf dem Seitenständer“ so nicht stimmt. Mehrere Hersteller schreiben die Messung genau dort vor, samt Zahlenwert. In den Bedienungsanleitungen der Suzuki V-Strom 650 und der GSX-S750 etwa steht schlicht: Motorrad auf den Seitenständer stellen, Durchhang in der Mitte zwischen den beiden Kettenrädern messen, Sollwert 20 bis 30 Millimeter. Der Grund ist praktisch: Einen Seitenständer hat jedes Motorrad dabei, einen Hauptständer nicht.
Was tatsächlich zählt, ist nicht die Neigung, sondern die Federung. Der Durchhang einer Kette hängt davon ab, wie weit Ritzel, Schwingenlager und Hinterachse gerade auseinanderliegen, und dieser Abstand ändert sich über den Federweg. Am straffsten steht die Kette in dem Moment, in dem die drei Punkte auf einer Linie liegen - deshalb braucht sie überhaupt Durchhang.
Dieselbe Kette liefert je nach Zustand also völlig verschiedene Zahlen. Fahrer, die es nachgemessen haben, berichten von grob drei Zentimetern unter Last mit Fahrer, gut vier auf dem Seitenständer und rund sieben auf dem Hauptständer mit freiem Hinterrad. Wer den Wert aus dem Handbuch nimmt und ihn im falschen Zustand einstellt, spannt die Kette entweder deutlich zu straff oder lässt sie zu lose - beides mit realen Folgen für Kettensatz, Schwingenlager und Getriebeausgang.
Also gilt hier die einzige Regel, die dich nicht in die Irre führt: Miss in dem Zustand, den dein Handbuch nennt. Beachte immer die Freigaben und Angaben in deinem Fahrzeughandbuch, gerade bei diesem Wert. Steht dort nichts Eindeutiges, dann miss immer im selben Zustand und notier dir, welcher es war - ein konstanter Bezugspunkt ist mehr wert als der theoretisch richtigere.
Was der Seitenständer dir bei der Kette wirklich nimmt, ist etwas anderes: das Drehen. Eine Kette wird nicht gleichmäßig lang. Sie hat Stellen, an denen sie strammer sitzt als anderswo, und eingestellt wird an der strammsten. Die findest du nur, indem du das Rad in mehreren Schritten weiterdrehst und jedes Mal neu misst.
Es gibt allerdings einen Weg, beides zu bekommen. Roll das Motorrad im Leerlauf ein paar Meter vor und zurück und taste dabei den Durchhang immer wieder ab. Wo die Kette am strammsten sitzt, markierst du das Kettenglied mit einem Tupfer Farbe oder einem Kabelbinder. Danach stellst du die Maschine so ab, wie das Handbuch es für die Messung verlangt, drehst die Markierung an die richtige Stelle und misst genau dort. So bekommst du die strammste Stelle und den vorgeschriebenen Zustand in einem Durchgang.
Noch etwas, das den Seitenständer bei der Kette unbrauchbar macht: die Sicht. Der Ständer sitzt links, du kniest also links, und die Kette läuft auf derselben Seite. Bequem einsehbar ist dabei nur der untere Trum, der zwischen Schwinge und Boden Platz hat. Der obere liegt im Schatten von Rahmen und Fußraste, und genau dort arbeitet die Kette beim Beschleunigen auf dem Gleitschutz der Schwinge. Wie weit der schon eingelaufen ist, siehst du von unten nicht.
Ein Motorradreifen hat je nach Größe knapp zwei Meter Umfang. Was du von einem stehenden Rad frei einsehen kannst, ist der obere Bogen, vielleicht ein Drittel davon, und der interessanteste Teil ist ausgerechnet dauerhaft unsichtbar: die Aufstandsfläche, mit der der Reifen gerade auf dem Boden steht.
Genau dort steckt der Nagel. Genau dort sitzt der Schnitt, den du beim Überfahren einer Bordsteinkante geholt hast. Und genau dort liegt die Stelle, die sich nach einer langen Standzeit verändert.
Dieselbe Stelle erklärt übrigens auch das Rubbeln nach dem Winter. Nach einer längeren Standzeit hat ein Reifen dort eine leicht abgeflachte Zone, die sich beim Losfahren als Rubbeln bemerkbar macht und sich meistens nach wenigen Kilometern wieder auswalzt. Ob sie harmlos ist, entscheidet sich daran, wie tief sie ist - und auch das siehst du nur, wenn du das Rad einmal komplett durchdrehst.
Dieselbe Logik gilt für fünf weitere Prüfungen, die am stehenden Rad nichts taugen:
Die Bremsscheibe zeigt ihren Seitenschlag - das seitliche Taumeln, das du später als Pulsieren im Hebel spürst - und eine ungleichmäßige Verschleißkante erst, wenn sie sich dreht. Der Rostring, der sich nach einer feuchten Woche bildet, sitzt fast immer auf der Seite, die gerade unten steht. Die Kette hat neben den strammen Stellen auch steife Glieder, und ein steifes Glied zeigt sich erst, wenn es einmal um das Ritzel herumläuft. Und das Radlager prüfst du überhaupt nur mit angehobenem Rad: Eine Hand oben, eine unten, seitlich rütteln, dann drehen und auf das Geräusch hören. Am belasteten Rad merkst du davon nichts.
Bleibt die fünfte: die Frage, ob eine Bremse schleift. Ein Rad, das sich frei drehen lässt und dann sauber ausläuft, sagt dir in zwei Sekunden mehr über den Zustand von Sattel und Kolben als jede Sichtprüfung. Auf dem Seitenständer bekommst du diese Information gar nicht.
Das sind sechs Befunde - Aufstandsfläche, Bremsscheibe, Rostring, steifes Kettenglied, Radlager, schleifende Bremse - und alle sechs hängen an derselben Bedingung: Das Rad muss sich drehen lassen. Genau die erfüllt der Seitenständer nicht, und genau deshalb war der Nagel vom Anfang zwei Wochen lang unsichtbar.
Sicherheitshinweis: Für nichts von alledem legst du dich unter ein Motorrad, das auf dem Seitenständer steht. Der Ständer trägt in genau einer Richtung, und schon ein kräftiger Zug am Rad kann die Maschine über den Kippunkt bringen. Wer unter das Motorrad muss, hebt es vorher richtig auf und sichert es zusätzlich gegen Wegrollen.
Aus den drei Größen ergibt sich eine Reihenfolge, die eine Kontrolle deutlich schneller macht, weil du nichts zweimal anfassen musst.
Zuerst alles, was das Motorrad senkrecht braucht, aber auf den Rädern stehen darf: Flüssigkeitsstände, Scheinwerfereinstellung an der Wand, ein Blick von vorn und von hinten auf die Flucht. Dafür reicht ein Helfer, der die Maschine am Lenker hält, oder ein Hauptständer, sofern deiner das Motorrad wirklich senkrecht stellt. Den Reifendruck machst du gleich mit; ihn stört die Neigung zwar nicht, aber du bist ohnehin schon unten am Rad.
Innerhalb dieses ersten Blocks lohnt sich eine feste Reihenfolge, weil das Motorrad dabei nur einmal senkrecht stehen muss. Erst die Behälter, weil die Flüssigkeit ein paar Sekunden braucht, um zur Ruhe zu kommen. Dann der Blick von vorn und hinten auf die Flucht, solange die Maschine noch gehalten wird. Und zum Schluss das Licht an der Wand, weil du dafür ohnehin ein Stück zurückrollen musst.
Danach alles, was ein freies Rad braucht: Reifen im ganzen Umfang, Bremsscheiben, Kette über die volle Länge, Radlager, Leichtgängigkeit. Dafür kommt die Maschine auf Ständer, Heber oder Hauptständer, ein Rad nach dem anderen.
Und zuletzt das, wofür der Seitenständer tatsächlich taugt: alles, was am stehenden Motorrad ohnehin gleich aussieht. Ein Blick auf Schrauben und Leitungen, ein Blick unter den Motor auf den Boden, ein Griff an den Bremshebel.
Für den zweiten Block gibt es eine Abkürzung, die viele nicht kennen: Du brauchst nicht beide Räder gleichzeitig frei. Ein Montageständer unter der Schwinge hebt das Hinterrad, und für das Vorderrad reicht bei vielen Maschinen ein stabiles Brett unter dem Hauptständer oder ein Heber unter dem Motor. Wer das nacheinander macht, kommt mit einem Ständer aus und braucht keine Werkstattausrüstung. Bevor der Heber daruntergeht, leg dich aber einmal hin und schau nach, worauf er eigentlich drücken würde. Bei vielen aktuellen Naked Bikes und Reiseenduros laufen die Auspuffkrümmer quer unter dem Motor durch, und die tragen kein Motorradgewicht - sie werden platt. Dasselbe gilt für die Ölwanne und für Verkleidungsteile. Der Aufnahmepunkt gehört an eine tragende Stelle am Rahmen oder an einen Motorschutz, und welche das ist, steht im Handbuch.
Ein Wort zum Helfer, weil das der billigste Teil der Übung ist. Ein Mensch, der die Maschine am Lenker senkrecht hält, kostet nichts und dauert zwei Minuten. Sicherer wird es, wenn er sich dabei aufsetzt statt danebenzustehen: Mit beiden Füßen am Boden fängt er ein Kippen ab, das er im Stehen neben einer vollgetankten Maschine nur noch begleiten könnte. Für Flüssigkeitsstände ändert sein Gewicht nichts. Nur bei der Kette darfst du das nicht verwechseln - sitzt jemand drauf, misst du den Wert unter Last und nicht den vom Ständer. Für Fahrer ohne Hauptständer und ohne Montageständer ist das der komplette Unterschied zwischen einer echten und einer halben Kontrolle.
Sicherheitshinweis: Beim Aufbocken kippt ein Motorrad genau in dem Moment weg, in dem beide Hände am Ständer sind. Deshalb bleibt eine Hand am Motorrad: Die linke hält den Lenker, die rechte greift den Rahmen oder den Haltegriff hinten, und der Fuß drückt den Hauptständer herunter. Gezogen wird nach hinten und nach unten, nicht gehoben. Der Lenker steht dabei gerade, der Gang ist eingelegt, der Untergrund ist eben und fest - auf Kies oder weichem Asphalt sinkt der Ständerfuß ein, und dann passiert es doch. Wer mit einem Heber unter dem Motor arbeitet, sichert die Maschine zusätzlich gegen seitliches Wegrutschen, denn sie steht dabei auf einer sehr kleinen Fläche.
Zum Schluss der Vergleich, für den du nichts brauchst außer zwei Minuten. Sieh dir den Kühlmittelbehälter auf dem Seitenständer an und merk dir, wo der Spiegel steht. Dann bitte jemanden, das Motorrad senkrecht zu halten, und sieh noch einmal hin. Bei vielen Maschinen liegt genau zwischen diesen beiden Bildern der Unterschied zwischen „passt“ und „nachfüllen“.
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Die erste Position löst die Bedingung, an der die sechs Befunde von oben hängen: Das Rad muss sich drehen lassen. Die beiden Messgeräte darfst du dagegen auch auf dem Seitenständer benutzen.
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Manche Fehler entstehen durch Faulheit, andere durch eine Gewohnheit, die niemand hinterfragt. Das Motorrad auf dem Seitenständer zu prüfen, gehört zur zweiten Sorte. Es fühlt sich richtig an, schließlich schaust du ja hin.
Das Bild, das ich dabei im Kopf habe, ist eine Personenwaage auf einem schrägen Tisch. Sie zeigt eine Zahl, sie funktioniert einwandfrei, sie ist nicht defekt. Sie beantwortet nur eine andere Frage als die, die du gestellt hast.
Fünf Minuten. So lange dauert es, das Motorrad senkrecht zu stellen und ein Rad frei zu bekommen. Danach gilt jede Zahl, die du abliest, und jede Fläche, die du ansiehst, tatsächlich für dein Motorrad und nicht für dessen Schräglage. Mit der einen Ausnahme, die dieser Artikel offengelassen hat: Wo dein Handbuch einen bestimmten Zustand vorschreibt, gilt dieser Zustand - und bei der Kette ist das oft genug der Seitenständer.
Darf ich den Kettendurchhang auf dem Seitenständer messen?
Ja, wenn dein Handbuch es so vorgibt - mehrere Hersteller schreiben genau das vor. Entscheidend ist nicht die Neigung, sondern der Federungszustand: Dieselbe Kette zeigt auf dem Seitenständer, auf dem Hauptständer und unter Last drei verschiedene Werte.
Warum stimmt der Kühlmittelstand in Schräglage nicht?
Weil der Flüssigkeitsspiegel waagerecht bleibt, während der Behälter mitkippt. Ein Seitenständer legt die Maschine um gut zehn bis fünfzehn Grad; bei einem acht Zentimeter breiten Behälter steht die Flüssigkeit dann an einer Wand rund zwei Zentimeter höher als an der anderen. An der Markierung selbst ist das knapp ein Zentimeter Fehler nach oben oder unten - oft genug, um MIN und MAX zu vertauschen.
Reicht der Hauptständer als Ersatz?
Für die Flüssigkeitsstände ja, sofern er die Maschine wirklich senkrecht stellt. Für die Kette nicht ohne Weiteres, weil dabei das Hinterrad frei hängt und die Federung voll ausgefedert ist - das ergibt einen deutlich größeren Durchhang als vorgesehen.
Was übersehe ich am stehenden Rad?
Vor allem die Aufstandsfläche, also genau die Stelle, an der ein Nagel oder ein Schnitt sitzt. Dazu den Seitenschlag der Bremsscheibe, steife Kettenglieder, den Zustand des Radlagers und die Frage, ob eine Bremse schleift.
Wie stelle ich das Motorrad ohne Hauptständer senkrecht?
Mit einem Helfer, mit einem Montageständer unter der Schwinge oder mit einem Heber unter dem Rahmen. Der Helfer ist die billigste Variante und reicht für alles, was nur die Senkrechte braucht - am sichersten sitzt er dabei auf dem Motorrad und hat beide Füße am Boden.
Wofür taugt der Seitenständer beim Prüfen dann noch?
Für alles, was die Schräglage nicht verändert: ein Blick auf Schrauben, Leitungen und Schläuche, die Suche nach Flecken auf dem Boden, ein Griff an die Hebel. Sobald etwas gemessen, abgelesen oder gedreht werden muss, reicht er nicht mehr.
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