Die lange Linkskurve hinter dem Ortsausgang kennst du seit Jahren. Trotzdem gehst du jedes Mal früher als nötig vom Gas, die Arme werden steif, und der Blick fällt auf die
Die lange Linkskurve hinter dem Ortsausgang kennst du seit Jahren. Trotzdem gehst du jedes Mal früher als nötig vom Gas, die Arme werden steif, und der Blick fällt auf die
Es gibt Stürze, die beenden ein Rennen. Und es gibt Stürze, die ein Rennen erst zur Geschichte machen. Was Lotte van Drunen am Wochenende beim WMX-Auftakt in Lacapelle-Marival ablieferte, gehört
Eine Rechtskurve, die sich hinter dem Eingang zuzieht. Du gehst vom Gas, und dein Blick bleibt am Leitpfosten hängen, der außen auf der anderen Straßenseite steht. Genau auf den hältst
07:30 Uhr, irgendwo in den Bergen Andorras. Minus acht Grad. Ein Schneesturm peitscht über die Gipfel, und im Fahrerlager – wenn man das überhaupt so nennen kann – steht ein
Stell dir vor, du bist 15 oder 16 Jahre alt, du fährst dein drittes Saisonrennen in der EMX125 2026 – Riola Sardo, Sardinien – und du liegst vorne. Führst das
Stell dir vor, du bist 15. Du hast in den letzten drei Jahren jede freie Minute auf kleinen Rennstrecken verbracht. Dein Schulheft ist voller Bremspunkte statt Mathe-Formeln. Und dann kommt
Sonntagmorgen, kurz nach sieben. München schläft noch. Du nicht. Der Tank ist voll, die Luft riecht nach nassem Gras und kaltem Asphalt, und auf dem Mittleren Ring bist du der
An der Zapfsäule, den Helm über dem Unterarm, fragt dich jemand, ob du die Maschine selbst fährst. Du nickst, hängst den Zapfhahn ein und gehst zahlen. Hinter der Frage steckt
Du stehst auf dem Parkplatz, den Schlüssel in der Hand, und die neue Jacke riecht noch nach Leder. Zehn Jahre. Zehn Jahre ohne Fahrtwind am Helm, ohne das Vibrieren des
Erste Kurve, Schwarzwald, Mai. Hinter dir sitzt jemand, der dir vertraut. Jemand, der nicht sieht, was du siehst - den Schotter im Scheitelpunkt, die Ölspur vor der Einfahrt. Jemand, dessen






