Warum dein Gasgriff von allein zugehen muss

Motorrad aufbocken, Gang raus, Motor an. Warm laufen lassen, Hand an den Gasgriff. Jetzt den Lenker bis zum linken Anschlag drehen, kurz Gas geben, loslassen. Dann dasselbe nach rechts. Die Drehzahl muss beide Male sauber auf Standgas fallen. Das ist die ganze Prüfung, und sie dauert eine halbe Minute.

Der Test in dreißig Sekunden

Warum beide Anschläge? Weil der Gaszug am Lenkkopf vorbeiläuft und beim Einschlagen einen Bogen mehr machen muss. Bei geradem Lenker hat er Luft. Bei vollem Einschlag nicht mehr unbedingt.

Genau deshalb steht die Prüfung in dieser Form in den Werkstattanleitungen: Motor im Leerlauf, Lenker von Anschlag zu Anschlag, und die Standgasdrehzahl darf sich dabei nicht verändern. Nicht steigen, nicht hängen bleiben, nicht langsam zurückkriechen. Fällt sie in einer Stellung nicht auf denselben Wert wie in der anderen, hast du einen Befund.

Dazu die kalte Variante, für die du den Motor gar nicht brauchst. Zündung aus, Griff mit zwei Fingern bis zum Anschlag aufdrehen, loslassen. Der Griff muss von selbst zurückschnappen, spürbar und mit einem leisen Klack am Endanschlag. Kein zögerliches Zurückwandern. Kein Nachschieben mit der Hand. Wiederhole das bei geradem und bei voll eingeschlagenem Lenker.

Ein Zwischenschritt lohnt sich, wenn du unsicher bist, ob der Griff wirklich zäh ist oder ob du dir das einbildest. Vergleich ihn mit dem Kupplungshebel: Der geht zurück, weil eine Feder ihn zurückdrückt, und das fühlt sich satt und eindeutig an. Genau dieses Gefühl muss der Gasgriff auch haben. Alles, was sich weich, träge oder gebremst anfühlt, ist ein Befund - auch dann, wenn der Griff am Ende irgendwann doch zumacht.

Wer das ein Mal gemacht hat, merkt schnell, wie selten es jemand macht. Der Griff wird im Alltag ja immer von der Hand zurückgedreht. Die Feder hat jahrelang nie allein arbeiten müssen, und wenn sie es nicht mehr kann, fällt es niemandem auf.

⚠️ Sicherheitshinweis: Für den Test mit laufendem Motor gehört das Motorrad sicher auf den Hauptständer oder einen Montageständer, Gang raus, und niemand steht hinter dem Hinterrad. Nicht auf dem Seitenständer prüfen: Wenn du am Lenker drehst und die Maschine dabei kippt, hast du beide Hände am falschen Ort. Und niemals in der geschlossenen Garage laufen lassen, Kohlenmonoxid riechst du nicht.

Die eine Richtung, die nicht von dir kommt

Am Motorrad gibt es viele Bedienelemente. Bremshebel, Kupplung, Schalthebel, alle machen genau das, was deine Hand oder dein Fuß gerade vorgibt. Der Gasgriff ist der einzige, bei dem eine Richtung nicht von dir kommt.

Aufdrehen: deine Hand. Zudrehen: eine Feder. Bei Maschinen mit zwei Zügen kommt ein zweiter Zug dazu, der Schließerzug, und der zieht die Drosselklappe aktiv zu. Beide Konstruktionen haben denselben Sinn. Wenn deine Hand aus irgendeinem Grund nicht mehr am Griff ist, geht das Gas zu.

Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit, bis du den Moment durchspielst, in dem sie fehlt. Rangieren auf dem Hof, Schrittgeschwindigkeit, linke Hand an der Kupplung, rechte am Bremshebel, weil du gleich anhalten willst. Der Griff hängt zehn Prozent offen. Der Motor zieht gegen die Bremse, du greifst fester, der Anhalteweg wird länger, und dein Kopf sucht sekundenlang nach der Ursache statt nach der Lösung. Bei Schrittgeschwindigkeit ist das eine Schrecksekunde. Auf einer Bergstraße mit Kehren, wo du ohnehin am schleifenden Kupplungspunkt arbeitest, wird daraus mehr.

Der zweite Fall ist noch unangenehmer und kommt bei Einsteigern regelmäßig vor: Beim Umgreifen oder in einer Schrecksituation rutscht die Hand ab. Ein gesunder Griff geht in diesem Moment zu, ganz ohne dich. Ein zäher Griff bleibt einfach stehen, wo er war.

Ob deine Maschine einen oder zwei Züge hat, siehst du mit einem Blick. Schau am Gasgriff nach, wie viele Hüllen unter der Armatur herauskommen. Und der zweite Zug ist keine Doppelung aus Vorsicht, sondern Bauteil. Bei Flachschiebervergasern kann der Ansaugunterdruck den Schieber so fest an die Gehäusewand saugen, dass ihn keine Feder mehr herunterdrückt - der Schließerzug reißt ihn mechanisch zurück. Für die Prüfung ändert das nichts, für die Fehlersuche schon: Bei zwei Zügen muss auch der Schließer sein Spiel haben, sonst arbeitet er gegen den eigenen Anschlag der Drosselklappe.

Ein paar Millimeter, die den Leerlauf halten

Zwischen Griffgummi und Drosselklappe sitzt absichtlich ein bisschen Luft. Dieses Spiel merkst du, wenn du den Griff ganz leicht drehst und noch nichts passiert. Je nach Hersteller sind das etwa zwei bis sechs Millimeter, gemessen als Weg am Rand des Griffgummis - bei den einen steht im Handbuch eine Spanne von zwei bis sechs, bei den anderen von drei bis fünf.

Das Spiel ist kein Schlamperei-Toleranzfeld, sondern Absicht. Ohne diesen Rest zieht der Zug schon in Ruhestellung minimal an der Drosselklappe. Sie schließt dann nicht ganz, das Standgas liegt höher als vorgesehen, und jede Bewegung des Lenkers, jede Wärmeausdehnung und jedes Setzen der Motorlager verschiebt die Drehzahl.

Zu wenig Spiel erkennst du an genau dem Verhalten aus dem Test: Der Motor dreht beim Einschlagen hoch, oder das Standgas klettert, sobald der Motor warm wird. Zu viel Spiel ist die andere Seite. Dann drehst du erst einen ganzen Zentimeter am Griff, bevor überhaupt etwas passiert, und die Dosierung im Kurvenscheitel wird zur Glückssache. Unangenehm, aber nicht gefährlich.

Eingestellt wird das an einer Stellschraube mit Kontermutter. Die sitzt entweder direkt an der Armatur am Lenker oder unten am Drosselklappenstutzen, bei Vergasermaschinen am Vergaserdeckel. Kontermutter lösen, Schraube drehen, Spiel messen, kontern, und danach den Anschlagtest noch einmal machen. Bei der Zielgröße wird nicht geschätzt: Beachte immer die Freigaben und Angaben in deinem Fahrzeughandbuch, dort steht der Millimeterwert für genau dein Modell.

Zwei praktische Hinweise, die leicht untergehen. Erstens: Prüf am betriebswarmen Motor nach. Was du kalt einstellst, stimmt warm nicht zwangsläufig, weil sich Motor und Ansaugtrakt ausdehnen und ein Zug, der kalt gerade noch passt, warm gespannt sein kann. Schreibt dein Handbuch einen bestimmten Zustand vor, gilt natürlich der. Zweitens: Stell das Spiel nie ein, ohne danach beide Lenkeranschläge zu prüfen. Es ist ärgerlich, aber verbreitet, dass jemand am geraden Lenker sauber auf drei Millimeter einstellt und den eigentlichen Fehler dabei gar nicht bemerkt.

Ein Wort zu Maschinen mit elektronischem Gasgriff. Dort gibt es keinen Zug mehr, der Griff sitzt auf einer eigenen Federeinheit mit Sensor. Der Rückstell-Test bleibt trotzdem sinnvoll, denn der Griff selbst kann genauso zäh werden. Nur fällt die Zug-Ursache weg, und du landest schneller beim Griff und beim Lenkerrohr darunter.

Drei Gründe, warum der Gasgriff nicht von allein zugeht

Fast alles, was einen Gasgriff zäh macht, gehört in eine von drei Schubladen.

  • Der Zug selbst. Innen läuft eine Stahlseele, und in die kommt über die Jahre Wasser, Salz und Staub. Das Ergebnis ist Rost auf der Seele oder ein aufgequollener Innenmantel. Typisch: Der Griff geht immer schwerer, unabhängig von der Lenkerstellung, und nach dem ersten Salzwinter deutlich schlechter als davor.
  • Die Hülle und ihre Verlegung. Der Zug braucht eine bestimmte Länge und einen bestimmten Bogen. Wird der Lenker gewechselt, eine Lenkererhöhung gesetzt, ein Tank neu montiert oder der Zug beim Zusammenbau anders geführt als vorher, ändert sich beides. Typisch: Bei geradem Lenker alles gut, bei vollem Einschlag geht die Drehzahl hoch. Genau der Fall aus dem Test.
  • Der Griff und das Rohr darunter. Der Gasgriff ist ein Kunststoffrohr, das auf dem blanken Lenkerende sitzt und sich dort drehen muss. Trocknet der Schmierfilm aus, wird es zäh. Ein neuer Griffgummi, der beim Aufziehen zu weit nach innen gerutscht ist, schleift am Schaltergehäuse. Und Lenkerendengewichte oder Endenspiegel, die zu fest sitzen, drücken das Rohr aus der Rundung.

Auffällig ist, wann diese drei Ursachen zuschlagen. Fast nie mitten in der Saison und fast immer nach einem Eingriff oder nach einer Pause. Der Zug rostet über den Winter, wenn Salzwasser unter die Abdeckkappe kriecht und das Motorrad danach vier Monate steht. Die Verlegung ändert sich in der Stunde, in der neue Spiegel oder ein anderer Lenker montiert werden. Der Griff wird zäh, nachdem jemand ihn mit Bremsenreiniger entfettet hat und das Fett darunter mit weggespült wurde. Wer diese drei Momente kennt, weiß auch, wann der Rückstell-Test fällig ist.

Die Zuordnung ist einfacher, als sie klingt. Häng den Zug am Griff aus, so dass der Griff frei auf dem Lenker sitzt. Dreht er sich jetzt leicht, war der Griff unschuldig. Dann nimm die Seele in die Finger und zieh sie im Zug hin und her: Läuft sie stockend, ist der Zug fällig. Läuft sie leicht, während der Griff mit angehängtem Zug trotzdem hakt, dann klemmt die Hülle irgendwo in ihrer Verlegung, und du suchst den Punkt, an dem sie zu eng um den Lenkkopf geführt ist.

Eine vierte Ursache gehört genau in diese Jahreszeit, auch wenn sie in keine der drei Schubladen passt: nachgerüstete Griffheizungen. Ihr Kabel muss die Drehbewegung des Griffs mitmachen und wird deshalb mit einer kleinen Schlaufe verlegt. Ist die Schlaufe zu knapp bemessen oder mit einem Kabelbinder am Lenker festgezurrt, zieht sie den Griff ab einem bestimmten Winkel zurück oder hält ihn offen. Wer im Herbst nachrüstet, macht den Rückstell-Test hinterher - vor der ersten Fahrt, nicht nach dem ersten kalten Morgen.

Ein Zug, dessen Seele sichtbar Rost angesetzt hat oder an dem einzelne Drähte gebrochen sind, wird nicht geschmiert. Der wird ersetzt. Ein gerissener Gaszug lässt sich am Straßenrand nicht flicken, und die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Ärger.

Zwei Stellen, zwei verschiedene Mittel

Hier machen die meisten denselben Fehler, und er ist gut gemeint. Kriechöl in den Zug sprühen, Kriechöl an den Griff, fertig.

Moderne Züge haben innen einen dünnen Kunststoffmantel, und der ist der Grund, warum sie so leicht laufen. Womit dieser Mantel ausgekleidet ist, hängt vom Hersteller ab: PTFE, also Teflon, kommt genauso vor wie POM oder Polyethylen.

An dieser Stelle muss ich eine verbreitete Erklärung geraderücken, die ich selbst lange weitergegeben habe. Es heißt oft, Öl lasse den Teflonmantel aufquellen. Für Teflon stimmt das nicht, der Werkstoff ist gegen Öl praktisch unempfindlich. Bei den weicheren Kunststoffen kann Weichwerden ein Thema sein, sicher ist auch das nicht - und das eigentliche Problem liegt woanders.

Kriechöl ist nämlich in erster Linie ein Löser. Es spült die vorhandene Schmierung aus dem Zug heraus, und was zurückbleibt, ist ein klebriger Film, der Staub bindet. In der engen Röhre zwischen Seele und Mantel entsteht daraus über die Monate eine Schleifpaste, die sich durch die Innenauskleidung arbeitet. Das Ergebnis ist dasselbe wie beim angeblichen Aufquellen: Der Zug läuft nach der Behandlung schlechter als vorher, nur der Weg dorthin ist ein anderer. Was hilft, ist Silikonspray oder ein Mittel, das ausdrücklich für Bowdenzüge angeboten wird. Ehrlicher ist aber ein anderer Satz: Für kunststoffgefütterte Züge sehen viele Hersteller gar keine Nachschmierung vor. Wenn so ein Originalzug anfängt zu haken, ist er fertig, und der neue Zug ist die Reparatur - die Sprühdose verlängert nur das Problem. Schmieren bleibt die Lösung für alte Züge ohne Innenmantel und für den Fall, dass du unterwegs weiterkommen musst.

Am Griff gilt eine andere Regel, und hier ist weniger tatsächlich mehr. Es geht um die Gleitfläche zwischen Kunststoffrohr und blankem Lenkerende, und dafür schreiben Hersteller in ihren Anleitungen einen hauchdünnen Film vor - mal sauberes Öl, mal ein leichtes Fett. Viel und zäh ist dagegen keine gute Idee: Was aufträgt, bindet Staub und wird im Winter steif, und dann kommt der Griff genau deswegen nicht mehr zurück.

Zum Vorgehen: Das Gasrohr sitzt unter der Armatur, du musst also erst das Schaltergehäuse aufschrauben, den Griff samt Rohr abnehmen und den Zugnippel aushängen. Mit Gewalt am Griffgummi zu ziehen, bringt nichts außer einem gerissenen Gummi. Danach das Lenkerende sauber wischen, den dünnen Film auftragen, alles zurückbauen und den Griff ein paarmal durchdrehen.

Wenn das Rohr schon in deiner Hand liegt, schau dir seine Innenseite an. Dort sammelt sich eine Mischung aus altem Fett, Abrieb und feinem Staub, die sich mit dem Fingernagel abschieben lässt, und genau die ist oft die ganze Ursache. Ein Griff, der auf altem, hartem Fett läuft, kann zäher sein als einer, der völlig trocken läuft - das überrascht viele und erklärt, warum sparsam hier wirklich besser ist.

Was dabei auf keinen Fall passieren darf: Fett oder Silikon auf dem Griffgummi selbst, auf dem Bremshebel oder auf der Bremsscheibe. Ein rutschiger Griffgummi ist genau das Gegenteil von dem, was du erreichen wolltest.

⚠️ Sicherheitshinweis: Kriechöl aus der Dose gehört nicht in einen Bowdenzug. Es spült die Schmierung heraus statt sie zu ersetzen, der Zug wird über die Monate schwergängig, und im schlimmsten Fall bleibt der Griff offen stehen, wo er nicht offen stehen darf. Steht auf der Verpackung deines Zugs nichts anderes: Silikonspray oder ein Zugschmiermittel nehmen - und im Zweifel den Zug tauschen statt fluten.

Manche Fälle löst allerdings kein Schmiermittel. Ein Zug mit gebrochenen Einzeldrähten, eine gequetschte Hülle mit Knick, ein Griffrohr mit Riss - wenn der Gasgriff danach immer noch nicht von allein zugeht, brauchst du Ersatzteile und keine Sprühdose. Ein Gaszug ist ein überschaubarer Posten in der Teileliste, und der Einbau ist eine Feierabendarbeit.

Der Griff, der ohne dich funktioniert

Zwischen einem Gasgriff, der von allein zugeht, und einem, der es nicht mehr tut, liegt kein Bauteil und kein Defekt, den du hören oder sehen könntest. Es liegt nur eine Gewohnheit dazwischen: dass du ihn ohnehin immer selbst zurückdrehst.

Deshalb ist der Rückstell-Test einer der wenigen Handgriffe, die wirklich in die Routine gehören. Nach dem Lenkerwechsel. Nach neuen Griffen. Nach dem Einbau von Endenspiegeln oder Gewichten. Nach dem ersten Winter mit Salz. Und ein Mal im Frühjahr sowieso, zusammen mit Reifendruck und Bremsflüssigkeit.

Fällt der Test durch und du kommst gerade nicht dazu, die Ursache zu suchen: Dann fahr nicht „vorsichtig weiter". Ein Gasgriff, der hängt, wird nicht besser, sondern über die nächsten hundert Kilometer schlechter, und er meldet sich in der Situation, in der du am wenigsten Kapazität hast. Ein Gaszug ist Lagerware, eine Werkstatt braucht dafür eine knappe Stunde.

Eine halbe Minute, und es ist die einzige Prüfung am Motorrad, bei der du nicht kontrollierst, ob etwas funktioniert, sondern ob es auch ohne dich funktioniert. Nimm sie dir vor der nächsten Ausfahrt.

❓ Häufige Fragen zum Gasgriff

Wie viel Spiel darf der Gasgriff haben?

Je nach Hersteller etwa zwei bis sechs Millimeter, gemessen als Drehweg am Rand des Griffgummis. Den genauen Wert für dein Modell nennt die Betriebsanleitung. Ohne dieses Spiel schließt die Drosselklappe nicht sicher, mit zu viel wird die Dosierung schwammig.


Warum steigt die Drehzahl, wenn ich den Lenker einschlage?

Weil der Gaszug beim Einschlagen einen weiteren Bogen machen muss und dabei gespannt wird. Ursache ist fast immer die Verlegung oder die Länge des Zugs, häufig nach einem Lenkerwechsel, einer Lenkererhöhung oder einer Montage, bei der der Zug anders geführt wurde als vorher. Erst die Verlegung prüfen, dann das Spiel nachstellen.


Darf ich WD-40 oder Kriechöl in den Gaszug sprühen?

Besser nicht, auch wenn die verbreitete Begründung falsch ist. Der Teflonmantel im Zug quillt nicht auf, Teflon ist gegen Öl praktisch unempfindlich. Kriechöl wirkt aber als Löser: Es spült die Schmierung heraus und hinterlässt einen klebrigen Film, der Staub bindet - im engen Zug entsteht daraus eine Schleifpaste. Silikonspray oder ein ausdrücklich für Bowdenzüge angebotenes Mittel ist die richtige Wahl.


Was tue ich, wenn der Gasgriff während der Fahrt offen hängen bleibt?

Kupplung ziehen und den Killschalter am rechten Lenkerende betätigen, dann ausrollen und bremsen. Beides liegt unter deinen Fingern, ohne dass du eine Hand vom Lenker nehmen musst. Rechne damit, dass der Motor in der Sekunde dazwischen laut hochdreht und in den Begrenzer läuft - das ist normal und kein Grund, die Kupplung wieder kommen zu lassen. Nach dem Zündschlüssel greifst du dabei nicht: Dafür müsstest du loslassen, und im Eifer landet der Schlüssel schnell in der Lenkerschloss-Stellung. Diesen Griff einmal im Stand üben, damit die Hand ihn im Ernstfall findet. Danach wird nicht weitergefahren, sondern die Ursache gesucht.


Muss ich das auch bei einem elektronischen Gasgriff prüfen?

Ja. Zwar entfällt der Bowdenzug, aber der Griff sitzt weiterhin drehbar auf dem Lenkerrohr und hat eine eigene Rückstellfeder. Trockene Gleitflächen, ein verrutschter Griffgummi oder ein zu fest sitzendes Lenkerendengewicht bremsen ihn genauso.

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