
Zwanzig nach sieben, Garagentor hoch, Startknopf. Sechs Kilometer bis zum Parkplatz hinter der Halle, davon vier Ampeln und ein Kreisverkehr. Abends dasselbe zurück. Am Jahresende steht ein Tachostand da, der jeden Gebrauchtkäufer freut: knapp dreitausend Kilometer.
Was da nicht steht: rund vierhundertsechzig Kaltstarts. Und das ist die Zahl, die zählt. Kurzstrecke mit dem Motorrad ist genau das Profil, das die Hersteller in ihren Handbüchern unter „erschwerte Bedingungen“ führen - und für das sie kürzere Wartungsintervalle nennen.
Fangen wir an der Stelle an, über die praktisch niemand nachdenkt, weil man sie nicht sieht: hinten, im Rohr.
Benzin besteht aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Der Kohlenstoff wird zu Kohlendioxid, der Wasserstoff zu Wasser. Nicht bildlich gesprochen - wörtlich. Aus einem Liter Sprit im Tank wird auf dem Weg durch den Motor ungefähr ein Liter Wasser, das als Dampf hinten wieder rauskommt. Das gehört zur Verbrennung dazu, genauso wie das Kohlendioxid daneben.
Solange der Auspuff heiß ist, ist das völlig egal. Der Dampf bleibt Dampf, geht durchs Rohr und ist weg. Deswegen ist dir das an einem warmen Julitag auf der Landstraße nie aufgefallen.
Und jetzt kommt die Stadt ins Spiel: Ein Rohr, das nicht heiß wird, ist eine Kondensationsfläche. Der Dampf trifft auf kaltes Blech und wird wieder flüssig - genau wie an der Fensterscheibe im Bad. Dieses Wasser läuft nach unten und sammelt sich dort, wo der Weg endet. Im Endschalldämpfer. Am tiefsten Punkt. Und dort bleibt es, bis die nächste Fahrt es rauswirft oder eben nicht.
Sauberes Wasser ist das übrigens nicht. Da hängt unverbrannter Kraftstoff drin und alles, was in einem kalten Motor sonst noch nicht sauber durchreagiert hat. Was am Ende im Topf steht, ist ein leicht saures Gemisch. Und das ist der Unterschied zwischen Regenwasser von außen und Kondensat von innen: Das eine läuft ab, das andere frisst.
Und woher kommt der unverbrannte Sprit? Aus dem Kaltstart selbst. Ein kalter Motor bekommt mehr Kraftstoff, als er zum Laufen bräuchte - früher hast du das mit dem Chokehebel selbst gemacht, heute erledigt es die Steuerung, ohne dich zu fragen. Der Grund ist derselbe geblieben: An kalten Wänden schlägt sich ein Teil des Benzins nieder, statt zu verbrennen, und ohne diesen Zuschlag würde die Maschine an der ersten Ampel ausgehen.
Das ist völlig in Ordnung - solange die Phase kurz ist. Auf sechs Kilometern ist sie nicht kurz, sie ist der halbe Weg. Was in dieser Zeit nicht verbrennt, geht entweder mit nach hinten oder bleibt im Öl. Beides landet dort, wo du es nicht haben willst.
Die Rechnung ist schlicht. Damit das Wasser wieder verdampft und mit dem Abgasstrom hinausgeht, muss der letzte Meter deiner Anlage über hundert Grad kommen und dort auch eine Weile bleiben. Nicht der Krümmer - der ist nach zwei Minuten heiß. Der Endtopf, ganz hinten, am weitesten weg vom Brennraum.
Und schon von seinem Aufbau her arbeitet er gegen dich. Zwischen dem heißen Gasweg und der Außenhaut sitzt Dämmwolle, die eine Aufgabe hat: Schall schlucken. Sie hält die Hitze aber auch von der Außenhaut fern - und genau dort, unten an der Außenhaut, steht das Wasser. Der Gasweg ist nach zwei Minuten heiß, das Blech darunter braucht viel länger.
Sechs Kilometer Stadt liefern diese Zeit nicht. Du kommst an, stellst ab, und im Topf steht ein Rest. Über Nacht kühlt alles aus, morgens kommt die nächste Portion dazu.
Deshalb rostet ein Auspuff bei diesem Fahrprofil von innen nach außen, und das ist die unangenehmere der beiden Richtungen: Außen sieht das Ding jahrelang tadellos aus, du putzt es sogar, und dann geht eines Tages die Schweißnaht auf oder das Blech reißt an einer Stelle ein, an der nie ein Kratzer war. Wer schon mal einen Endtopf von unten aufgesägt hat, kennt das Bild - außen Lack, innen Blätterteig.
Ein paar Dinge, die dabei nicht helfen, obwohl es alle glauben:
Was tatsächlich hilft, ist ein Loch. Viele Schalldämpfer haben unten am tiefsten Punkt eine kleine Ablaufbohrung, damit genau dieses Wasser abfließen kann. Sie ist unscheinbar: ein Loch von wenigen Millimetern, unten in der Außenhaut. Bei welcher Anlage sie wo sitzt, ist von Modell zu Modell verschieden. Wer sie sucht, geht in die Hocke und fährt mit dem Finger die Unterkante ab - dort, wo sich beim Abstellen der letzte Tropfen sammeln würde. An manchen Maschinen ist keine da, und das ist auch kein Defekt.
Such sie an deiner Maschine, wenn sie kalt ist, und stochere den Dreck heraus, der sich über die Saison hineinsetzt - ein Stück Draht reicht. Wenn deine Maschine keine hat, dann bohr dir bitte auch keine. Am Schalldämpfer hängt mehr als nur Blech, und die Adresse dafür ist die Prüforganisation und nicht die Bohrmaschine auf der Werkbank.
Und weil das gern verwechselt wird: Wenn es an einem kühlen Morgen beim Losfahren hinten tropft, ist das kein Defekt. Da geht der Rest von gestern endlich hinaus. Gluckert es beim Anlassen hörbar im Endtopf, sagt dir das vor allem, wie viel sich dort angesammelt hat - dann ist die lange Runde überfällig, oder die Ablaufbohrung von eben sitzt zu. Was tatsächlich in die Werkstatt gehört, betrifft nur flüssigkeitsgekühlte Maschinen und sieht anders aus: dichter weißer Dampf, der auch bei warmem Motor nicht weniger wird, dazu ein Kühlmittelstand, der ohne Leck sinkt. Dann geht Kühlmittel durch den Brennraum, und mit dem Kondensat hat das nichts mehr zu tun.
Der zweite Punkt betrifft die Anzeige im Cockpit - und die erzählt dir etwas anderes, als du glaubst.
Was da normalerweise angezeigt wird, ist die Kühlmitteltemperatur. Kühlmittel ist schnell auf Betriebstemperatur, weil wenig davon in einem kleinen Kreis unterwegs ist. Das Öl braucht deutlich länger: Es hinkt der Kühlmitteltemperatur um rund zehn Minuten hinterher und arbeitet erst nach etwa einer Viertelstunde Fahrt in dem Bereich, für den es gemacht ist. Und dieser Bereich liegt woanders, als die Nadel im Cockpit vermuten lässt: Kühlmittel ist bei etwa neunzig Grad da, warmes Motoröl bewegt sich je nach Belastung grob zwischen achtzig und hundertzwanzig Grad. Zwei Kreisläufe, zwei Temperaturen, zwei verschiedene Zeitpunkte.
Deine sechs Kilometer dauern mit Ampeln zwölf, vielleicht fünfzehn Minuten. Du kommst also ungefähr in dem Moment an, in dem das Öl fertig geworden wäre. Und stellst ab.
Fährst du luftgekühlt, hast du diese Anzeige meist gar nicht. Dann ist die einzige ehrliche Auskunft, dass es nach einer Stadtrunde eben noch nicht warm war, egal wie sich der Motor anhört.
Warum das mehr ist als eine Fußnote: Modernes Öl schmiert auch kalt, daran liegt es nicht. Der Punkt ist ein anderer - was einmal im Öl gelandet ist, kommt nur bei Temperatur wieder heraus. Wasser und Kraftstoffanteile dampfen aus warmem Öl aus und bleiben im kalten drin, und dort verdünnen sie den Schmierfilm. Das ist eine eigene Baustelle mit eigenen Symptomen, und die hat den Platz in diesem Text nicht.
Für die Praxis reicht eine Konsequenz: Der Kilometerstand ist bei diesem Fahrprofil ein schlechter Ratgeber fürs Ölintervall. Beachte immer die Freigaben und Angaben in deinem Fahrzeughandbuch - viele Hersteller nennen dort ausdrücklich ein verkürztes Intervall für erschwerte Bedingungen, und genau der Stadtweg ist damit gemeint.
Jetzt zu der Sache, die in jeder zweiten Garagenrunde falsch erzählt wird. Der Satz lautet meistens: „Auf Kurzstrecke holt sich der Generator den Anlasserstrom nicht zurück.“
Klingt gut. Stimmt so aber nicht.
Ein Anlasser zieht ordentlich, hundert Ampere und mehr. Nur eben für ein, zwei Sekunden. Rechne das auf eine kleine Motorradbatterie um, und du landest bei ungefähr einem Prozent ihrer Kapazität pro Start. Das ist nicht dein Problem.
Dein Problem steht an der Ampel. Der Generator liefert drehzahlabhängig, und untenrum kommt erschreckend wenig heraus. Wenn du im Standgas wartest, während Zündung, Abblendlicht und vielleicht noch Heizgriffe ziehen, kann die Rechnung kippen: Die Verbraucher nehmen mehr, als der Generator nachschiebt. Die Differenz kommt aus der Batterie - bei laufendem Motor.
Fair ist dabei: Diese Rechnung ist besser geworden. Ein Abblendlicht mit H4-Lampe zieht 55 Watt, ein LED-Scheinwerfer nur einen Bruchteil davon - wer eine junge Maschine fährt, steht an der Ampel also entspannter da als der Nachbar mit Halogen. Nur holen Heizgriffe, Sitzheizung und ein Handy am USB-Anschluss diesen Vorsprung schnell wieder auf.
Vier Ampeln auf sechs Kilometern heißen im Feierabendverkehr gut und gern vier Minuten Stillstand. Bei einer Fahrzeit von zwölf Minuten ist das ein Drittel. Und die verbleibenden acht Minuten Rollen im dritten Gang sind auch nicht die Drehzahl, bei der ein Generator seine Reserven zeigt.
Deshalb ist der klassische Verlauf so: Den ganzen Sommer über funktioniert alles. Nichts fällt auf. Und dann kommt der erste Morgen mit sieben Grad, die Batterie hat weniger Reserve als sonst, der kalte Motor will mehr - und es kommt nur ein Klacken. Die Batterie ist an diesem Morgen nicht kaputtgegangen. Sie war seit Wochen unterwegs dorthin.
Ein Zehn-Euro-Multimeter klärt das in zwei Minuten. Über Nacht gestanden, Zündung aus: Eine gesunde Bleibatterie liegt in Ruhe bei rund 12,6 bis 12,7 Volt, eine AGM einen Tick höher. Rutscht der Wert deutlich darunter, ist sie nicht voll - und wenn das nach jeder Woche Stadtbetrieb so ist, hast du deine Antwort. Motor an und Drehzahl leicht anheben: In der Regel sollten dann 13 bis 14,7 Volt an den Polen stehen. Kommt dort deutlich weniger, ist es nicht mehr das Fahrprofil, sondern Regler oder Lichtmaschine - und das ist ein anderer Termin.
Die einfachste Gegenmaßnahme kostet dich einmalig ein Ladegerät und ansonsten nichts: ein Erhaltungslader, der über Nacht dranhängt, wenn die Maschine sowieso in der Garage steht. Nicht als Dauerbeatmung für eine sterbende Batterie - sondern damit eine gesunde Batterie den Stadtbetrieb überhaupt übersteht.
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Es gibt an deinem Motorrad kein einziges Teil, das den Tachostand liest. Bei der Kette merkst du das besonders deutlich.
Was eine Kette verschleißt, sind Lastwechsel, Schmutz und Wasser. In der Stadt bekommst du alle drei in konzentrierter Form: Anfahren, Gas weg, wieder anfahren - alle zweihundert Meter. Dazu die Straße, auf der im September der Dreck von den Feldern und die ersten nassen Blätter liegen. Und eine Maschine, die acht Stunden am Stück auf einem Parkplatz steht - mitsamt dem Regen, der um halb elf durchgezogen ist.
Und dann kommt der Denkfehler. Dein Kettenintervall steht in Kilometern. Steht dort eine Zahl um die tausend, kommst du bei dreitausend Kilometern im Jahr rechnerisch dreimal dran - also alle vier Monate. Nur ist das Fett längst weg, bevor die Kilometer voll sind, weil Regen und Straßendreck nicht auf den Zähler warten.
Für den Stadtbetrieb gilt deshalb die andere Regel: nach Zeit und nach Wetter. Grob alle zwei Wochen, und nach jeder ordentlichen Nassfahrt zusätzlich. Das sind fünf Minuten mit der Sprühdose, mehr nicht - und die Kette, die im Frühjahr durchhängt wie eine Wäscheleine, ist fast immer die, die nach Kilometern gepflegt wurde.
Eine Sache dabei ernst nehmen: Schmiermittel gehört auf die Kette und sonst nirgendwohin. Was auf der Flanke des Hinterreifens landet, kommt in der ersten Kurve wieder zum Vorschein - und dann reden wir nicht mehr über Verschleiß.
Die gute Nachricht: Gegen alles bisher Beschriebene hilft dieselbe Maßnahme. Und sie steht nicht im Serviceheft, weil sie so banal ist.
Einmal pro Woche eine Runde, die richtig warm wird. Vierzig Minuten am Stück, wechselnde Drehzahlen, ein Stück Landstraße dabei. Nicht mehr, nicht weniger.
Und wenn du damit anfangen willst, dann jetzt. Im September stehen tagsüber noch vierundzwanzig Grad an, aber die Morgen sind längst nicht mehr die vom Juli. Kalte Luft heißt: Der Motor braucht länger bis zur Temperatur, die Anreicherung hält länger an, und der Endtopf trocknet schlechter. Jede Woche, die vergeht, verschiebt diese Rechnung ein Stück weiter zu deinen Ungunsten - und du merkst davon bis zum ersten frostigen Morgen genau nichts.
Warum vierzig und nicht zwanzig: Das Öl braucht eine Viertelstunde, bis es überhaupt oben ist. Danach fängt der eigentliche Teil erst an - Wasser und Kraftstoffanteile brauchen Zeit bei Temperatur, um wieder auszudampfen, und der Endtopf braucht sie auch. Zwanzig Minuten bringen dich gerade an den Punkt, an dem die Arbeit losgeht.
Was diese eine Runde alles gleichzeitig erledigt: Sie treibt das Kondensat aus der Anlage, sie holt die Verdünnung aus dem Öl, und sie bringt die Batterie mit Drehzahl statt Standgas wieder nach oben. Drei Baustellen, eine Maßnahme.
Was sie nicht ersetzt: Standgas in der Garage.
Sicherheitshinweis: Lass den Motor niemals in einer geschlossenen Garage laufen, auch nicht „nur kurz zum Warmwerden“. Abgas enthält Kohlenmonoxid - farblos, geruchlos, und die ersten Symptome kommen als Kopfschmerz und Müdigkeit, also genau als das, was du in dieser Situation nicht ernst nimmst. In geschlossenen Räumen ist das lebensgefährlich. Wenn der Motor läuft, steht die Maschine im Freien.
Abgesehen davon bringt Standgas ohnehin nichts. Wärme entsteht unter Last, nicht im Standgas bei gut tausend Umdrehungen - im Stand produzierst du hauptsächlich neues Kondensat, ohne es wieder loszuwerden. Das gilt auch für das Drehzahlorgeln im Hof. Und wer luftgekühlt fährt, hat noch ein zweites Argument dagegen: Dieser Motor gibt seine Wärme an den Fahrtwind ab. Ohne Fahrtwind wird er im Stand nicht warm, sondern irgendwann zu heiß.
Und wenn die eine lange Runde in der Woche nicht drin ist, nimm auf dem Heimweg zweimal die Woche den Umweg über die Landstraße. Drei Kilometer im vierten Gang bei gleichmäßiger Last sind mehr wert als zehn Minuten Warten an der Kreuzung - für die Ladebilanz zählt das sofort. Das Wasser aus dem Endtopf holt der Umweg nicht, dafür braucht es Zeit bei Temperatur. Kurzstrecke mit dem Motorrad wird nicht dadurch besser, dass du weniger fährst - sondern dadurch, dass du einmal pro Woche länger fährst.
Am Motorrad sitzt ein Zähler, und der misst ausgerechnet das, was der Maschine am wenigsten ausmacht: gleichmäßige, warme Kilometer.
Es gibt keine Anzeige für Kaltstarts. Keine für die Minuten, die das Öl unter Temperatur verbracht hat. Keine für das Wasser, das seit April im Endtopf steht. Wenn es sie gäbe, würde die Stadtmaschine mit dreitausend Kilometern im Jahr ziemlich alt aussehen neben der, die zwölftausend auf der Landstraße gemacht hat - und der Gebrauchtmarkt würde anders funktionieren.
Gegen das Motorrad als einziges Fahrzeug spricht das nicht. Es heißt nur, dass so eine Maschine anders gewartet werden will als eine, die nur bei Sonne aus der Garage kommt.
Und am Sonntagabend gibt dir die Anlage selbst die Antwort. Wenn hinten nichts mehr herauskommt, war die Runde lang genug.
Ab wann ist eine Fahrt eine Kurzstrecke?
Nicht die Strecke entscheidet, sondern die Zeit unter Last. Als Faustregel: Alles, was den Motor nicht mindestens eine Viertelstunde am Stück fordert, bringt das Öl nicht auf Temperatur. Sechs Kilometer Stadt mit vier Ampeln fallen also darunter - und sechs Kilometer Landstraße genauso, die sind in fünf Minuten vorbei. Aus dem Bereich kommst du erst mit einer Viertelstunde am Stück heraus.
Warum sammelt sich Wasser im Auspuff?
Weil Wasser ein Verbrennungsprodukt ist: Aus einem Liter Benzin wird ungefähr ein Liter Wasser, das als Dampf durch die Anlage geht. Bleibt der hintere Teil der Anlage zu kalt, kondensiert der Dampf am Blech und sammelt sich am tiefsten Punkt im Endschalldämpfer. Erst eine längere, warme Fahrt treibt ihn wieder hinaus.
Ist Wasser unter dem Auspuff ein Defekt?
Meistens nicht. Klares Wasser in der Warmlaufphase oder nach kurzen Fahrten ist das Kondensat, das die Anlage wieder verlässt - genau das soll es tun. Viele Anlagen haben dafür unten eine kleine Ablaufbohrung; wenn deine eine hat und trotz vieler Kurzstrecken nie etwas herauskommt, lohnt der Blick, ob sie zugesetzt ist. Andere haben gar keine, auch das ist normal. Auffällig wird es erst bei dichtem weißen Dampf, der auch bei warmem Motor nicht aufhört, und bei einem Kühlmittelstand, der ohne Leck sinkt - dann gehört die Maschine in die Werkstatt.
Leert der Anlasser meine Batterie auf dem kurzen Arbeitsweg?
Der Start selbst kostet wenig: viel Strom, aber nur ein bis zwei Sekunden lang, grob ein Prozent der Kapazität. Der größere Verlust entsteht im Stand und bei niedriger Drehzahl, wo der Generator weniger liefert, als Zündung, Licht und Heizgriffe ziehen. Auf einer Strecke mit vielen Ampeln kann die Ladebilanz deshalb trotz laufendem Motor negativ sein.
Wie oft muss ich das Öl wechseln, wenn ich fast nur in der Stadt fahre?
Häufiger, als der Kilometerstand nahelegt. Ein Motor, der nie richtig warm wird, hält Wasser und Kraftstoffanteile im Öl fest, und die verdünnen den Schmierfilm. Viele Hersteller nennen im Handbuch ausdrücklich ein verkürztes Intervall für erschwerte Bedingungen - der tägliche Stadtweg ist genau dieser Fall.
Hilft es, den Motor in der Garage warmlaufen zu lassen?
Nein, und es ist gefährlich. Im Leerlauf entsteht kaum Wärme, weil Wärme unter Last entsteht - du produzierst also vor allem neues Kondensat, ohne es loszuwerden. Dazu kommt Kohlenmonoxid im Abgas, das in geschlossenen Räumen lebensgefährlich ist. Wenn der Motor läuft, steht die Maschine im Freien.
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