Richtig bremsen am Motorrad: Vorder- und Hinterradbremse klug kombinieren

MotorradZoneMotorradZoneTipps & Ratgebervor 8 Minuten129 Aufrufe

Du rollst auf eine Kreuzung zu, alles ruhig. Dann zieht von rechts ein Wagen raus, der dich offensichtlich nicht gesehen hat. Was deine Hand und dein Fuß in der nächsten halben Sekunde tun, entscheidet über deinen Tag. Richtig bremsen am Motorrad heißt nicht „so fest wie möglich“ – es heißt, beide Bremsen so zu verteilen und zu dosieren, dass der Reifen mitspielt statt dich abzuwerfen. Das klingt nach Physik. Ist es auch. Und es ist erlernbar.

Die gute Nachricht zuerst: Dein Motorrad kann auf trockenem Asphalt brutal verzögern. Die schlechte: Genau diese Leistung steht und fällt mit deinem Gefühl in der rechten Hand. Wer das nie geübt hat, verschenkt im Ernstfall Meter – oder liegt.

Was beim Bremsen wirklich passiert

Bremsen ist kein statischer Vorgang. In dem Moment, in dem du verzögerst, kippt das Gewicht deines Bikes nach vorn. Fachleute nennen das dynamische Achslastverlagerung, und sie ist dein wichtigster Verbündeter. Das Vorderrad wird auf den Asphalt gepresst, die Reifenaufstandsfläche wächst, der Grip steigt. Genau deshalb kann vorn so viel mehr Bremskraft übertragen werden als hinten.

Das Heck dagegen wird leichter. Mit jedem Zehntel mehr Verzögerung entlastet sich das Hinterrad, der Grip sinkt, und irgendwann reicht schon wenig Druck am Fußhebel, damit es blockiert. Der ADAC beschreibt es sinngemäß so: Mit steigender Verzögerung wandert die Bremskraftverteilung von „beide Räder“ immer weiter Richtung Vorderrad.

Und das ist der erste Denkfehler vieler Einsteiger. Sie behandeln beide Bremsen gleich. Dabei verschiebt sich das Verhältnis ständig, abhängig davon, wie hart du gerade verzögerst.

Wie viel vorn, wie viel hinten?

Du hast bestimmt schon die Faustregel „70 Prozent vorn, 30 hinten“ gehört. Sie taucht in vielen Ratgebern auf. Als grobe Orientierung im Kopf taugt sie – aber halt sie nicht für ein Naturgesetz.

Denn bei einer echten Vollbremsung steigt der Frontanteil deutlich höher. fahrtipps.de nennt für eine ideale Vollbremsung rund 82,5 Prozent vorn und nur 17,5 Prozent hinten. Als grobe Faustregel kursiert eine Verlagerung in Richtung 80 zu 20. Die Wahrheit liegt also nicht bei einer festen Zahl, sondern in einer Spanne, die mit der Verzögerung wandert. Bei sehr sanftem Verzögern – die Quellen nennen rund 2 m/s² – liegt die Wirkung sogar noch ungefähr hälftig auf beiden Rädern.

Warum kein fixer Wert? Weil das von deinem Motorrad abhängt – vom Radstand, vom Schwerpunkt, von der Beladung -, vom Reifen, vom Untergrund und davon, wie stark du gerade in die Eisen gehst. Bei sanftem Verzögern darfst du beide Bremsen ruhig gleichmäßiger einsetzen. Bei der Notbremsung übernimmt vorn fast alles.

Merk dir lieber das Prinzip statt der Prozente: Je härter du bremst, desto mehr Arbeit macht das Vorderrad. Das Hinterrad wird zum Helfer, nicht zum Hauptdarsteller.

Und genau das macht die feste Faustregel so tückisch. Wer „70 vorn, 30 hinten“ wie ein Rezept abarbeitet, bremst bei der echten Vollbremsung zu wenig vorn und zu viel hinten – das Heck steht kurz vorm Blockieren, vorn bleibt Reserve liegen. Die Verteilung ist kein Schalter, den du einmal umlegst. Sie wandert mit jedem Augenblick, in dem du den Druck änderst. Dein Job ist es, dieses Wandern zu fühlen, nicht es auswendig zu lernen.

Die Hinterradbremse ist nicht überflüssig – im Gegenteil

Es gibt diese Fraktion, die sagt: „Hinten brauchst du gar nicht.“ Falsch. Die Hinterradbremse hat ihre eigenen, sehr handfesten Aufgaben.

Im Schritttempo zum Beispiel. Wenn du bei stark eingeschlagenem Lenker rangierst, in eine enge Parklücke zirkelst oder im Stop-and-go kriechst, ist die Vorderbremse heikel. fahrtipps.de erklärt das Problem klar: Bei sehr niedrigem Tempo und eingeschlagener Lenkung erzeugt die Vorderbremse ein Kippmoment, das dich blitzartig umlegt. Hier ist hinten die sichere Wahl – sanft am Fußhebel, das Bike bleibt stabil.

Auch am Berg. Beim Anfahren an einer Steigung hält dir die Hinterradbremse das Motorrad, während du Kupplung und Gas koordinierst. Und beim Dosieren auf der Geraden glättet ein Hauch Hinterradbremse die ganze Verzögerung, sie wird runder, weniger nervös.

Der ADAC empfiehlt sogar, vor dem eigentlichen Vorderradbremsen kurz die Hinterradbremse anzutippen. Das lässt das Heck leicht eintauchen und stabilisiert das Motorrad, bevor vorn die große Kraft kommt. Ein kleiner Trick mit großer Wirkung.

Sicherheitshinweis: Greifst du in Panik nur hart die Vorderbremse oder bremst mitten in der Schräglage, blockiert das Rad oder der Reifen verliert den Grip – der Sturz ist dann kaum noch zu verhindern. Übe Notbremsungen in einem Fahrsicherheitstraining, nicht im echten Verkehr.

Die Notbremsung: dosieren statt zugreifen

Hier trennt sich Routine von Reflex. Der häufigste und gefährlichste Fehler ist, im Schreck den Hebel mit aller Kraft durchzureißen. Ohne ABS kann das Vorderrad dann in Sekundenbruchteilen blockieren – und ein blockiertes Vorderrad bedeutet Sturz, fast ohne Vorwarnung.

Richtig geht es in zwei Phasen. Erst legst du die Bremse an, baust sanft Druck auf, bis du den Druckpunkt klar spürst. In diesem Moment kippt die Last nach vorn, der Reifen wird satt auf den Asphalt gedrückt. Erst jetzt steigerst du den Druck am Vorderradhebel kräftig. Der ADAC bringt es auf den Punkt: Druck erst erhöhen, wenn die erhöhte Vorderradlast den Reifen wirklich auf den Untergrund presst.

Das Ganze dauert keine Sekunde. Aber es ist der Unterschied zwischen einer kontrollierten Vollbremsung und einem wegrutschenden Vorderrad. Anlegen, Last setzen lassen, dann zupacken – dieser Rhythmus muss sitzen, damit er unter Stress automatisch läuft. Und „unter Stress automatisch“ lernst du nun mal nicht im fließenden Verkehr.

Mit ABS bleibt das Prinzip dasselbe, du darfst nur entschlossener zupacken. Das System fängt das blockierende Rad ab, aber es zaubert keine Lastverlagerung herbei, die noch nicht da ist. Auch hier gilt: erst Druck aufbauen, damit das Vorderrad satt steht, dann voll greifen. Wer mit ABS einfach blind reinhaut, verschenkt trotzdem Bremsweg, weil die Regelung erst spät und mit reduziertem Druck einsetzt.

Was viele unterschätzen: Im Schreck verkrampft die ganze rechte Hand. Du brauchst aber Gefühl, kein Adrenalin. Genau deshalb ist die saubere Notbremsung Übungssache – der Körper muss den Ablauf kennen, bevor der Kopf in den Panikmodus schaltet.

In Schräglage gilt: Finger weg vom harten Anker

Stell dir den Grip deines Reifens wie ein Budget vor. Du hast nur eine bestimmte Menge Haftung zur Verfügung. In der Kurve gibt dein Reifen den größten Teil davon für die Seitenführung aus – dafür, dass dich die Maschine überhaupt durch den Bogen trägt. Für Bremskraft bleibt kaum Reserve.

Physiker nennen dieses Prinzip den Kammschen Kreis. Übertragbare Gesamtkraft ist begrenzt und teilt sich auf Seitenführung und Bremsen auf. Verlangst du in voller Schräglage plötzlich harte Bremsleistung vorn, passiert eines von zwei Dingen: Entweder richtet sich das Motorrad heftig auf und schießt geradeaus aus der Kurve, oder der Reifen überschreitet sein Budget und rutscht weg. Der ADAC warnt ausdrücklich vor dem scharfen Vorderradbremsen in der Kurve – das Bike „wird sich heftig aufrichten“.

Was tust du stattdessen? Wenn du in der Kurve verzögern musst, baust du den Druck sanft auf und richtest das Motorrad nach Möglichkeit erst auf, bevor du ernsthaft bremst. Senkrecht steht der volle Grip wieder für die Bremse bereit. Den ungewollten Aufstellimpuls kannst du, so der ADAC, durch bewusstes Gegenlenken am kurveninneren Lenkerende abfangen. Die Hinterradbremse kann in leichter Schräglage zum feinen Korrigieren dienen, aber auch sie ersetzt keine saubere Linienwahl und keinen Blick weit voraus.

Das klassische Kurven-Drama läuft so ab: Du kommst zu schnell rein, erschrickst, greifst reflexartig die Vorderbremse – und das Bike stellt sich auf und trägt dich schnurstracks zum Kurvenausgang hinaus, oft direkt in den Gegenverkehr oder die Leitplanke. Die bessere Antwort ist fast immer paradox: Blick auf den Kurvenausgang, Druck auf die Fußraste, weiter lenken statt bremsen. Eine sauber gefahrene Kurve hat den Tempoüberschuss schon vor dem Scheitelpunkt abgebaut – durch Vorausschauen, nicht durch Panikbremsen mitten im Bogen. Wer das beherrscht, braucht in der Schräglage selten den harten Anker.

ABS, CBS und der Unterschied, den viele nicht kennen

Zwei Abkürzungen, ständig verwechselt – dabei können sie völlig Verschiedenes.

ABS, das Antiblockiersystem, verhindert aktiv, dass ein Rad blockiert. Sensoren messen die Raddrehzahl. Droht ein Rad zu blockieren – die Quellen sprechen vom „Steilabfall der Radumfangsgeschwindigkeit“ -, senkt die Elektronik den Bremsdruck an diesem Rad blitzschnell ab und baut ihn wieder auf. Moderne Systeme regeln das mehrmals pro Sekunde, laut Wikipedia bis zu rund 15-mal. Das Rad bleibt rollfähig, das Motorrad lenkbar und stabil. Du darfst also voll in den Hebel greifen, ohne dass dir das Vorderrad wegklappt – ein gewaltiger Sicherheitsgewinn.

CBS, das Kombi- oder Verbundbremssystem, macht etwas anderes. Es verteilt beim Betätigen eines Hebels automatisch Bremskraft auf beide Räder – ziehst du vorn, bremst es auch hinten mit, oder umgekehrt. Das verbessert die Verteilung und nimmt dir einen Teil der Dosierarbeit ab. Aber, und das ist entscheidend: CBS verhindert kein Blockieren. Es hat keine Blockierregelung. Sicherheitstechnisch ist es dem ABS klar unterlegen.

Kurz gesagt: ABS rettet dich vor dem blockierenden Rad. CBS hilft dir nur beim Verteilen. Wer beides gleichsetzt, wiegt sich in falscher Sicherheit.

Wann ist ABS Pflicht – und was heißt das für dich?

Hier wird es rechtlich. Die EU-Verordnung 168/2013 schreibt ABS für neu zugelassene Krafträder über 125 cm³ Hubraum oder über 11 kW Leistung vor. Die Stichtage: für neue Fahrzeugtypen ab dem 1. Januar 2016, für alle Neuzulassungen ab dem 1. Januar 2017. Die 125er-Klasse – also Leichtkrafträder der Klasse L3e-A1 – darf der Hersteller wahlweise mit ABS oder mit einem Kombibremssystem ausstatten. Für bestimmte Wettbewerbs- und Trial-Maschinen gibt es eng gefasste Ausnahmen.

Wichtig für dich als Fahrer: Das gilt für Neufahrzeuge ab diesen Stichtagen. Es gibt keinen Nachrüstzwang für ältere Maschinen. Fährst du ein Bike von 2012 ohne ABS, ist das vollkommen legal – du musst nur wissen, dass die ganze Dosierarbeit allein bei dir liegt.

Und noch ein verbreiteter Irrglaube: ABS macht dich nicht schräglagensicher. Standard-ABS ist nur eingeschränkt kurventauglich. Erst moderne Systeme mit Schräglagensensorik – das Kurven- oder Schräglagen-ABS mit IMU – verbessern das Bremsen in der Kurve spürbar. Die physikalischen Grenzen aus dem Kammschen Kreis bleiben trotzdem bestehen. Auch das beste ABS hebt die Naturgesetze nicht auf.

Diese Angaben sind keine Rechtsberatung und geben den Stand vom 18.06.2026 wieder. Im Zweifel wirf einen Blick in die aktuellen Zulassungsvorschriften und in die Papiere deines Fahrzeugs.

Vier Situationen, vier Antworten

Wenn du dir aus dem ganzen Artikel nur vier Bilder merkst, dann diese.

Die freie Landstraße, plötzlich taucht ein Hindernis auf: vorn ist die Hauptbremse. Erst anlegen, Last nach vorn wandern lassen, dann kräftig steigern. Hinten gibst du einen Hauch dazu, um das Heck zu beruhigen – mehr nicht.

Das Schritttempo im Parkplatzgewühl, Lenker eingeschlagen: Finger weg von der Vorderbremse, hier regiert der Fuß. Sanft hinten dosieren, die Kupplung schleifen lassen, und das Kippmoment der Vorderbremse hat keine Chance.

Die Kurve, in die du zu zackig reingerollt bist: nicht hart vorn greifen. Blick raus, weiterlenken, Tempo durch Vorausschauen abbauen. Wenn überhaupt gebremst werden muss, dann sanft und am besten erst, wenn die Maschine wieder aufrechter steht.

Und die Steigung, an der du anhalten musstest: die Hinterradbremse hält dich, während du Gas und Kupplung neu zusammenbringst. Kein Zurückrollen, kein Abwürgen, kein Stress.

Vier Szenen, und in keiner einzigen ist „so fest wie möglich an allem ziehen“ die richtige Antwort. Das ist der ganze Trick – die Hände wissen, welche Situation gerade läuft.

Üben, üben, üben – aber nicht im Verkehr

Du kannst diesen Artikel zehnmal lesen. Im Ernstfall hilft dir nur, was dein Körper schon hundertmal gemacht hat. Genau deshalb empfiehlt der ADAC ausdrücklich, die komplexen Zusammenhänge beim Bremsen in einem Sicherheitstraining auf abgesperrter Strecke zu erfahren.

Dort darfst du das blockierende Hinterrad spüren, ohne dass ein Bordstein im Weg steht. Du lernst, wie sich die Lastverlagerung anfühlt, wie weit du den Vorderhebel ziehen darfst, wie dein ABS einsetzt – dieses Rattern im Hebel, das viele beim ersten Mal erschreckt. Wer das einmal kontrolliert erlebt hat, zögert im Ernstfall nicht mehr.

So lernst du richtig bremsen am Motorrad nicht als Theorie, sondern als Reflex – und genau darauf kommt es an, wenn die Sekunde zählt. Beachte bei allem technischen Feintuning immer die Freigaben und Angaben in deinem Fahrzeughandbuch – gerade bei Bremsbelägen, Reifenfreigaben und der Bedienung deiner Assistenzsysteme.

Der Moment, der zählt

Niemand denkt beim Anrollen an die Kreuzung an Achslastverlagerung. Im Ernstfall hast du keine Zeit zu rechnen. Du hast nur das, was in deinen Händen und Füßen sitzt. Richtig bremsen am Motorrad ist deshalb weniger Wissen als Handwerk – eingeschliffen, abrufbar, ruhig. Vorn die Kraft, hinten die Stabilität, dosiert statt panisch, und in der Kurve lieber den Kopf einschalten als den Hebel reißen. Das nächste Auto, das dich nicht sieht, kommt bestimmt. Die Frage ist nur, ob deine Hand bis dahin geübt hat.

❓ Häufige Fragen zum richtigen Bremsen am Motorrad

Wie verteile ich die Bremskraft zwischen vorn und hinten?

Je härter du bremst, desto mehr Arbeit übernimmt das Vorderrad, weil sich das Gewicht nach vorn verlagert. Die bekannte Faustregel „70 Prozent vorn“ ist nur eine grobe Orientierung. Bei einer echten Vollbremsung nennen Quellen wie fahrtipps.de Frontanteile von rund 80 bis 82 Prozent. Es gibt keinen festen Wert – die Verteilung hängt von Verzögerung, Beladung und Untergrund ab.


Ist die Hinterradbremse überhaupt wichtig?

Ja, sehr. Sie stabilisiert beim Anbremsen, ist beim Rangieren im Schritttempo und bei stark eingeschlagenem Lenker die sichere Wahl und hält dich beim Anfahren am Berg. Bei langsamem Tempo erzeugt die Vorderbremse ein Kippmoment, das schnell zum Sturz führt – hier gehört die Bremsarbeit nach hinten.


Wie mache ich eine Notbremsung richtig?

In zwei Phasen. Erst die Bremse sanft anlegen und Druck bis zum spürbaren Druckpunkt aufbauen, damit sich die Last nach vorn verlagert. Erst wenn der Reifen satt auf dem Asphalt liegt, steigerst du den Vorderradbremsdruck kräftig. Schlagartiges Zugreifen kann ohne ABS das Vorderrad blockieren lassen – und das endet meist im Sturz. Übe das in einem Fahrsicherheitstraining.


Darf ich in Schräglage bremsen?

Nur sehr vorsichtig. In der Kurve verbraucht der Reifen den Großteil seiner Haftung für die Seitenführung, für Bremskraft bleibt kaum Reserve (Kammscher Kreis). Hartes Vorderradbremsen richtet das Motorrad heftig auf oder lässt den Reifen wegrutschen. Baue den Druck nur sanft auf und richte das Bike möglichst auf, bevor du ernsthaft bremst.


Was ist der Unterschied zwischen ABS und CBS?

ABS verhindert aktiv das Blockieren der Räder, indem es den Bremsdruck mehrmals pro Sekunde regelt – das Rad bleibt rollfähig und das Motorrad lenkbar. CBS verteilt nur die Bremskraft automatisch auf beide Räder, verhindert aber kein Blockieren. ABS ist sicherheitstechnisch klar überlegen.


Ist ABS am Motorrad Pflicht?

Für neu zugelassene Krafträder über 125 cm³ oder über 11 kW schreibt die EU-Verordnung 168/2013 ABS vor – bei neuen Typen seit 1. Januar 2016, bei allen Neuzulassungen seit 1. Januar 2017. Leichtkrafträder bis 125 cm³ dürfen wahlweise ABS oder CBS haben. Für ältere Bestandsfahrzeuge gibt es keinen Nachrüstzwang. Stand 18.06.2026, keine Rechtsberatung.


Kann ich mit ABS gefahrlos in der Kurve bremsen?

Nein. Standard-ABS ist nur eingeschränkt kurventauglich. Erst Kurven- bzw. Schräglagen-ABS mit Schräglagensensor (IMU) verbessert das Bremsen in der Schräglage. Die physikalischen Grenzen bleiben trotzdem – auch das beste System hebt den begrenzten Grip in der Kurve nicht auf.

Vorheriger Beitrag

Nächster Beitrag

Unterstützen Sie uns

Bleiben Sie informiert mit den neuesten und wichtigsten Nachrichten.

Ich willige ein, den Newsletter per E-Mail zu erhalten. Für weitere Informationen lesen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung.

Nächster Beitrag wird geladen …
Folgen
Suche
Jetzt beliebt
Wird geladen

Anmeldung in 3 Sekunden...

Registrierung in 3 Sekunden...