
Die leichteste Zahl im Datenblatt eines Motorrads beschreibt oft eine Maschine, die nicht anspringt. Kein Benzin im Tank, je nach Hersteller kein Öl im Motor, manchmal nicht einmal eine Batterie. So steht sie in manchem Prospekt, und so steht sie später am Stammtisch, wenn es darum geht, wer das leichtere Motorrad fährt.
189 Kilo stehen zum Beispiel beim Scrambler 1100 Sport Pro von Ducati als Trockengewicht in den technischen Daten. Gleich daneben nennt der Hersteller eine zweite Zahl: 206 Kilo fahrbereit. Die 17 Kilo dazwischen tragen keinen Namen, und sie sind der Grund, warum das Trockengewicht am Motorrad so gern missverstanden wird.
Eine amtliche Definition für das Trockengewicht gibt es nicht. Jeder Hersteller, der die Zahl nennt, legt selbst fest, was er dafür abzieht, und nicht jeder schreibt es dazu.
Wer es genau wissen will, findet die Erklärung manchmal in der Betriebsanleitung. Ducati hat sie bei der Monster 821 sauber ausgeschrieben: 179,5 Kilo Gesamtgewicht „ohne Betriebsstoffe und Batterie“, daneben 205,5 Kilo im fahrbereiten Zustand mit 90 Prozent Kraftstoff. Was zu den Betriebsstoffen zählt, listet dieselbe Anleitung auf: Benzin, Motoröl und Kühlflüssigkeit, aber auch die Flüssigkeit für Bremsen und Kupplung und sogar das Öl in der Gabel. Die leichtere Zahl beschreibt also ein Motorrad, das weder bremsen noch auskuppeln könnte. Zwischen beiden Zahlen liegen 26 Kilo.
Warum nennt überhaupt jemand ein Gewicht, das auf der Straße nie vorkommt? Eine Begründung steht nirgends dabei. Klar ist nur, wie die Zahl ankommt: Im Datenblatt eines Sportmotorrads oder eines leichten Naked Bikes sieht eine 1 vorne leichter aus als eine 2, und die Vergleichstabelle im Netz fragt selten nach, welche Angabe da gerade verglichen wird. Falsch ist das Trockengewicht nicht, nur hilft es dir beim Fahren nicht weiter.
Einen technischen Sinn hat die Zahl trotzdem: Sie zeigt ungefähr, was Rahmen, Motor, Räder und Verkleidung wiegen. Für den Vergleich zweier Maschinen, die du fahren willst, taugt sie aber nicht, weil zwei Hersteller unter „trocken“ nicht dasselbe verstehen müssen.
Die Angabe, mit der du wirklich etwas anfangen kannst, heißt im Prospekt je nach Hersteller fahrfertig, fahrbereit oder vollgetankt, manchmal alles zusammen. Yamaha schreibt zum Beispiel „Gewicht, fahrfertig, vollgetankt“ in seine Datenblätter, bei der MT-07 des Modelljahrs 2025 stehen dort 183 Kilo, bei der Tracer 7 203 Kilo.
Hinter den verschiedenen Namen steckt in aller Regel dieselbe Messvorschrift, und die kommt aus der EU. Die Verordnung (EU) Nr. 168/2013, die für Motorräder die Typgenehmigung regelt, beschreibt die Masse in fahrbereitem Zustand: das unbeladene Motorrad, bereit für den normalen Betrieb, mit allen Flüssigkeiten, mit der Standardausrüstung des Herstellers und mit einem Kraftstofftank, der zu mindestens 90 Prozent gefüllt ist. Nicht enthalten sind Fahrer und Beifahrer.
Der Zusatz „mindestens 90 Prozent“ erklärt, warum „vollgetankt“ im Prospekt nicht unbedingt randvoll bedeutet. BMW schreibt bei der R 1300 GS „Leergewicht fahrfertig, vollgetankt“ und setzt in der Fußnote dazu, gemeint seien mindestens 90 Prozent des nutzbaren Tankvolumens. Der Unterschied ist allerdings kleiner, als es klingt. Bei einem Tank mit 15 Litern fehlen bei 90 Prozent eineinhalb Liter, das ist gut ein Kilo.
Wenn im Prospekt „fahrfertig“ steht, lies trotzdem die Fußnote. Meist ist die Masse mit mindestens 90 Prozent Tank gemeint, so wie sie auch in deinen Papieren steht, nur ohne dich. Es gibt aber Ausnahmen: Ducati nennt bei vielen aktuellen Modellen ein „Gewicht fahrfertig ohne Kraftstoff“, und da fehlt der komplette Tankinhalt, also schnell zehn bis fünfzehn Kilo. Zubehör, das nicht zur Serienausstattung gehört, steckt in keiner dieser Zahlen, dazu weiter unten mehr.
Weil in Datenblättern, Papieren und Testberichten fünf verschiedene Zahlen herumgeistern, hier alle nebeneinander:
| Angabe | Was drin ist | Wo du sie findest |
|---|---|---|
| Trockengewicht | vom Hersteller festgelegt, ohne Kraftstoff, je nach Hersteller auch ohne Öl, Kühlmittel oder Batterie | manche Prospekte und Datenblätter |
| fahrfertig, fahrbereit, vollgetankt | alle Flüssigkeiten, Serienausstattung, Tank mindestens 90 Prozent, ohne Fahrer | Datenblatt, Betriebsanleitung |
| Masse in fahrbereitem Zustand (Leermasse) | dieselbe Definition, übernommen aus der Übereinstimmungsbescheinigung | Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld G |
| tatsächliche Masse | fahrbereit plus 75 Kilo für den Fahrer plus Sonderausstattung | Übereinstimmungsbescheinigung, auf Antrag Feld 22 |
| technisch zulässige Gesamtmasse | was Motorrad, Fahrer, Beifahrer und Gepäck zusammen wiegen dürfen | Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld F.1 |
Die 17 Kilo vom Scrambler lassen sich ziemlich genau zuordnen. Den größten Brocken liefert der Tank. Benzin wiegt je nach Sorte und Temperatur zwischen 720 und 775 Gramm pro Liter. Der Scrambler hat einen 15-Liter-Tank, zu 90 Prozent gefüllt sind das 13,5 Liter, also rund zehn Kilo. Bei einem großen Reisemotorrad mit 19 oder 20 Litern kommen allein aus dem Tank rund 13 Kilo zusammen.
Den Rest teilen sich vor allem das Motoröl und, je nach Hersteller, die Batterie. Motor, Getriebe und Kupplung laufen bei den meisten Motorrädern im selben Ölbad, und das braucht Menge. Kühlflüssigkeit fällt beim Scrambler 1100 weg, sein Motor ist luft- und ölgekühlt. Ein wassergekühlter Motor bringt dagegen noch einiges mit, bei der Yamaha MT-07 knapp zwei Liter. Bremsflüssigkeit und Gabelöl, die manche Hersteller ebenfalls herausrechnen, machen nur wenig aus.
Bei der Batterie gehen die Hersteller auseinander. Bei der Monster 821 fehlt sie im Trockengewicht ausdrücklich, dazu ist ihr Motor wassergekühlt und der Tank mit 17,5 Litern etwas größer. Zusammen erklärt das, warum die Lücke dort mit 26 Kilo größer ausfällt als beim Scrambler mit 17.
Unterm Strich ergibt sich ein Muster, das du dir leicht merken kannst: Zwischen trocken und fahrbereit liegen bei einem Motorrad mittlerer Größe grob 15 bis 25 Kilo, bei großen Tanks auch mehr. Rund die Hälfte davon ist Benzin.
Die wichtigste Zahl steht gar nicht im Prospekt, sondern in einem Dokument, das du bei jeder Fahrt dabeihast: der Zulassungsbescheinigung Teil I, dem früheren Fahrzeugschein. Dort steht sie in Feld G, amtlich „Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs“ oder kurz Leermasse.
Der Wert wird aus der Übereinstimmungsbescheinigung übernommen, die der Hersteller für dein Motorrad ausstellt, und folgt der Definition aus der EU-Verordnung. Er ist also das fahrbereite Gewicht mit mindestens 90 Prozent Tank, ohne Fahrer. Außerdem steht dort in Feld F.1 die technisch zulässige Gesamtmasse, das ist die Obergrenze für alles zusammen.
Hier lauert eine Falle, die aus der Autowelt stammt. Beim Pkw ist in das Leergewicht in den Papieren traditionell ein Fahrer von 75 Kilo eingerechnet, und viele haben diese Zahl im Kopf, wenn sie über Gewicht und Zuladung reden. Beim Motorrad steckt in Feld G kein Fahrer. Wer die Autologik überträgt und glaubt, das eigene Gewicht sei in der Leermasse schon enthalten, rechnet sich die Zuladung um genau dieses Körpergewicht zu groß.
Die tatsächliche Masse mit den 75 Kilo Fahrergewicht steht dagegen in der Übereinstimmungsbescheinigung. In die Zulassungsbescheinigung kommt sie laut Leitfaden des Kraftfahrt-Bundesamts nur auf Antrag des Halters, dann in Feld 22. In der Schweiz ist es übrigens umgekehrt: Dort zählen zum Leergewicht schon 75 Kilo für den Fahrer und vorhandenes Sonderzubehör.
Wer mit dem A2-Führerschein fährt, findet in den Papieren noch eine Zahl, die am Gewicht hängt. Für die Klasse A2 gilt neben der Grenze von 35 kW auch ein Leistungsgewicht von höchstens 0,2 kW je Kilogramm. Dieses Leistungsgewicht steht bei Motorrädern in Feld Q, und gebildet wird es laut Kraftfahrt-Bundesamt mit der Leermasse. Das Trockengewicht aus dem Prospekt spielt dafür keine Rolle.
Selbst die korrekte fahrbereite Zahl beschreibt ein Motorrad, das es in deiner Garage selten gibt: das nackte Serienmodell. Kaum eine Maschine bleibt so.
Wie groß der Unterschied werden kann, zeigte ein Gewichtsvergleich von Reiseenduros, die mit vollem Tank und so gewogen wurden, wie sie praxistauglich ausgestattet waren. Die BMW R 1300 GS brachte mit elektronischem Fahrwerk, Gepäckvorbereitung, Navigationspaket, elektrischem Windschild und Zusatzscheinwerfern 256,5 Kilo auf die Waage. BMW nennt für die Basis 237 Kilo mit mindestens 90 Prozent Tank und schreibt in der Betriebsanleitung ausdrücklich dazu: ohne Sonderausstattung. Die Yamaha Ténéré 700 des Jahrgangs 2023 kam mit Sturzbügeln und Kofferträgern auf 219 Kilo, im Datenblatt standen für dieses Modelljahr 205.
Messfehler sind das nicht. Dahinter steckt vor allem Zubehör, ab Werk bestellt oder nach und nach angebaut, und kaum jemand rechnet es beim Gewicht mit: Hauptständer, Sturzbügel, Motorschutz, Kofferträger, Topcase-Platte, Handprotektoren, eine höhere Scheibe, Zusatzscheinwerfer, Navi-Halterung. Jedes Teil wiegt für sich wenig. Zusammen sind es schnell zehn, fünfzehn oder zwanzig Kilo, und die sind vom Moment der Montage an Teil des Motorrads.
Auch ohne Zubehör trifft die Waage die Zahl aus den Papieren nicht zwingend aufs Kilo. Für die Serienfertigung erlaubt die EU, dass die Masse in fahrbereitem Zustand um bis zu acht Prozent vom angegebenen Wert abweicht, nach oben wie nach unten. Wie weit dein eigenes Exemplar danebenliegt, weißt du erst, wenn es auf der Waage stand.
Wer genau wissen will, was die eigene Maschine wiegt, stellt Vorder- und Hinterrad nacheinander auf eine ausreichend belastbare Waage, mit vollem Tank und gerade gehaltenem Motorrad, am besten mit einer zweiten Person, und zählt beide Werte zusammen. Das andere Rad muss dabei genauso hoch stehen, etwa auf einem Brett von der Höhe der Waage. Steht es einfach auf dem Boden, neigt sich die Maschine ein wenig, ein Teil des Gewichts wandert auf das tiefere Rad, und in der Summe fehlen schnell zwei, drei Kilo.
Wer das nicht kann, nimmt die Zahl aus Feld G, nie das Trockengewicht aus dem Prospekt. Das montierte Zubehör rechnest du großzügig dazu, lieber ein paar Kilo zu viel als zu wenig.
Sicherheitshinweis: Wer die Zuladung mit dem Trockengewicht aus dem Prospekt ausrechnet, das Zubehör vergisst oder den Fahrer in der Leermasse vermutet, überschätzt schnell um 20, 50 oder mehr Kilo, was noch aufs Motorrad darf. Ein überladenes Motorrad bremst schlechter, das Fahrwerk schlägt durch, das Vorderrad wird leicht und lenkt unpräzise, und die Reifen werden über ihre Tragfähigkeit hinaus belastet. Im schlimmsten Fall versagt ein Reifen oder die Maschine gerät in einer Kurve ins Pendeln.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ordnet die Lage allgemein und journalistisch ein (Stand: September 2026). Er ist keine Rechtsberatung, und Einzelfälle können anders liegen. Wenn es bei dir konkret wird, etwa bei der Frage, was in deinen Papieren eingetragen ist oder ob dein Motorrad zu deiner Führerscheinklasse passt, frag die Zulassungsstelle, die Führerscheinstelle oder eine Prüforganisation.
Am Ende brauchst du all diese Kilos für eine einfache Rechnung. Technisch zulässige Gesamtmasse minus Masse in fahrbereitem Zustand ergibt, was noch aufs Motorrad darf. BMW rechnet es bei der R 1300 GS selbst vor: 465 Kilo zulässig, 237 Kilo fahrfertig, 228 Kilo Zuladung.
Von diesen 228 Kilo gehen zuerst du selbst ab, und zwar in voller Montur, mit Helm, Kombi und Stiefeln. Danach der Sozius, falls einer mitfährt, ebenfalls angezogen. Dann das montierte Zubehör, das nicht zur Serienausstattung gehört, und das gute Kilo, das ein randvoller Tank mehr wiegt als die 90 Prozent in den Papieren. Erst was dann noch übrig ist, darf ins Gepäck. Bei zwei Erwachsenen und einem gut ausgestatteten Reisemotorrad wird es an dieser Stelle schneller eng, als die meisten erwarten.
Die Gesamtmasse ist dabei nicht die einzige Grenze. In der Zulassungsbescheinigung stehen auch die zulässigen Achslasten, vorne und hinten getrennt, in den Feldern 7 und 8. Sozius, Topcase und Koffer drücken vor allem aufs Hinterrad, und so kann es hinten eng werden, bevor die Gesamtmasse erreicht ist. Wie viel wirklich hinten ankommt, zeigt dir nur eine Waage.
Beachte immer die Freigaben und Angaben in deinem Fahrzeughandbuch. Welche Werte für Reifendruck und Federvorspannung mit Beladung gelten, verrät es ebenfalls. Findest du nur ein Wertepaar ohne jeden Hinweis auf Sozius oder Gepäck, frag beim Händler nach, bevor du zu zweit mit vollem Gepäck losfährst.
Die Zahl hilft dir aber auch an Stellen, an denen es gar nicht um Gepäck geht. Welche Hebebühne oder welcher Montageständer dein Motorrad trägt, wie viel Nutzlast der geliehene Anhänger haben muss, ob du dir ein schweres Motorrad beim Rangieren auf abschüssigem Kies noch zutraust: Überall ist das fahrbereite Gewicht plus Zubehör die richtige Ausgangszahl, nie das Trockengewicht.
Beim Rangieren erzählt allerdings auch die ehrliche Zahl nur die halbe Geschichte. Wie schwer sich eine Maschine anfühlt, hängt auch davon ab, wie hoch ihre Kilos sitzen: Je tiefer der Schwerpunkt, desto leichter lässt sich ein Motorrad manövrieren. Zwei Maschinen mit demselben Gewicht können sich auf dem Hof deshalb sehr verschieden anfühlen, und ein paar Meter Schieben und Wenden bei der Probefahrt verraten dir darüber mehr als jedes Datenblatt.
Hol heute Abend die Zulassungsbescheinigung aus dem Tankrucksack oder der Brieftasche, such Feld G und Feld F.1, und rechne die Differenz einmal mit deinem eigenen Gewicht in voller Montur durch. Stehen in Feld G zwei Zahlen mit Bindestrich, nimm die höhere.
Was ist der Unterschied zwischen Trockengewicht und fahrfertigem Gewicht?
Das Trockengewicht ist eine Herstellerangabe ohne amtliche Definition: ohne Kraftstoff, je nach Hersteller auch ohne Öl, Kühlmittel oder Batterie. Das fahrfertige Gewicht enthält meist alle Flüssigkeiten, die Serienausstattung und einen zu mindestens 90 Prozent gefüllten Tank, aber keinen Fahrer. Ausnahme: Steht „fahrfertig ohne Kraftstoff“ dabei, fehlt der Tankinhalt. Zwischen beiden Zahlen liegen bei mittelgroßen Motorrädern grob 15 bis 25 Kilo.
Welches Gewicht steht in der Zulassungsbescheinigung eines Motorrads?
In Feld G der Zulassungsbescheinigung Teil I steht die Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs, auch Leermasse genannt. Sie entspricht dem fahrbereiten Gewicht mit mindestens 90 Prozent Tank und ohne Fahrer. In Feld F.1 steht die technisch zulässige Gesamtmasse.
Ist das Fahrergewicht im Leergewicht des Motorrads enthalten?
Nach der EU-Definition nicht. Anders als beim Pkw ist in der Masse in fahrbereitem Zustand eines Motorrads kein Fahrer eingerechnet. Die sogenannte tatsächliche Masse mit 75 Kilo Fahrergewicht steht in der Übereinstimmungsbescheinigung und nur auf Antrag in der Zulassungsbescheinigung. In der Schweiz zählen zum Leergewicht dagegen schon 75 Kilo für den Fahrer.
Welches Gewicht zählt beim A2-Führerschein?
Die Leermasse, nicht das Trockengewicht aus dem Prospekt. Für die Klasse A2 gilt neben der Grenze von 35 kW ein Leistungsgewicht von höchstens 0,2 kW je Kilogramm, und das steht bei Motorrädern in Feld Q der Zulassungsbescheinigung Teil I. Gebildet wird es laut Kraftfahrt-Bundesamt aus Leistung und Leermasse. Ob dein Motorrad zu deiner Klasse passt, klärt im Zweifel die Führerscheinstelle.
Bedeutet vollgetankt wirklich ein voller Tank?
Nicht unbedingt. Nach der EU-Vorschrift wird mit mindestens 90 Prozent Tankfüllung gewogen, und manche Hersteller schreiben trotzdem vollgetankt. Der Unterschied zum randvollen Tank ist klein, bei 15 Litern gut ein Kilo.
Warum ist mein Motorrad auf der Waage schwerer als im Prospekt?
Meist wegen des Zubehörs, das nicht zur Serienausstattung gehört: Sturzbügel, Motorschutz, Kofferträger, Scheibe, Zusatzscheinwerfer. Dazu kommt ein randvoller Tank, und in der Serie darf die Masse in fahrbereitem Zustand ohnehin um bis zu acht Prozent vom angegebenen Wert abweichen. Bei einem Gewichtsvergleich brachten zum Beispiel eine Yamaha Ténéré 700 mit Sturzbügeln und Kofferträgern 14 Kilo und eine gut ausgestattete BMW R 1300 GS knapp 20 Kilo mehr auf die Waage, als im Datenblatt steht.
Wie berechne ich die Zuladung meines Motorrads?
Technisch zulässige Gesamtmasse aus Feld F.1 minus Masse in fahrbereitem Zustand aus Feld G. Davon gehen Fahrer und Sozius in voller Montur, nachgerüstetes Zubehör und die restlichen zehn Prozent Tankinhalt ab, der Rest bleibt fürs Gepäck. Achte außerdem auf die zulässigen Achslasten in den Feldern 7 und 8, denn das meiste Zusatzgewicht von Sozius und Gepäck landet auf dem Hinterrad. Mit dem Trockengewicht gerechnet, fällt die Zuladung zu groß aus.
0 Stimmen: 0× Daumen hoch, 0× Daumen runter (0 Punkte)







Für die Reichweitenmessung mit Google Analytics bitten wir um Ihre Einwilligung. Stimmen Sie zu, setzt Google zwei Cookies mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren, die Google selbst auslesen kann. Ohne Ihre Einwilligung speichern wir in Ihrem Browser nur, was die Seite zum Funktionieren braucht: diese Entscheidung, die gewählte Darstellung und, wenn Sie einen Beitrag bewerten, einen Vermerk dazu. Sie entscheiden frei und können Ihre Wahl jederzeit für die Zukunft widerrufen.