Drei Zehntel mehr Luftdruck senken Rollwiderstand und Verbrauch. Am Motorrad bringt das ein paar Euro im Jahr und kostet Aufstandsfläche. Die Rechnung.
Drei Zehntel mehr Luftdruck senken Rollwiderstand und Verbrauch. Am Motorrad bringt das ein paar Euro im Jahr und kostet Aufstandsfläche. Die Rechnung.
Reifendruck am Motorrad: Yamaha schreibt „vor jeder Fahrt“, Honda „mindestens einmal im Monat“. Beides gilt, denn gemeint sind zwei Kontrollen.
Der neue Hinterreifen lehnt in der Werkstatt an der Wand, schwarz und glänzend, wie aus einem Guss. Bei vielen Modellen täuscht das. Links und rechts der Mitte laufen einmal rund
Fünf Grad, die Maschine stand die Nacht über im Carport. Das Manometer zeigt am Vorderrad 2,3 bar, laut Anleitung sollen es 2,5 sein. Du nimmst dir vor, an der Tankstelle
Zweitausendfünfhundert Meter, oben am Timmelsjoch oder am Hochtor der Großglockner-Straße. Selbst mit voll aufgedrehtem Gas bekommt jeder Zylinder dort rund ein Fünftel weniger Luft als unten im Flachland. Mehr als
Reifengas soll Druck halten. Drin sind ohnehin 78 Prozent Stickstoff, gemessen bleiben Hundertstel Bar. Was das am Motorrad wert ist - und was nicht.
Reifendruck mit dem Daumen prüfen, fühlt sich fest an, passt? Warum das kaum etwas verrät, wie ein Blindtest es zeigt und was die Hände doch finden.
Alle zwei Wochen nachpumpen und kein Nagel zu finden? Dann sitzt das Leck im Ventil. Drei Stellen, ein Tropfen Spülmittel und die Reparatur für vier Euro.
Laufrichtung, Wulstsitz, Wuchtgewichte: drei Blicke auf dem Hof der Werkstatt, die zwei Minuten dauern und niemand für dich macht.
Schlangenlinien wärmen deine Reifen nicht. Und die Stelle, die du in der ersten Kurve brauchst, war noch nie warm. Was Gummi im Kalten wirklich macht.






