
Halb sieben, September, elf Grad. Die Jacke ist eine gute Jacke, das Thermofutter ist drin, und trotzdem sitzt nach einer Stunde die Kälte im Rücken wie ein nasses Handtuch.
Der Verdacht geht dann fast immer in dieselbe Richtung: zu dünn, falsche Jacke, nächstes Jahr eine wärmere. Manchmal stimmt das. Meistens liegt es an der Schicht darunter, und deshalb ist Funktionsunterwäsche auf dem Motorrad kein Nebenthema.
Denn die Sache hat schon vor der Abfahrt begonnen, in der Garage, beim Rangieren, im ersten Stadtverkehr. Da war es nämlich warm, da hast du geschwitzt, und was du danach den ganzen Abend spazieren fährst, ist ein feuchter Stoff auf der Haut. Das Ergebnis kennst du: kalte Füße, klammer Rücken, müder Kopf. Dass es ausgerechnet an den Füßen anfängt, ist kein Zufall - wird dem Körper am Rumpf zu kalt, drosselt er zuerst die Durchblutung dort, wo er am wenigsten zu verlieren hat, und das sind Hände und Füße.
Die erste halbe Stunde einer Tour ist die feuchteste, und fast niemand rechnet damit. Du stehst in voller Montur in der Garage und ziehst das Motorrad vom Ständer. Du schiebst rückwärts aus der Einfahrt. Du fummelst am Gurt der Tasche, während die Jacke schon zu ist.
Dann kommt die Stadt. Ampel, Ampel, Kreisverkehr, Ampel. Bei Schrittgeschwindigkeit steht keine Luft an dir, dafür strahlt der Motor unter dir. Zwischen den Beinen wird es warm, im Nacken auch, und weil du beschäftigt bist, merkst du es nicht.
Die klassischen Stellen sind der Rücken zwischen den Schultern, der Bereich unter dem Nierengurt oder Rucksackriemen, die Achselhöhlen und der Nacken unter dem Helmpolster. Genau dort liegt der Stoff eng an und wird nicht belüftet.
Zwanzig Kilometer später bist du auf der Landstraße. Die Luft steht jetzt mit 90 Sachen an der Jacke, die Temperatur fällt in der Dämmerung, und die Feuchtigkeit von vorhin ist immer noch da. Sie ist nur nicht mehr warm.
Wer schon einmal im Frühjahr nach der Mittagspause losgefahren ist und sich gewundert hat, warum die zweite Hälfte der Tour so viel kälter war als die erste: Das ist derselbe Mechanismus. Zwischendurch war es zu warm, und niemand zieht auf einem Parkplatz die halbe Ausrüstung aus, nur weil ihm gerade heiß ist.
Es gibt gegen den ganzen Vorgang einen Handgriff, der nichts kostet und den erstaunlich wenige machen: die Jacke zuletzt anziehen. Erst das Motorrad aus der Garage holen, erst die Taschen festzurren, erst die Kette prüfen - und dann die Jacke, direkt vor dem Aufsteigen. Wer zwanzig Minuten lang in voller Montur in der Werkstatt herumhantiert, hat den Rest der Tour schon verloren, bevor er den Motor gestartet hat.
Feuchter Stoff auf der Haut ist keine Kleinigkeit, sondern ein aktiver Kühlkörper. Er arbeitet auf zwei Wegen gleichzeitig, und beide ziehen in dieselbe Richtung.
Der erste Weg ist die Wärmeleitung. Trockener Stoff hat Luft zwischen den Fasern, und Luft ist ein miserabler Wärmeleiter. Genau deshalb wärmt Kleidung überhaupt. Wird der Stoff nass, verdrängt Wasser diese Luft. Wasser leitet Wärme um ein Vielfaches besser. Aus der Isolierschicht wird eine Brücke von deiner Haut nach draußen.
Der zweite Weg ist die Verdunstung. Jeder Tropfen, der aus dem Gewebe verdampft, nimmt Wärme mit, und die holt er sich zum größten Teil bei dir. Das ist derselbe Effekt, mit dem dich dein Körper im Sommer absichtlich kühlt. Bei elf Grad im Dunkeln ist er nur leider nicht mehr erwünscht.
Deshalb funktioniert die Rechnung „Die Jacke ist für zehn Grad ausgelegt, also müsste ich bei zehn Grad warm haben“ nicht. Die Jacke kann nichts dafür. Sie hält Wind ab und Wärme drin, aber gegen eine nasse Schicht direkt auf der Haut kommt sie nicht an.
Ein Detail kommt hinzu, das viele überrascht: Eine vollgesogene Baumwollschicht quillt auf und wird für Luft dicht. Damit sitzt sie ausgerechnet vor der Membran, die die Feuchtigkeit nach außen bringen soll. Deine teure Jacke kann dann nichts mehr tun - der Nachschub kommt nicht bei ihr an. Fairerweise gehört dazu, dass eine Membran ohnehin kein Zauberwerk ist: Sie arbeitet nur, solange innen wärmer und feuchter ist als außen. Steht der Regen lange genug auf dem Oberstoff, bis der sich vollsaugt, ist auch von außen zu. Umso ärgerlicher, wenn die Schicht auf der Haut das Ihre dazu beiträgt.
Baumwolle ist ein hervorragender Stoff. Für ein Bettlaken, für ein Hemd im Büro, für einen Sommerabend auf der Terrasse. Sie ist saugfähig, weich und billig, und genau die Saugfähigkeit ist auf dem Motorrad das Problem.
Die Faser nimmt Wasser in sich auf und hält es fest. Sie gibt es nach außen kaum weiter, und auf dem Körper trocknet sie extrem langsam. Genau die Langsamkeit ist das Problem: Ein Baumwollshirt, das um acht Uhr feucht geworden ist, ist um zwölf noch immer klamm - und es hat auf dem Weg dorthin vier Stunden lang in kleinen Portionen deine Wärme mitgenommen. Ein Shirt, das in zwanzig Minuten trocken ist, kühlt dich kurz und heftig. Baumwolle kühlt dich den ganzen Vormittag.
Kunstfaser macht das Gegenteil. Polyester und Polypropylen nehmen selbst kaum Wasser auf, sondern schieben es an der Faser entlang in die nächste Schicht. Das Zeug fühlt sich auf der Haut auch dann noch trocken an, wenn es außen längst klamm ist. Der Preis dafür ist bekannt: Nach zwei Tagen Tour riecht es, und das lässt sich nur begrenzt wegwaschen.
Es gibt noch einen zweiten Grund für Kunstfaser, und der hat mit Wärme gar nichts zu tun. Unter enganliegender Kleidung, allen voran unter der Lederkombi, ist eine glatte Schicht auf der Haut das, was das Anziehen überhaupt erst erträglich macht. Wer schon einmal versucht hat, nach einer Stunde bei dreißig Grad eine Kombi über verschwitzte Haut wieder auszuziehen, weiß, wovon hier die Rede ist. Deshalb tragen viele Sportfahrer ihren Unteranzug auch bei Hitze, und deshalb ist er dort dünn und glatt statt warm.
Wolle, konkret Merinowolle, ist der dritte Weg und für viele der angenehmste. Sie nimmt ungefähr ein Drittel ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit auf, ohne sich klamm anzufühlen, und sie isoliert auch dann noch, wenn sie feucht ist. Dazu riecht sie deutlich später als Kunstfaser. Dafür ist sie teurer und braucht mehr Sorgfalt beim Waschen. Und sie hat einen Haken, der erst auf Mehrtagestouren auffällt: Merino trocknet deutlich langsamer als Kunstfaser. Was du abends im Waschbecken auswäschst, ist morgens womöglich noch klamm. Der übliche Ausweg unter Tourenfahrern ist deshalb nicht waschen, sondern lüften - über Nacht aufgehängt riecht ein Merinoshirt am nächsten Morgen wieder brauchbar.
Was du davon nimmst, hängt vom Einsatz ab. Für kurze, schweißtreibende Fahrten und für den Sommer ist Kunstfaser unschlagbar, weil sie schnell trocknet. Für kühle Tage, lange Touren und mehrere Tage hintereinander gewinnt Merino. Baumwolle gewinnt in dieser Aufzählung nie.
Und es gibt eine Kategorie, die es so nur fürs Motorrad gibt: Funktionsshirts mit winddichten Einsätzen auf Brust und Schultern. Sie sitzen genau dort, wo der Fahrtwind durch den Frontreißverschluss der Jacke drückt, und sie lösen ein Problem, das kein Wanderhemd kennt, weil beim Wandern niemand mit achtzig gegen die Luft läuft.
Eine Ausnahme sollte trotzdem genannt werden, weil sonst der halbe Sommer daran hängen bleibt: Bei echter Hitze und einer belüfteten Mesh-Jacke dreht sich das Vorzeichen um. Dort wird das nass gemachte Baumwollshirt seit Jahrzehnten bewusst als Kühlung eingesetzt, und es funktioniert genau deshalb so gut, weil Baumwolle das Wasser hält und langsam verdunsten lässt. Der Stoff ist also nicht schlecht. Er tut nur immer dasselbe, und unterhalb von etwa fünfzehn Grad ist genau das eine schlechte Idee.
Ein ehrlicher Zusatz zu diesem Trick: Nasse Baumwolle klebt, wirft Falten und scheuert unter einer schweren Jacke an genau den Stellen, an denen Nähte liegen. Wer das öfter macht, ist mit einer Kühlweste besser bedient. Die halten das Wasser im Gewebe, bleiben zur Haut hin trocken und geben es langsam ab - allerdings nur, wenn Luft an sie herankommt. Unter einer dichten Tourenjacke bringt das nichts, unter einer Mesh-Jacke sehr viel.
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🛒 Die Schicht, die vor der Jacke kommt
Wer schon ein Funktionsshirt trägt, braucht hier nichts. Für alle anderen ist das die Umstellung mit dem größten Effekt.
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Drei Schichten, drei verschiedene Aufgaben - das ist das ganze Prinzip. Die erste Schicht transportiert Feuchtigkeit von der Haut weg. Die zweite hält Luft fest und wärmt damit. Die dritte hält Wind und Wasser draußen.
Der häufigste Fehler steckt in der zweiten Schicht, und er ist so verbreitet, dass er kaum noch auffällt: Sie wird zusammengedrückt. Wer bei fallender Temperatur einen dicken Pullover unter eine Jacke zwängt, die dafür nicht gedacht ist, presst genau die Luft heraus, die den Pullover erst warm macht. Der Kragen sitzt straff, die Ärmel spannen, und die Wirkung ist geringer als vorher.
Dasselbe passiert am Handschuh, und dort merkt es jeder sofort. Zwei Paar dünne Handschuhe übereinander in einer engen Stulpe wärmen schlechter als ein passendes Paar. Es ist derselbe Vorgang, nur an einer Stelle, an der er nicht zu übersehen ist.
Praktisch heißt das: Die Jacke braucht Platz für das, was darunter soll. Wer im Winter mit einer Fleecelage rechnet, kauft die Jacke gleich mit dieser Lage im Laden an - nicht im T-Shirt und nicht im Juli.
Und die erste Schicht liegt eng an, nicht locker. Sie soll die Feuchtigkeit da abholen, wo sie entsteht, und dafür muss sie die Haut berühren. Ein weites Funktionsshirt tut ungefähr so viel wie gar keins.
Wer eine beheizte Weste fährt, hat denselben Aufbau, nur mit Strom in der Mitte. Auch sie gehört nicht direkt auf die Haut, sondern über die Funktionsschicht: Sie soll wärmen, nicht Schweiß aufsaugen, und die Feuchtigkeit muss weiterhin einen Weg nach außen finden. Für sie gilt allerdings die umgekehrte Regel: Eine Heizweste darf und soll eng anliegen, weil sie ihre Wärme über den Kontakt abgibt. Locker getragen heizt sie die Luft. Die wärmende, luftige Schicht kommt bei diesem Aufbau nach außen, über die Weste - dann hält sie die erzeugte Wärme drin und der Akku hält länger.
Kommt Regen dazu, kommt eine vierte Schicht dazu, und mit ihr die unangenehmste Falle des ganzen Themas. Eine Regenkombi über der Jacke ist dicht, und zwar in beide Richtungen. Was an Feuchtigkeit vorher in deiner Kleidung steckte, bleibt jetzt darin, und alles, was du beim Anziehen am Straßenrand noch dazu schwitzt, kommt oben drauf. Wer im Regen trocken ankommen will, zieht sie früh an statt erst nach zehn Minuten Guss, und hat darunter eine Schicht, die Feuchtigkeit wenigstens von der Haut wegbringt.
Bei Hose und Socken denkt niemand daran, und dabei sitzt du auf einer Sitzbank aus Kunstleder, die keine Feuchtigkeit weiterreicht. Eine lange Funktionsunterhose kostet wenig und ändert an kühlen Tagen mehr, als die meisten erwarten. Bei den Socken gilt exakt dieselbe Regel: kein Baumwollstrumpf in einem Stiefel, der ohnehin nicht atmet.
Die Länge des Shirts entscheidet mehr als seine Dicke. Ein normal geschnittenes T-Shirt endet am Bund, und sobald du dich über den Tank nach vorn beugst, rutscht es nach oben. Ausgerechnet dort wandert gleichzeitig auch die Jacke hoch. Übrig bleibt ein handbreiter Streifen bloßer Haut über dem Hosenbund, und der liegt genau da, wo der Fahrtwind unter der Jacke entlangzieht.
Funktionsshirts fürs Motorrad sind deshalb im Rücken deutlich länger geschnitten. Wenn du beim Kauf im Laden stehst: nach vorn beugen, als säßest du auf der Maschine, und dann nach hinten fassen. Das dauert fünf Sekunden und erledigt die Frage.
Nähte sind der zweite Punkt. Eine dicke Naht unter dem Schulterprotektor oder unter einem Rucksackriemen scheuert auf zweihundert Kilometern eine erstaunlich unangenehme Stelle. Gute Funktionswäsche ist flach vernäht oder in den kritischen Zonen gar nicht.
Dazu gehört der Kragen, und zwar mehr, als sein Preis vermuten lässt. Am Hals sitzt die größte Öffnung deiner ganzen Ausrüstung, und dort zieht der Fahrtwind hinein und die warme Luft heraus. Ein Halstuch oder ein schmaler Schlauchschal aus demselben Material wie das Shirt schließt diese Lücke, ohne dick aufzutragen. Baumwolle taugt an dieser Stelle noch weniger als sonst, weil sie den Atem aus dem Helm mit aufnimmt und dann direkt am Hals klamm wird.
Der dritte Punkt kostet nichts und wird trotzdem regelmäßig übersehen: Weichspüler ruiniert Funktionswäsche. Er legt sich als Film um die Fasern, verklebt die feine Struktur und schaltet damit genau den Feuchtigkeitstransport aus, für den du bezahlt hast. Dasselbe gilt für Waschmittelreste und für zu viel Waschmittel.
Der Trockner steht direkt daneben auf derselben Liste. Funktionswäsche lebt vom engen Sitz, und dieser Sitz kommt aus einem kleinen Anteil Elastan im Gewebe. Hitze macht genau diesem Anteil den Garaus, egal ob sie aus dem Trockner kommt oder von der Heizung, über die das Shirt zum Trocknen gehängt wird. Was danach ausgeleiert ist, liegt nicht mehr an, und was nicht anliegt, transportiert nichts mehr.
Also: kein Weichspüler, kein heißer Trockner, sparsam dosieren, und bei Merino ein Wollwaschmittel ohne Enzyme und ohne optische Aufheller. Beachte dazu die Angaben auf dem Pflegeetikett deines Kleidungsstücks - die Hersteller schreiben genau hin, was ihr Material verträgt. Falsch gewaschene Funktionsunterwäsche ist auf dem Motorrad ungefähr so nützlich wie das Baumwollshirt, das du ersetzen wolltest.
⚠️ Sicherheitshinweis: Auskühlung ist kein Komfortthema. Wer über längere Zeit friert, wird langsamer, ungenauer und trifft schlechtere Entscheidungen - und merkt genau das selbst zuletzt. Steife Finger dosieren Bremse und Kupplung schlechter. Wenn du auf einer Tour anfängst zu zittern oder unruhig zu werden, ist der nächste Halt keine Schwäche, sondern der richtige Zug: raus aus dem Wind, etwas Warmes trinken, die feuchte Schicht wechseln, falls du eine dabei hast.
Nach der nächsten kühlen Ausfahrt, ungefähr eine Stunde im Sattel, machst du in der Garage Folgendes: Jacke auf, Hand in den Nacken, Handfläche flach zwischen die Schulterblätter. Länger als drei Sekunden brauchst du nicht.
Ist der Stoff dort feucht, hast du deine Antwort. Dann lag es nicht an den elf Grad und nicht an der Jacke. Dann hat dich das Shirt gekühlt, das du morgens angezogen hast, weil es gerade auf dem Stuhl lag.
Das Angenehme daran: Diese Umstellung braucht keine Gewöhnung. Es gibt nichts einzustellen, nichts einzufahren und nichts, was sich erst nach der dritten Tour anfühlt wie gewollt. Du ziehst morgens etwas anderes an als sonst, und abends merkst du den Unterschied.
Und wenn du an einem kühlen Abend zum ersten Mal auf den Hof rollst und feststellst, dass dein Rücken trocken ist und dein Kopf noch klar: Dann verstehst du, warum Leute, die viel im Sattel sitzen, über ihre Unterwäsche reden wie andere über Reifen.
Warum friere ich beim Motorradfahren, obwohl die Jacke warm genug sein müsste?
Meist liegt es an einer feuchten Schicht direkt auf der Haut. Nasser Stoff leitet Wärme viel besser als trockener, und die Verdunstung entzieht zusätzlich Wärme. Geschwitzt wird oft schon vor der Fahrt und im Stadtverkehr, wo kein Fahrtwind kühlt. Der Rest der Tour findet dann in einem Kühlmantel statt, und die Jacke kann daran nichts ändern.
Was ist besser auf dem Motorrad: Merino oder Kunstfaser?
Kunstfaser trocknet schneller und ist billiger, riecht dafür nach kurzer Zeit. Merino nimmt rund ein Drittel des Eigengewichts an Feuchtigkeit auf, ohne sich klamm anzufühlen, wärmt auch feucht und bleibt lange geruchsneutral. Für kurze, schweißtreibende Fahrten und den Sommer ist Kunstfaser die pragmatische Wahl, für kühle Tage und Mehrtagestouren Merino.
Kann ich nicht einfach ein zweites T-Shirt mitnehmen?
Kannst du, und es ist besser als nichts. Nur löst es das Problem erst, nachdem es entstanden ist, und du brauchst eine Gelegenheit zum Wechseln. Ein Funktionsshirt hält den Schweiß von vornherein von der Haut weg. Wer beides kombiniert, ist auf langen Touren am besten dran.
Warum darf kein Weichspüler an Funktionswäsche?
Weichspüler legt sich als Film um die Fasern und verklebt die feine Struktur, über die die Feuchtigkeit transportiert wird. Danach fühlt sich das Shirt weich an und funktioniert nicht mehr. Dasselbe gilt für Waschmittelreste. Sparsam dosieren, keinen Weichspüler verwenden, bei Merino ein Wollwaschmittel und im Zweifel das Pflegeetikett lesen.
Wie viele Schichten brauche ich im Herbst?
Meist drei: eine eng anliegende Funktionsschicht auf der Haut, eine wärmende Schicht darüber und die Jacke als Wind- und Wetterschutz. Entscheidend ist, dass die mittlere Schicht nicht zusammengedrückt wird - gepresste Luft wärmt nicht. Wer im Winter eine dicke Lage darunter tragen will, sollte die Jacke gleich mit dieser Lage anprobieren.
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