
3.656 neu zugelassene Maschinen im ganzen Jahr 2025, nach 8.706 im Jahr davor: So steht die Marke aus Milwaukee in der deutschen Zulassungsstatistik. Das ist ein Minus von 58 Prozent.
Ganz still ist es um sie trotzdem nicht geworden. Von Januar bis August 2026 liegen ihre Neuzulassungen wieder gut ein Fünftel über dem Vorjahreszeitraum.
Und das Programm reicht inzwischen vom wassergekühlten Zweizylinder mit knapp einem Liter Hubraum bis zum Big Twin mit fast zwei Litern.
Der Industrie-Verband Motorrad zählt die neu zugelassenen Krafträder nach Herstellern. Harley-Davidson stand dort 2023 mit 7.263 Maschinen auf Platz sechs und 2024 mit 8.706 auf demselben Platz. 2025 kamen 3.656 dazu, Platz sieben. Bis Ende August 2026 sind es 3.378 nach 2.736 im gleichen Zeitraum des Vorjahres, ein Plus von 23,5 Prozent und Platz neun.
In dieser Reihe steckt ein Sonderjahr. Zum Jahreswechsel 2024/25 kam für Neuzulassungen die Abgasstufe Euro 5+, und vor dem Stichtag wurde im ganzen Markt noch zugelassen, was nach der alten Stufe ging. Wie viel davon in den Harley-Zahlen steckt, gibt die Statistik nicht her. Ein Vergleich nur mit 2024 führt deshalb in die Irre, einer nur mit 2025 ebenso, denn in diesem Jahr fehlten die vorgezogenen Maschinen.
Bis Ende August 2026 kommt Honda auf 14.197 Krafträder, Kawasaki auf 13.193, an der Spitze steht BMW mit 16.906.
Auf der deutschen Website von Harley-Davidson stehen für 2026 fünf Baureihen: Cruiser, Grand American Touring, Sport, Trike und Adventure Touring. Am günstigsten ist die Nightster ab 11.200 Euro. Die Cruiser beginnen mit der Street Bob ab 16.600 Euro, die großen Tourer mit Street Glide und Road Glide ab 32.900 Euro. Unter den Zweirädern stehen die CVO-Modelle ganz oben, das teuerste ab 53.650 Euro.
Das sind unverbindliche Preisempfehlungen ab Werk mit 19 Prozent Mehrwertsteuer. Dazu kommt laut Harley-Davidson eine Transport- und Aufbaupauschale von 650 Euro, bei den Trikes von 1.260 Euro, und den verbindlichen Endpreis nennt der Vertragshändler. Die Reiseenduro Pan America 1250 gibt es ab 19.900 Euro, die Sportster S ab 16.300 Euro.
Die Nightster fährt mit dem wassergekühlten Revolution Max 975T: 975 Kubik, 89 PS bei 7.500 Umdrehungen und 95 Newtonmeter bei 5.750. Die Street Bob hat den Milwaukee-Eight 117 mit 1.923 Kubik, 91 PS bei 5.020 Umdrehungen und 156 Newtonmeter schon bei 2.750 Touren.
Fast dieselbe Leistung also, aus gut der Hälfte des Hubraums und auf einem ganz anderen Weg: der eine über Drehzahl, der andere über Kraft von unten. Den Revolution Max gibt es auch mit 1.252 Kubik, in der Sportster S mit 122 PS und in der Pan America 1250 Special mit 152 PS.
Harley-Davidson stellte den Milwaukee-Eight 2016 vor, je nach Modell mit öl- oder flüssigkeitsgekühlten Zylinderköpfen und mit zwei Zündkerzen pro Zylinder. In der Street Glide von 2026 ist er flüssigkeitsgekühlt und leistet 109 PS, das Drehmoment liegt bei 175 Newtonmetern.
Zahnriemen statt Kette hat bei Harley-Davidson Tradition, die erste Serien-Harley mit Riemen am Hinterrad war 1980 die FXB Sturgis. Die Reiseenduro Pan America dagegen fährt seit ihrem Start 2021 als einzige im Programm mit Kette.
Für den Milwaukee-Eight gibt es eine Funktion, die im Stand bei heißem Motor den hinteren Zylinder ohne Kraftstoff lässt; laut Harley soll ihm das im Stau etwas Kühlung verschaffen. Und für die Ölkontrolle sieht Harley-Davidson in seiner Wartungsanleitung ebenen Boden und das Motorrad auf dem Seitenständer vor, nicht senkrecht wie viele andere Marken. Wie es bei deiner Maschine geht, zeigt ihr Handbuch.
Im Gesamtpreis sind laut Harley-Davidson in Deutschland vier Jahre Garantie enthalten: zwei Jahre Herstellergarantie und zwei Jahre Anschlussgarantie. Gewährt wird sie vom Vertragshändler, der sie unterschreibt, versichert bei einem Versicherer, und es gelten die jeweiligen Bedingungen.
Über Gebrauchtpreise sagt die Zulassungsstatistik dagegen nichts. Sie zeigt nur, wie viele Maschinen neu auf die Straße kamen.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ordnet Zulassungszahlen, Preise und Garantieangaben allgemein und journalistisch ein (Stand: Oktober 2026). Er ist keine Rechtsberatung. Für Kaufvertrag und Garantie gelten die Bedingungen, die dir dein Händler vorlegt.
Ob die Marke 2026 leise wird, beantworten die Zahlen zweigeteilt: 2025 ja, in den ersten acht Monaten danach eher nicht. Akustisch ohnehin nicht, denn den hoch montierten Auspuff der Sportster S von 2026 beschreibt Harley-Davidson selbst als laut.
Wie viele neue Harleys kamen 2025 in Deutschland auf die Straße?
Neu auf die Straße kamen 2025 in Deutschland 3.656 Harley-Davidson, so steht es in der Herstellerliste des Industrie-Verbands Motorrad. Ein Jahr zuvor waren es 8.706, ein Rückgang von 58 Prozent. Bis Ende August 2026 folgten 3.378 Maschinen.
Was kostet die günstigste Harley-Davidson 2026?
Am günstigsten ist 2026 die Nightster mit einer unverbindlichen Preisempfehlung ab 11.200 Euro. Hinzu kommen laut Harley-Davidson 650 Euro für Transport und Aufbau, den Endpreis nennt der Händler.
Welche Motoren baut Harley-Davidson heute?
Harley-Davidson baut zwei Motorenfamilien. Der wassergekühlte Revolution Max mit 975 oder 1.252 Kubik steckt in Nightster, Sportster S und Pan America, der Milwaukee-Eight in Cruisern und Tourern, in Street Bob und Street Glide mit 1.923 Kubik.
Haben alle Harleys einen Zahnriemen?
Zahnriemen sind bei Harley-Davidson seit der FXB Sturgis von 1980 üblich, aber nicht überall. Die Reiseenduro Pan America fährt seit ihrem Start 2021 mit Kette.
Warum schwanken die Zulassungszahlen 2024 und 2025 so stark?
Schwankungen um den Jahreswechsel 2024/25 hängen mit dem Stichtag für Euro 5+ zusammen: Vorher wurde noch zugelassen, was nach der alten Abgasstufe ging, und diese Maschinen tauchten 2025 nicht mehr auf. Wie stark das eine einzelne Marke betrifft, lässt sich aus den Zahlen nicht ablesen.
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