Du drückst den Starter, und das Licht geht aus - so ist es gebaut

Halb sieben, die Garage liegt schon im Halbdunkel. Zündung an, der Scheinwerfer wirft seinen Fleck an die Wand gegenüber. Du drückst den Starter - und der Fleck ist weg.

Zwei Sekunden später läuft der Motor, und das Licht ist wieder da. Der Schreck sitzt trotzdem kurz im Nacken. Wackelkontakt? Batterie am Ende? Bei einer Maschine, die du erst seit ein paar Wochen fährst, denkst du sofort an das Teuerste.

Nichts davon. Dass das Licht beim Starten ausgeht, ist bei vielen Motorrädern Absicht, und zwar von der ersten Zeichnung an.

Der Anlasser bekommt Vorfahrt

In den zwei, drei Sekunden zwischen Knopfdruck und Leerlauf muss deine Batterie eine Arbeit leisten, die sie sonst nie leistet. Sie dreht einen kalten Motor gegen die Kompression, und sie tut das allein: Die Lichtmaschine liefert erst etwas, wenn der Motor läuft.

Wie viel Strom dabei fließt, steht in keinem der Fahrerhandbücher, die wir dafür aufgeschlagen haben. Eine andere Zeile sagt aber genug. In der Bedienungsanleitung der Suzuki V-Strom 650 steht, dass der Starter nicht länger als fünf Sekunden am Stück betätigt werden darf, weil sonst Starter und Kabelbaum durch Überhitzung Schaden nehmen können.

Lies das noch einmal: der Kabelbaum. Nicht die Batterie - das Kabel selbst wird warm. So viel geht in diesen Sekunden durch.

Dazu passt, was in der Sicherungsliste derselben Anleitung steht - oder besser: was dort fehlt. Der Anlasser kommt darin nicht vor. Aufgeführt ist nur sein Relais, und das hängt an der Zündungssicherung mit zehn Ampere, also an der Steuerseite. Für den dicken Strang dahinter nennt die Anleitung keine Amperezahl, sondern eine Zeit.

An dieser einen Batterie hängen gleichzeitig die Dinge, die den Start überhaupt möglich machen. Steuergerät, Zündspulen, Einspritzung, Benzinpumpe. Sie brauchen wenig, aber sie brauchen es zuverlässig. Das ist der eine Grund: Was der Anlasser zieht, fehlt woanders.

Der zweite hängt unmittelbar damit zusammen. Unter der Last des Anlassers sackt die Bordspannung ab, und eine Elektronik, der mitten im Startversuch die Versorgung wegbricht, fängt von vorn an. Je weniger in diesem Moment gleichzeitig zieht, desto kleiner bleibt der Einbruch.

Deshalb nimmt die Konstruktion dem größten Verbraucher, der gerade nichts beiträgt, kurz den Strom weg. Der Scheinwerfer leuchtet zwei Sekunden lang gegen eine Garagenwand. Verzichtbar.

Zwei Handbücher, zwei Wege

Es gibt zwei Bauarten, die dasselbe Ziel erreichen, und beide stehen schwarz auf weiß in Fahrerhandbüchern.

Die erste: Das Licht ist an und geht aus, solange du drückst. In der Anleitung der V-Strom steht als schlichte Anmerkung direkt beim Elektrostarterschalter, dass der Scheinwerfer ausgeht, sobald dieser Schalter gedrückt wird. Ein Satz, keine Erklärung, kein Warnhinweis. Für den Hersteller ist das eine Selbstverständlichkeit.

Die zweite: Das Licht war vorher gar nicht an. Das Handbuch der Yamaha MT-125 beschreibt es unter der Schlüsselstellung „ON“ so: Der Scheinwerfer leuchtet automatisch auf, sobald der Motor angelassen wird. Er bleibt an, bis der Schlüssel auf „OFF“ steht - selbst wenn der Motor unterwegs abstirbt.

Dort bleibt der Schreck aus. Beim Einschalten der Zündung siehst du nur Standlicht und Instrumente, und der Scheinwerfer meldet sich, wenn der Motor läuft. Viele halten das für ein Extra moderner Maschinen. Es ist der zweite Weg zur gleichen Entlastung.

Dazu kommt eine dritte Sorte, die keinen dieser beiden Wege geht und sich die Mühe gar nicht erst macht: Der Scheinwerfer bleibt beim Starten einfach an. Dort siehst du dafür etwas anderes, nämlich wie der Lichtkegel im Takt des Anlassers dunkler wird. Davon später mehr, denn diese Maschinen verraten dir jedes Mal etwas über ihre Batterie.

Welchen Weg deine Maschine geht, ist eine Frage der Bauart und nicht der Marke. Innerhalb derselben Firma finden sich verschiedene Lösungen, je nach Baujahr und Modell. An älteren Maschinen mit eigenem Lichtschalter am Lenker stellte sich die Frage sowieso anders: Dort schaltest du selbst. Steht nichts dazu in deinem Handbuch, hilft der Versuch: Zündung an und schauen, ob der Scheinwerfer überhaupt schon brennt.

Warum es den Scheinwerfer trifft

Rechne einmal nach, mit Zahlen aus einem echten Datenblatt. Die MT-125 hat laut ihrer Anleitung eine Scheinwerferlampe mit 55 beziehungsweise 60 Watt.

55 Watt bei 12 Volt sind knapp fünf Ampere. Für sich genommen nicht dramatisch - aber es ist mit Abstand der größte Dauerverbraucher an Bord. Alles andere, was bei dieser Maschine ständig leuchtet, kommt zusammen auf einen Bruchteil: Rücklicht, Standlicht, Instrumentenbeleuchtung und sämtliche Kontrollleuchten sind LED, mit Glühlampe laufen nur noch die Blinker und die Kennzeichenleuchte.

Ihre Batterie hat 5,5 Amperestunden. Rein rechnerisch also gut eine Stunde Scheinwerfer, in der Praxis weniger, weil eine Batterie unter hohem Strom früher einbricht. Im Fahrbetrieb stellt sich die Frage ohnehin nicht, da lädt die Lichtmaschine mit. Für die zwei Sekunden am Startknopf sagt diese Stunde allerdings nichts: Dort zählt nicht die Ausdauer, sondern die Spannung, die beim Drehen übrig bleibt.

Zum Vergleich die Sicherungen derselben Maschine: Der Scheinwerferkreis ist mit 15 Ampere abgesichert, der Zündkreis mit 7,5. Eine Sicherung misst keinen Verbrauch, aber sie verrät, welchen Kreis der Konstrukteur für den kräftigeren gehalten hat.

Warum überhaupt 15 Ampere für knapp fünf? Weil ein kalter Glühfaden dem Strom viel weniger entgegensetzt als ein glühender. Im ersten Augenblick zieht eine Halogenlampe deshalb ein Vielfaches dessen, was sie danach braucht - eine knapp bemessene Sicherung wäre bei jedem Einschalten fällig.

Der Scheinwerfer ist also nicht irgendein Verbraucher. Er ist der eine, bei dem sich das Abschalten wirklich lohnt.

Und er ist der einzige große, der beim Starten nichts tut. Die Benzinpumpe darf nicht aussetzen, das Steuergerät schon gar nicht. Beim Licht dagegen kostet der Verzicht nichts als die Sicht auf eine Wand, vor der du ohnehin stehst.

Bei einem Motorrad mit LED-Scheinwerfer wird diese Rechnung übrigens deutlich kleiner. Eine LED-Einheit zieht weniger als eine Halogenlampe mit 55 Watt, und damit schrumpft das, was sich durch Abschalten überhaupt noch gewinnen lässt. Das ist einer der Gründe, warum du diese Startentlastung nicht an jeder neuen Maschine findest - und warum sie an älteren Maschinen mit dicker Halogenlampe besonders naheliegt.

WERBUNG

🛒 Für die Suche am Bordnetz

Die vorgeschriebene Amperezahl steht im Handbuch, bei vielen Maschinen auch auf dem Deckel des Sicherungskastens.

Die mit * gekennzeichneten Links sind Provisionslinks. Kommt über einen solchen Link ein Einkauf zustande, erhalten wir eine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Wo, wann und ob du ein Produkt kaufst, bleibt selbstverständlich dir überlassen. Für die Aufnahme in diese Liste zahlt niemand: Die Auswahl trifft die Redaktion unabhängig. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Was du beim Starten sonst noch bemerkst

Wenn du beim nächsten Start bewusst hinschaust, siehst du mehr als nur den Scheinwerfer. Bei vielen Maschinen zuckt die Anzeige im Display, die Balken der Tankanzeige springen, manchmal wird das Display für einen Wimpernschlag blasser.

Das ist dieselbe Ursache: Die Spannung fällt unter Last, und die Anzeige zeigt ehrlich, was gerade anliegt. Nach dem Start steht wieder alles da, wo es stehen soll.

Zum Hinhören lohnt sich der Moment auch. Auf einem stillen Hof bekommst du im Moment des Knopfdrucks ein trockenes Klacken mit, kurz bevor der Anlasser zu mahlen anfängt. Das ist das Starterrelais, und es gibt den dicken Strom erst frei, wenn das Sperrsystem aus Leerlauf, Kupplung und Seitenständer zustimmt.

Klackt es nur, ohne dass der Anlasser dreht, bekommt das Relais zwar seinen Steuerstrom - der dicke Strom dahinter kommt aber nicht an. Am häufigsten ist dann die Batterie leer: Fürs Relais reicht die Spannung noch, für den Anlasser bricht sie im selben Moment weg. Am Schalter liegt es jedenfalls nicht.

Eine Leuchte gehört ausdrücklich nicht in diese Reihe, auch wenn sie im selben Moment auffällt. Die ABS-Kontrollleuchte bleibt nach dem Start an, und das ist ebenfalls so gebaut. Im Handbuch der V-Strom steht dazu, dass diese Anzeige mit dem Einschalten der Zündung angeht und erst erlischt, sobald eine Geschwindigkeit über 5 km/h erreicht ist.

Das System will die Raddrehzahlsensoren in Bewegung sehen, bevor es Entwarnung gibt. Wer also im Stand auf das Erlöschen wartet, wartet vergeblich - und wer nach drei Metern Schieben erschrickt, erschrickt umsonst.

Wenn das Licht beim Starten aus- und nicht wieder angeht

Jetzt der Teil, für den du wahrscheinlich hier bist. Das Ausgehen ist Konstruktion. Das Ausbleiben ist es nicht.

Die Trennlinie ist erfreulich scharf: Sobald du den Knopf loslässt und der Motor läuft, muss der Scheinwerfer wieder da sein. Sofort, ohne Zögern, ohne Flackern. Bleibt er dunkel, hast du ein anderes Thema - und eines, das mit dem Anlasser nichts zu tun hat.

Der Reihe nach vorzugehen dauert nicht lange. Zuerst der Blick auf die Lampe selbst: Zieh die Lichthupe. Bei einer Zweifadenlampe sitzen Abblend- und Fernlichtfaden in einem Kolben und hängen an derselben Masse. Leuchtet das Fernlicht, kommt also beides bis zur Lampe - Strom und Masse. Der Fehler steckt dann im Abblendzweig: im Faden selbst oder in der Leitung, die nur ihn versorgt. Bleibt auch das Fernlicht dunkel, geht es an die Sicherungen.

Prüf dabei nicht nur, ob der Draht in der Sicherung noch ganz aussieht. Feine Risse erkennst du im Halbdunkel schlecht. Zündung aus, Sicherung herausziehen und gegen das Licht halten. Ganz sicher bist du erst mit dem Multimeter: Zeigt es keinen Durchgang, ist der Draht hin, auch wenn er unversehrt wirkt.

Und wenn alles bis hierher gesund wirkt, bleibt die Abschaltung selbst. Je nach Maschine läuft sie über einen zweiten Kontakt im Anlasserschalter, über ein eigenes Relais oder über das Steuergerät. Hängt der Kontakt mechanisch oder fällt das Relais nicht wieder ab, bleibt das Licht aus, obwohl du den Knopf längst losgelassen hast.

An älteren Maschinen, bei denen der Startknopf selbst schaltet, lohnt dabei ein Blick ins Schaltergehäuse am Lenker. Die Taste springt zurück, aber der winzige Kontakt darin kann verschmutzt oder abgebrannt sein und schließt dann nicht mehr sauber. Alles Weitere ist die Reparatur, die jemand mit Prüflampe und Schaltplan schneller findet als du auf dem Hof.

Sicherheitshinweis: Ersetz eine durchgebrannte Sicherung nur durch eine mit genau der Amperezahl, die für diesen Kreis vorgeschrieben ist - sie steht im Handbuch und bei vielen Maschinen auch auf dem Deckel des Sicherungskastens. Und niemals durch einen Behelf. Ein Hersteller schreibt in seine Anleitung, dass eine falsche Amperezahl oder ein Ersatzmittel wie Alufolie oder Draht die elektrische Anlage schwer beschädigen und sogar einen Brand verursachen kann.

Der Grund: Die Sicherung schützt nicht das Bauteil, sondern das Kabel dahinter. Wie viel Wärme in so einer Leitung stecken kann, sagt dieselbe Anleitung an anderer Stelle: Der Starter darf nicht länger als fünf Sekunden am Stück betätigt werden, sonst nimmt er samt Kabelbaum durch Überhitzung Schaden. Eine zu große Sicherung lässt genau diese Wärme entstehen, ohne abzuschalten.

Passiert es dir unterwegs, im Dunkeln, ohne Werkzeug? Dann ist die Warnblinkanlage deine wichtigste Anzeige, solange du stehst - vorausgesetzt, deine Maschine hat überhaupt eine. Sie hängt bei vielen Modellen an einem anderen Sicherungskreis als der Scheinwerfer. Und wenn eine Warnweste im Gepäck liegt, ist jetzt ihr Moment.

Steh nicht neben der Maschine und probier den Knopf zum zwanzigsten Mal. Schieb sie von der Fahrbahn und hol jemanden, der dich abholt. Ein Motorrad ohne Licht ist nach Einbruch der Dämmerung schmal, dunkel und für alle anderen praktisch nicht vorhanden.

Der Lichtkegel verrät die Batterie

Interessanter als ein Licht, das ausbleibt, ist eines, das gar nicht erst abgeschaltet wird. Gehört deine Maschine zur dritten Sorte, bleibt der Scheinwerfer beim Starten an - und wird in dem Moment trotzdem deutlich dunkler, während sich der Anlasser abmüht.

Dann siehst du der Batterie beim Arbeiten zu. Der Scheinwerfer ist in diesem Fall das beste Messgerät, das du an Bord hast: Er hängt an derselben Spannung wie alles andere und zeigt ohne Umweg, wie weit sie einbricht.

Ein kurzes Nachlassen beim Andrehen ist normal, an jeder Maschine. Wird der Lichtkegel dagegen fast orange und dreht der Anlasser hörbar zäh, sind es meistens zwei Dinge: eine Batterie am Ende ihres Lebens oder schlechte Übergänge an Pol, Masse und Anlasserkabel. Gemeint sind Stellen, an denen der Strom über Korrosion statt über blankes Metall muss. Sie zu prüfen kostet nichts außer einer Bürste und einem Schlüssel - und genau das passiert viel zu selten.

Eines gehört aber dazu: die richtige Reihenfolge. Erst das Minuskabel abklemmen, dann alles andere, beim Zusammenbauen umgekehrt. Ein Schlüssel, der gleichzeitig den Pluspol und den Rahmen berührt, schließt die Batterie kurz. Das gibt Funken, und der Schlüssel wird in Sekunden heiß.

Weil der Lichtkegel so ehrlich anzeigt, was die Batterie noch kann, ist der Startknopf auch bei einer Besichtigung aufschlussreich. Lass den Verkäufer die Maschine kalt anlassen und schau dabei nicht auf den Motor, sondern auf den Lichtkegel und die Anzeige. Springt sie nach kurzem Drehen an und ist das Licht sofort wieder voll da, ist das Bordnetz gesund. Orgelt sie mit sterbendem Licht, weißt du zumindest, worüber du reden musst.

Eine Sache noch, bevor du Teile kaufst. Eine Batterie, die im Frühjahr neu war und im Herbst schon schlapp wirkt, hat oft gar kein Batterieproblem, sondern ein Ladeproblem. Wer alle paar Wochen eine kurze Runde dreht, lädt sie dabei nie wieder ganz voll, und halb voll herumzustehen bekommt keiner Batterie. Dagegen hilft kein Neukauf, sondern ein Ladegerät.

Für alle Zahlen in diesem Text gilt ohnehin derselbe Satz: Beachte immer die Freigaben und Angaben in deinem Fahrzeughandbuch. Dort steht meistens auch, ob bei deiner Maschine das Licht beim Starten ausgeht. Die 55 Watt und die 15 Ampere von oben gehören zur MT-125, nicht zu deiner.

Der Blick an die Garagenwand

Es ist eine winzige Sache, dieser dunkle Moment zwischen Knopfdruck und Leerlauf. Und trotzdem hat ihn jemand entworfen, begründet und in ein Handbuch geschrieben.

Wenn du das nächste Mal im Halbdunkel losfährst, schau beim Drücken an die Wand statt auf den Motor. Der Fleck geht weg, der Motor springt an, der Fleck ist wieder da. Drei Bewegungen in zwei Sekunden, und alle drei sind gewollt.

Sorgen musst du dir erst machen, wenn die dritte ausbleibt.

❓ Häufige Fragen zum Licht beim Starten

Warum geht bei meinem Motorrad beim Starten das Licht aus?

Weil der Anlasser in diesen Sekunden mit Abstand der größte Verbraucher an Bord ist und die Batterie ihn allein versorgen muss. Der Scheinwerfer ist der einzige große Stromfresser, der beim Starten nichts beiträgt, also nimmt ihm die Konstruktion kurz den Strom. Bei manchen Maschinen steht die Abschaltung sogar wörtlich in der Bedienungsanleitung.


Machen das alle Motorräder so?

Nein, es ist bauartabhängig. Manche Maschinen schalten den brennenden Scheinwerfer ab, solange der Starterknopf gedrückt ist. Andere schalten ihn überhaupt erst ein, wenn der Motor läuft - dort fällt gar nichts auf. Und wieder andere lassen ihn einfach an. Was für deine Maschine gilt, steht im Fahrerhandbuch.


Woran erkenne ich, dass es doch ein Defekt ist?

Daran, dass das Licht nach dem Loslassen des Knopfes nicht zurückkommt. Solange der Scheinwerfer wieder angeht, sobald der Motor läuft, ist alles in Ordnung. Bleibt er dunkel, prüfe in dieser Reihenfolge: Lichthupe ziehen (brennt das Fernlicht?), dann bei ausgeschalteter Zündung die Sicherung herausziehen, gegen das Licht halten und im Zweifel den Durchgang messen, dann die Abschaltung am Anlasserschalter selbst.


Mein Scheinwerfer bleibt an und wird beim Starten nur dunkler. Ist das schlimm?

Ein kurzes Nachlassen ist normal, das zeigt jede Maschine. Wird der Lichtkegel fast orange und dreht der Anlasser dabei hörbar zäh, siehst du einen deutlichen Spannungseinbruch. Dahinter stecken meistens eine alte Batterie oder schlechte Übergänge an Pol, Masse und Anlasserkabel.


Warum bleibt die ABS-Leuchte nach dem Start an?

Weil das System erst Entwarnung gibt, wenn es die Raddrehzahlsensoren in Bewegung gesehen hat. In einer Bedienungsanleitung ist das so beschrieben, dass die Anzeige mit der Zündung angeht und erst oberhalb von 5 km/h erlischt. Im Stand darauf zu warten, bringt also nichts.


Darf ich eine größere Sicherung einsetzen, wenn die kleine immer wieder durchbrennt?

Nein. Die Sicherung schützt das Kabel, nicht das Bauteil, und eine zu große lässt die Leitung heiß werden, ohne abzuschalten. Hersteller warnen in ihren Anleitungen ausdrücklich vor Bauteilschäden und Brandgefahr. Brennt dieselbe Sicherung mehrfach durch, gehört die Ursache gesucht und nicht die Sicherung getauscht.

Vorheriger Artikel

Nächster Artikel

Lade nächsten Beitrag...
Folgen
Suche
Jetzt beliebt
Wird geladen

Anmeldung in 3 Sekunden …

Registrierung in 3 Sekunden …