
Auf den Fotos sieht alles herrlich aus: endlose Kurven, glitzernde Bergseen, Kühe vor weißen Gipfeln. Vor der ersten eigenen Alpentour kommen dann die Fragen. Wie eng sind diese Kehren wirklich? Was, wenn hinter der nächsten Kurve ein Reisebus auftaucht? Und wie behältst du bei Regen und zwölf Prozent Gefälle einen klaren Kopf?
Ein leichtes Ziehen im Magen ist dabei normal, und es ist kein Grund, zu Hause zu bleiben. Denn es gibt sie, die Alpenpässe für Anfänger: breit genug, dass du dich sicher fühlst, und kurvig genug, dass es Spaß macht. Fünf davon in Österreich und der Schweiz stellen wir dir hier vor, dazu die Regeln, mit denen die erste Tour entspannt bleibt, und die Maut-Fallen, die dich sonst hinterher Geld kosten.
Vergiss für einen Moment, was du aus Videos und Stammtischgeschichten kennst. Eine Alpentour ist eine Reise und kein Härtetest. Mit diesen fünf Regeln bleibt sie das auch.
Dein Motorrad fährt dahin, wohin du schaust. Starrst du auf den Abgrund oder die Leitplanke, ziehen Kopf, Oberkörper und Hände die Maschine unbewusst genau dorthin. Schaust du dagegen zum Kurvenausgang, folgt sie dieser Linie. Deshalb gilt: Blick dahin, wo du hinwillst, nicht dahin, wovor du Angst hast.
Auf weiten Bögen klappt das fast von allein. In engen Spitzkehren dagegen wandert der Blick gern nach unten, direkt vor das Vorderrad, und genau dann verlieren viele die Balance.
Mach es stattdessen so:
Merkst du, dass du dich verspannst, atme bewusst aus. Die Schultern sinken, die Arme werden locker, und die Maschine lässt sich wieder leichter lenken.
Und wenn es doch mal nicht rund läuft: Halt in der nächsten Haltebucht an, nicht in der Kehre, und atme durch. Die Aussicht ist sowieso zu schön, um sie im Stress zu verpassen.
Sicherheitshinweis: In engen Kehren brauchen Busse, Lkw und Wohnmobile oft die ganze Straßenbreite, und mancher entgegenkommende Motorradfahrer schneidet die Kurve. Bleib deshalb konsequent auf deiner Seite und fahr nur so schnell in eine Kehre, dass du vor einem Hindernis noch anhalten kannst. Kommt dir in der Kehre ein Bus entgegen, halt lieber vorher am rechten Rand an und lass ihn herum, statt dich an ihm vorbeizuquetschen. Und fahr nie ohne vollständige Schutzausrüstung, auch nicht „nur kurz über den Pass“.
Was im Alltag kaum auffällt, merkst du in den Bergen schnell: zu wenig Luft im Reifen oder eine Bremse, die lange nicht gewartet wurde. Deshalb prüfst du vor der Tour Reifen und Bremsen besonders genau.
Prüf den Reifendruck am Morgen vor der Abfahrt, bei kalten Reifen, und mit Gepäck oder Sozius auf den Wert, den dein Handbuch für Beladung nennt. Korrigier ihn unterwegs nicht am warmen Reifen: Nach einer Passfahrt zeigt das Manometer mehr an, und wer dann Luft ablässt, hat nach dem Abkühlen zu wenig im Reifen. Zu niedriger Druck macht die Lenkung schwer und das Fahrverhalten schwammig, zu hoher verkleinert die Auflagefläche, und die Maschine wird auf welligem Asphalt unruhig.
Dann die Bremsen. Der typische Anfängerfehler bergab: lange und schleifend bremsen statt kurz und kräftig. Dann wird die Anlage heiß, und zwei Dinge können passieren. Überhitzte Beläge greifen schlechter, du musst also fester ziehen, um dieselbe Wirkung zu bekommen (Fading). Und die Bremsflüssigkeit kann zu kochen beginnen: Dann entstehen im System Dampfblasen, der Hebel fühlt sich weich an und kommt im schlimmsten Fall bis an den Griff.
Deshalb gehört vor die erste Alpentour ein Blick ins Serviceheft: Wann wurde die Bremsflüssigkeit zuletzt gewechselt? Sie nimmt mit der Zeit Wasser auf, und damit sinkt ihr Siedepunkt. Wie oft sie gewechselt wird, legt der Hersteller fest. Beachte immer die Freigaben und Angaben in deinem Fahrzeughandbuch.
Gegen die Hitze hilft vor allem die Motorbremse: Schalt rechtzeitig einen Gang tiefer und lass den Motor mitbremsen, mit der Drehzahl im mittleren Bereich, nicht am Begrenzer. Auf langen Gefällstrecken hilft auch eine Pause, in der die Anlage abkühlt. Mit Sozius und Gepäck gilt das umso mehr, weil die Bremse mehr Gewicht abfangen muss.
Auch die Hersteller schreiben das in ihre Anleitungen. Honda rät etwa bei der NC750X und der Transalp, an langen, steilen Gefällen vor allem die Motorbremse zu nutzen, weil die Bremsen im Dauereinsatz überhitzen und nachlassen können. Yamaha schreibt in die Anleitung der MT-09, erst dann herunterzuschalten, wenn Geschwindigkeit und Drehzahl ausreichend gesunken sind. Sonst könnte der Motor zu hoch drehen oder das Hinterrad ins Rutschen kommen. BMW rät für Passabfahrten mit der R 1300 GS, nicht überwiegend hinten zu bremsen, sondern vorn und hinten, dazu die Motorbremse.
Werden Bremshebel oder Fußbremshebel weich, oder riechst du etwas Verbranntes, halte dort an, wo es sicher geht, und lass die Anlage abkühlen; bis dahin ist die Motorbremse deine Hauptbremse. Bleibt die Bremse nach dem Abkühlen weich, fährst du nicht weiter. Wird sie wieder fest, lass die Bremsflüssigkeit nach der Tour prüfen.
Es wird passieren. Du rollst gemütlich bergauf, genießt die Aussicht, und plötzlich zischt eine Reiseenduro vorbei, mit Koffern, Sozia und halbem Campingplatz auf dem Heck. Das ist kein Grund, hektisch zu werden.
Alpenfahren ist kein Wettkampf. Genau hier passiert ein typischer Einsteigerfehler: Du fühlst dich provoziert, drehst am Gas, die Linie wird unruhig, und aus Genuss wird Stress.
Wer drängelt, hat es eben eilig, also lass ihn ziehen: Geh auf einem übersichtlichen Stück etwas vom Gas und halte dich rechts, dann ist er schnell vorbei. Durchwinken solltest du ihn nicht, denn ob die Straße vor ihm frei ist, kann nur er selbst beurteilen.
Dein Tempo ist das, bei dem du vor jeder Kurve noch Reserven hast. Fährst du schneller, überforderst du dich; fährst du verkrampft langsam, verlierst du den Rhythmus.
Morgens im Tal sommerlich warm, mittags auf der Passhöhe zehn Grad und Wind: Das ist in den Alpen kein Ausnahmewetter, sondern ein normaler Tag. Deshalb gilt das Zwiebelprinzip: lieber mehrere dünne Schichten unter der Motorradjacke, die du an- und ausziehen kannst, als ein dicker Pullover, in dem du entweder schwitzt oder frierst.
Die untere Schicht hält dich trocken, also atmungsaktive Funktionswäsche statt Baumwolle, denn Baumwolle saugt Schweiß auf und kühlt dich beim nächsten Temperatursturz aus. Die mittlere Schicht isoliert, eine leichte Fleecejacke reicht. Außen schützt die Motorradjacke mit ihren Protektoren vor Wind, Regen und im Ernstfall vor dem Asphalt; Belüftungsöffnungen helfen unten im Tal.
Eine Regenkombi gehört immer ins Gepäck, auch wenn der Himmel morgens strahlend blau ist. Im Sommer bilden sich in den Bergen am Nachmittag oft Gewitter, und wer dann keine Regensachen dabeihat, fährt nass, mit kalten Fingern und beschlagenem Visier weiter.
Mit Bequemlichkeit hat das wenig zu tun: Kalte Hände reagieren langsamer und haben weniger Gefühl für Gas und Bremse, und Kälte macht müde, bevor du es merkst.
Nichts verdirbt die Erinnerung an eine Alpentour so gründlich wie eine Zahlungsaufforderung, die Wochen später im Briefkasten liegt. Die Regeln sind nicht kompliziert, haben aber ihre Tücken, vor allem, wenn du spontan auf eine Straße abbiegst, ohne zu wissen, dass sie als Autobahn oder Schnellstraße gilt.
In Österreich brauchst du für fast alle Autobahnen und Schnellstraßen eine Vignette, auch wenn du sie nur ein paar Kilometer nutzt, um zum Pass zu kommen.
Die Vignette gibt es für einen Tag, zehn Tage, zwei Monate oder ein Jahr, die Tagesvignette nur digital. Die Klebevignette gibt es 2026 zum letzten Mal; ab 2027 ist die Vignette nur noch digital zu haben. Kaufen kannst du sie an Tankstellen, bei Automobilclubs, in Trafiken, an Grenzübergängen oder online.
Wichtig beim Kauf im Mautshop oder in der App der ASFINAG: Eine Jahres- oder 2-Monats-Vignette gilt dann wegen des Widerrufsrechts frühestens ab dem 18. Tag nach dem Kauf. Bei der 1- und der 10-Tages-Vignette kannst du online die sofortige Gültigkeit wählen, und an einer Verkaufsstelle gilt jede Vignette sofort.
Direkt hinter der deutschen Grenze sind drei Abschnitte von der Vignettenpflicht ausgenommen: die A12 bis Kufstein-Süd, die A1 vom Walserberg bis Salzburg-Nord und die A14 von Hörbranz bis Hohenems. Fährst du weiter, etwa bis Innsbruck, brauchst du die Vignette wieder. Wer ohne gültige Vignette erwischt wird, zahlt eine Ersatzmaut, für Motorräder nach Angaben der ASFINAG 100 Euro (Stand: Oktober 2026).
Zusätzlich kosten einige Autobahnabschnitte eine eigene Streckenmaut, die die Vignette nicht abdeckt. Das sind die ganze Brenner Autobahn A13, die Tauern Autobahn zwischen Flachau und Rennweg, der Karawankentunnel, der Arlbergtunnel und zwei Tunnel der Pyhrn Autobahn. Und dann gibt es Panoramastraßen mit eigener Maut, etwa die Großglockner Hochalpenstraße, die Gerlos Alpenstraße oder die Nockalmstraße. Die aktuellen Tarife nennt der jeweilige Betreiber.
Diese Panoramastraßen sind kein Muss, aber wer sie fährt, weiß, wofür er zahlt.
In der Schweiz ist es einfacher: Es gibt nur eine Vignette, die Jahresvignette für 40 Franken, als Aufkleber oder als E-Vignette. Du brauchst sie auf den Nationalstraßen, also auf Autobahnen und Autostraßen. Die Pässe selbst kosten nichts, ob Julier, Flüela, Susten oder Grimsel.
Ob du beide Vignetten brauchst, hängt von deiner Anfahrt ab. Kommst du über die A12 und Landeck ins Engadin, reicht die österreichische, denn im Engadin gibt es keine Autobahn. Fährst du dagegen über die Schweizer A13 zum Julier, brauchst du die Schweizer.
Kauf die Vignetten, die du brauchst, vor der Grenze. An einer Tankstelle gilt die österreichische sofort, im Mautshop und in der App nur mit der Einschränkung von oben.
Nicht jeder Alpenpass verlangt enge Kehren im Minutentakt. Diese fünf sind breit ausgebaut, gut einsehbar und eignen sich für die ersten Kilometer im Hochgebirge.
Der Julierpass ist so etwas wie der ideale Einstieg: breit, gut ausgebaut und berechenbar. Er verbindet Tiefencastel im Norden mit Silvaplana im Engadin und steigt dabei auf 2.284 Meter. Als Hauptverbindung ins Engadin ist er im Sommer gut befahren, auch von Bussen und Lastwagen, und er ist einer der wenigen hohen Pässe, die auch im Winter offen bleiben.
Das Besondere am Julier: Er lässt dir Raum. Du hast Platz, um dich zu korrigieren, die Sicht ist offen, und die meisten Kurven sind lang gezogen statt eng verschachtelt. Nach oben wird die Landschaft immer karger, und kurz vor der Passhöhe liegt ein kleiner Bergsee, der Lej da las Culuonnas, ein guter Platz für die erste Pause.
Bei den Gebühren ist der Julier unkompliziert. Die Straße ist mautfrei, eine Schweizer Autobahnvignette brauchst du nur, wenn du über die A13 anreist.
Nicht weit vom Julier wartet der Flüelapass - etwas wilder, etwas höher, aber immer noch freundlich zu Fahranfängern. Er verbindet Davos mit Susch und führt auf 2.383 Meter.
Die Straße ist gut ausgebaut, der Anstieg gleichmäßig, und die Kurven gehen flüssig ineinander über, sodass du selten hart bremsen musst. Besonders die Nordseite Richtung Davos hat echtes Hochgebirgsgefühl: felsige Flanken, klare Luft, hin und wieder Murmeltiere am Straßenrand.
Was den Flüelapass angenehm macht: wenige abrupte Kehren, gut einsehbare Kurven. Kennst du den Julier schon, ist er der logische nächste Schritt.
Im Winter ist der Pass zeitweise gesperrt, und im Spätherbst kann ihn Schnee auch kurzfristig schließen. Prüf deshalb vor der Fahrt, ob er offen ist. Maut kostet er nicht, wie die anderen Schweizer Pässe dieser Liste auch.
In Vorarlberg wird es ein Stück kurviger. Die Kombination aus Flexenpass und Hochtannbergpass führt dich von Stuben am Arlberg über Zürs und Lech nach Warth und über den Hochtannberg weiter nach Schröcken. Die Strecke ist ein Klassiker unter den gut ausgebauten Bergstraßen.
Der Flexenpass ist bekannt für seine Lawinengalerien, durch die du streckenweise fährst. Mit einem dunkel getönten Visier wird es darin schnell zu dunkel. Danach öffnet sich die Landschaft hin zum Hochtannbergpass, der sanft über grüne Hänge und Almen führt.
Tempo ist hier Nebensache. Der Asphalt ist gut, der Blick geht weit, genau das Richtige, wenn du dich langsam an die Höhe gewöhnst. Und wer mag, legt in Lech eine Kaffeepause ein.
Die Strecke ist mautfrei, nur die Anfahrt über die österreichische Autobahn verlangt eine Vignette, und wer durch den Arlbergtunnel kommt, zahlt dessen Streckenmaut. Technisch ist sie gut machbar, wenn du dir Zeit lässt.
Fährst du von Warth weiter durchs Lechtal Richtung Reutte, dürfen auf der B 198 zwischen Steeg und Weißenbach vom 15. April bis 31. Oktober keine Motorräder fahren, deren Standgeräusch über 95 dB(A) liegt. Es zählt der Wert in der Zulassungsbescheinigung; steht dort eine Zahl mit N, schlägt das Land Tirol 21 dB auf.
Der Brünigpass ist kein spektakulärer Hochgebirgspass - und genau das macht ihn so gut für Einsteiger. Über ihn führt die Verbindung von Luzern nach Interlaken, also von der Zentralschweiz ins Berner Oberland. Mit nur 1.008 Metern ist er vergleichsweise niedrig, aber er hat alles, was eine Alpentour reizvoll macht: Kurven, Seen, Panoramen und das Gefühl, langsam in eine andere Welt zu fahren.
Die Straße ist breit und gut markiert, die Kurvenradien sind großzügig, die Steigungen moderat. Als wichtige Verbindung zwischen Zentralschweiz und Berner Oberland ist der Brünig allerdings selten leer.
Ein Highlight ist der Blick auf den Lungerersee, dessen Farbe zwischen Smaragd und Türkis wechselt, je nach Sonne. Wer hier einen Stopp einlegt, vergisst leicht, dass das nur „ein einfacher Pass“ sein soll.
Eine Maut kostet der Brünig nicht. Eine Vignette brauchst du nur, wenn du die Autobahn nutzt, etwa die A8 bei der Anfahrt von Luzern. Der Brünig ist ein guter „Aufwärm-Pass“ - oder der entspannte Abschluss einer längeren Tour.
Der Gerlospass ist das einzige Beispiel in dieser Liste, bei dem du bezahlen musst, genauer: für die Gerlos Alpenstraße. Dafür bekommst du weite Ausblicke, gut ausgebaute Straßen, Wasserfälle und Wälder.
Wichtig: Es gibt zwei Routen. Die alte Gerlosstraße ist schmaler und für Neulinge weniger entspannt. Die mautpflichtige Gerlos Alpenstraße führt laut Betreiber von Krimml aus auf zwölf Kilometern mit acht Kehren und höchstens neun Prozent Steigung zur Passhöhe, und sie ist das ganze Jahr befahrbar. Der Betreiber setzt dort, wie auf seinen anderen Erlebnisstraßen, auf Tempo 70. Der bekannteste Halt sind die Krimmler Wasserfälle, die über drei Stufen 380 Meter in die Tiefe fallen.
Eine Tageskarte für Motorräder kostet 2026 laut Betreiber 9,50 Euro. Technisch ist die Strecke leicht, aber das Panorama lenkt ab, also lieber öfter anhalten, statt staunend zu lenken.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ordnet die Lage allgemein und journalistisch ein (Stand: Oktober 2026). Er ist keine Rechtsberatung, und Einzelfälle können anders liegen. Vignetten, Streckenmaut und Fahrverbote können sich ändern; prüf sie vor der Reise bei der ASFINAG, beim Schweizer Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit oder bei deinem Automobilclub.
Die erste Passhöhe ist selten die höchste, und schnell oben bist du auch nicht. Sie ist die, an der du den Helm abnimmst, die kühle Luft merkst und feststellst, dass die Kehren kleiner waren als die Angst davor.
Welcher Alpenpass ist für Anfänger am besten geeignet?
Gut geeignet sind breit ausgebaute Pässe mit langen Kurven und wenigen engen Kehren, etwa Julier, Flüela oder Brünig in der Schweiz. Der Julier ist sogar ganzjährig geöffnet. Fahr den ersten Pass bei gutem Wetter und ohne Zeitdruck.
Brauche ich für Alpenpässe eine Vignette?
Für die Pässe selbst nicht. Eine Vignette brauchst du erst, wenn deine Anfahrt über eine vignettenpflichtige Autobahn oder Schnellstraße führt. Panoramastraßen wie die Großglockner Hochalpenstraße oder die Gerlos Alpenstraße kosten in Österreich eine eigene Maut, die Schweizer Pässe dieser Liste sind mautfrei.
Was kostet es, ohne Vignette erwischt zu werden?
Ohne gültige Vignette verlangt die ASFINAG von Motorradfahrern eine Ersatzmaut von 100 Euro (Stand: Oktober 2026). Wer sie nicht zahlt, riskiert eine Verwaltungsstrafe, laut ASFINAG bis zu 3.000 Euro.
Gilt eine online gekaufte Vignette sofort?
Nur zum Teil. Bestellst du als Privatperson direkt bei der ASFINAG, über ihren Webshop oder ihre App, wird eine österreichische Jahres- oder 2-Monats-Vignette erst 18 Tage nach dem Kauf gültig. Grund ist der Konsumentenschutz. Wer nur einen oder zehn Tage braucht, kann dort den sofortigen Beginn wählen. Kaufst du die Vignette vor Ort, etwa an einer Mautstelle, an der Tankstelle oder bei einem Automobilclub, gilt sie sofort.
Wo darf ich in Österreich ohne Vignette auf die Autobahn?
Auf drei Abschnitten gleich nach der deutschen Grenze: auf der A12 bis zur Ausfahrt Kufstein-Süd, auf der A1 zwischen Walserberg und Salzburg-Nord und auf der A14 zwischen Hörbranz und Hohenems. Überall sonst auf Autobahnen und Schnellstraßen brauchst du eine Vignette; für die Brenner Autobahn, den Arlbergtunnel und einige weitere Abschnitte gibt es eine eigene Streckenmaut.
Wie vermeide ich überhitzte Bremsen bei der Passabfahrt?
Fahr mit Motorbremse einen Gang tiefer und brems kurz und kräftig statt lange schleifend. Wird der Hebel weich oder riecht es verbrannt, such dir einen sicheren Platz zum Anhalten und warte, bis die Bremse abgekühlt ist. Prüf vor der Tour das Alter der Bremsflüssigkeit, denn alte Flüssigkeit kocht früher.
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