
Neun. So weit hinten steht Karlis Reisulis nach dem Start des zweiten MX2-Laufs beim MXGP Flanders 2026 in Lommel. Vor ihm acht Fahrer, unter ihm tiefer, launischer Sand, der mit jeder Runde tückischer wird. Irgendwo in diesem Feld: sein eigener Bruder Janis, auf dem baugleichen Motorrad, im selben Team. Am Ende steht Karlis auf Rang vier – er hat sich erst an Janis, dann an Liam Everts vorbeigekämpft, Meter für Meter, Kurve für Kurve.
Lommel riecht nach heißem Sand und Zweitaktbenzin, selbst wenn fast das gesamte Feld längst auf Viertaktmotoren unterwegs ist. Der Belag speichert die Augustsonne wie ein Backofen und wird von Runde zu Runde tiefer, unberechenbarer – genau in dieser Gluthitze mussten die Brüder aus Lettland ihr drittes Grand-Prix-Wochenende in Folge durchstehen.

Am Ende der 14. Runde der Motocross-Weltmeisterschaft 2026 stand für die Reisulis-Brüder ein Ergebnis, das nach außen nach einer runden Geschichte aussieht: Karlis wurde in der Gesamtwertung Vierter, Janis Fünfter, beide auf der Yamaha YZ250FM des Monster Energy Yamaha Factory MX2 Teams. Wer aber nur auf das Rennwochenende schaut, verpasst die eigentliche Pointe. Denn in der WM-Tabelle liegt ausgerechnet der jüngere, unerfahrenere Bruder klar vorn – und das schon seit Monaten.
Lommel ist keine Strecke, die Gnade kennt, und das MXGP of Flanders wollte in diesem Jahr besonders wenig davon zeigen. Für das Fahrerlager war es bereits das dritte Grand-Prix-Wochenende in Folge: Erst Großbritannien in Foxhills, eine Woche später Tschechien in Loket, dann Lommel – drei Weltmeisterschaftsläufe an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden, ohne Verschnaufpause dazwischen. Wer am Ende dieser Serie noch Körner in den Armen hatte, hatte sich das hart verdient.

Die MX2-Klasse, in der beide Brüder fahren, gilt als das eigentliche Sprungbrett zur Königsklasse MXGP: zugelassen sind Viertakt-Motorräder zwischen 175 und 250 Kubikzentimetern, gefahren von Fahrerinnen und Fahrern zwischen 15 und 23 Jahren. Wer sich hier über mehrere Saisons durchsetzt, bekommt früher oder später ein Angebot für die MXGP – genau der Weg, den vor den Reisulis-Brüdern schon etliche der heutigen MXGP-Stars gegangen sind.
Genau in dieser Ausgangslage lieferten beide Reisulis-Brüder ab. Karlis fuhr in beiden Läufen auf Rang vier und sicherte sich damit sein bestes Gesamtergebnis seit seinem Karriere-Höhepunkt eine Woche zuvor. Janis wurde Fünfter (Rang fünf im ersten, Rang sechs im zweiten Lauf) – für den Rookie sein bereits achter Top-Fünf-Ergebnis der Saison 2026, und das bei seinem allerersten Grand-Prix-Start überhaupt in Lommel. Wer schon einmal auf einer komplett neuen Strecke ins kalte Wasser gesprungen ist, weiß: Das ist keine Nebensache.

Gewonnen hat die MX2-Klasse in Lommel der Südafrikaner Camden McLellan, mit einer makellosen 1-1-Wertung aus beiden Rennen. Ganz neu ist der Name an der Spitze nicht: Schon in Spanien, bei Runde zwei der Saison, hatte McLellan gewonnen – Triumphs allererster MX2-Gesamtsieg überhaupt – und damals kurzzeitig sogar die Gesamtführung übernommen. Nach einem eher ruhigeren Sommer ist er mit seinem bislang größten Einzelerfolg zurück in den Top 3 der Meisterschaft. Genau das macht die MX2-Klasse 2026 so unberechenbar: Woche für Woche wechseln die Gesichter vorne, während sich im Hintergrund die eigentlich entscheidenden Geschichten über Monate aufbauen. Eine davon schreiben gerade zwei Brüder aus Gulbene.
Karlis und Janis Reisulis kommen aus Gulbene, einer Kleinstadt im Osten Lettlands – nicht gerade die erste Adresse, die einem beim Stichwort Motocross-Weltmeisterschaft einfällt. Und doch stehen beide Brüder im selben Werksteam der Nachwuchsklasse, bei Monster Energy Yamaha Factory MX2, dort, wo zuvor schon Fahrer wie Jago Geerts und Thibault Benistant um MX2-Titel kämpften.

Für lettischen Motorsport ist das keine Kleinigkeit. Kegums, eine Strecke unweit der Hauptstadt Riga, hat sein eigenes festes MXGP-Wochenende im Kalender – der Vertrag mit der Strecke wurde 2025 um drei weitere Jahre verlängert. Für die Brüder aus Gulbene bedeutet das ein echtes Heimrennen mit eigenem Publikum am Streckenrand, ein seltener Luxus im internationalen Motocross.
Wer die beiden nebeneinander auf der Strecke sieht, erkennt schnell, wie unterschiedlich sie fahren. Karlis gilt als der aggressivere, spektakulärere der beiden – einer, der Lücken sucht, wo andere längst vom Gas gehen. Janis dagegen wirkt ruhiger, analytischer, fast schon kühl kalkulierend. Zwei völlig unterschiedliche Charaktere auf zwei baugleichen Motorrädern – und offenbar keine schlechte Kombination für ein Werksteam. Für Lettland ist das Ganze mehr als eine Randnotiz: Seit Pauls Jonass 2017 als erster Lette überhaupt einen Motocross-WM-Titel holte, in der MX2-Klasse, gilt das kleine Baltenland als aufstrebende Talentschmiede im internationalen Motocross – und mit zwei Brüdern aus Gulbene gleichzeitig in einem der größten Werksteams der Welt bekommt dieser Aufstieg gerade ein neues Kapitel.
Wie ungewöhnlich ihr gemeinsamer Weg ist, zeigt schon der Blick ins eigene Fahrerlager: zwei Brüder, ein Nachname, ein Werksvertrag, ein Ziel. Ein Motorsport-Portal brachte es in einem Porträt über die beiden zuletzt auf den Punkt: „Yamaha Brotherhood”. Wie Lommel gerade gezeigt hat, führt dieser gemeinsame Weg trotzdem über zwei ziemlich unterschiedliche Formkurven.

Um zu verstehen, was Karlis Reisulis in Lommel geleistet hat, muss man eine Woche zurückgehen. Beim MXGP of Czech Republic in Loket holte der 20-Jährige mit Rang vier im ersten und Rang drei im zweiten Lauf sein allererstes Grand-Prix-Podium – nach eigenen Angaben nach zwei Jahren, in denen genau dieses Ziel immer knapp verfehlt wurde. Wer im Motorsport unterwegs ist, weiß, wie sich das anfühlt: nicht das Fehlen von Talent, sondern das Fehlen dieses einen Rennens, in dem alles zusammenpasst.

Und dann, kaum eine Woche später, sofort wieder abliefern – auf einer der forderndsten Strecken des gesamten Kalenders. Im ersten Lauf in Lommel startete Karlis laut Yamahas Rennbericht nur knapp innerhalb der Top 10 und arbeitete sich über die gesamte Renndistanz nach vorn, bis am Ende Rang vier stand. Kein spektakulärer Start, keine Aufholjagd mit Showeffekt – einfach die Art von zäher, konstanter Arbeit, die in tiefem Sand über die zweite Rennhälfte entscheidet, wenn den Gegnern die Arme schwer werden.
„Es war ein guter Tag. Wir haben nach gestern ein paar positive Anpassungen vorgenommen, und ich habe mich heute definitiv deutlich besser auf dem Motorrad gefühlt”, wird Karlis Reisulis in der Team-Mitteilung von Yamaha zitiert. „Mein Start im ersten Rennen war nicht großartig, aber ich bin mein eigenes Rennen gefahren und habe mich stark gefühlt. Ich hatte das Gefühl, bis zum Ende richtig pushen zu können.”
Dass er das genauso ernst meinte, zeigte sich wenige Stunden später im zweiten Lauf – und dort wird die Geschichte richtig konkret.

Neunter nach dem Start, das ist keine komfortable Ausgangslage in Lommel. Der Sand verändert sich von Runde zu Runde, die vorderen Startplätze liegen auf frischerem, griffigerem Untergrund, während sich hinten schon die ersten Rillen bilden. Aus dieser Position musste sich Karlis Reisulis zunächst an einem ganz besonderen Gegner vorbeikämpfen: seinem eigenen Bruder. Der Aufstieg auf Rang fünf führte laut Yamahas Rennbericht über einen Zweikampf mit Janis – Bruder gegen Bruder, mitten im MX2-Feld, beide im selben Team, beide auf dem gleichen Motorrad.
Was von außen nach einer Randnotiz aussieht, ist im Fahrerlager keine. Bruder gegen Bruder, mit vollem Tempo, im tiefsten Sand des gesamten MXGP-Kalenders – und ein paar Minuten nach der Zielflagge sitzen beide wieder nebeneinander in derselben Box, tauschen sich über dieselben Linien aus und fahren am nächsten Wochenende wieder für dasselbe Team.
Ein paar Runden später folgte der nächste Angriff, dieses Mal auf Liam Everts. Der Belgier, Sohn der Motocross-Legende Stefan Everts und im eigenen Land natürlich der Publikumsliebling, musste den vierten Platz an Karlis abgeben und wurde am Ende des zweiten Laufs Fünfter. Für Karlis reichte das zum zweiten Rang vier des Tages – die Top 3, angeführt von McLellan, blieben zwar außer Reichweite, aber genau diese Konstanz war es, die am Ende der Saison zählen wird.
Dass der Sprung aufs Podium in Tschechien kein Zufallstreffer war, zeigt der Rest seiner Saison. Beim eigenen Heim-Grand-Prix in Kegums verpasste Karlis das Podest im Juni nur um zwei Punkte – Rang fünf, nachdem ihm auf der letzten Runde des zweiten Laufs ein kleiner Fehler unterlief und ausgerechnet Camden McLellan noch vorbeizog. Wenig später sicherte er sich bei den nationalen „Dutch Masters of Motocross” im niederländischen Halle den MX2-Gesamttitel, mit Janis als Gesamtzweitem nur sechs Punkte dahinter – ein Erfolg außerhalb der Weltmeisterschaft, aber ein deutliches Zeichen dafür, dass die Form schon vor Loket da war. Nur das eine große Ergebnis fehlte noch.
Nach dem MXGP Flanders 2026 steht Karlis Reisulis mit 416 Punkten auf Rang sieben der MX2-Weltmeisterschaft, nach 14 von 19 Runden. Nach dem Podium in Tschechien und nun zwei weiteren starken Läufen in Lommel ist er einer der Fahrer im Feld, deren Formkurve gerade steil nach oben zeigt – während andere im Hochsommer, nach drei Rennwochenenden am Stück, eher abzubauen beginnen.

Und jetzt zur eigentlichen Überraschung dieses Wochenendes – einer, die in der Pressemitteilung selbst nur zwischen den Zeilen steht. Janis Reisulis ist 18 Jahre alt und bestreitet 2026 offiziell seine erste MX2-Saison. Und trotzdem liegt ausgerechnet dieser „Rookie” in der Weltmeisterschaft mit 512 Punkten auf Rang sechs, deutlich vor seinem 20-jährigen, erfahreneren Bruder auf Rang sieben. Ein Vorsprung von 96 Punkten, mitten in einer Saison, in der Karlis gerade erst seinen ersten Karriere-Podestplatz gefeiert hat.
Zufall ist das nicht. Janis Reisulis mag technisch gesehen Neuling in der MX2-Klasse sein – läuferisch ist er es längst nicht mehr. 2023 sicherte er sich den Titel in der Nachwuchsklasse EMX125, 2025 setzte er nach und wurde EMX250-Europameister, mit fünf Laufsiegen und zwei weiteren Podestplätzen in dieser Saison, den Titel machte er bereits vor dem Finale im türkischen Afyon praktisch klar. Wer mit dieser Bilanz eine Klasse höher aufsteigt, bringt eine Konstanz mit, die sich kein anderer Rookie im Feld erst erarbeiten muss.
Karlis dagegen ging den härteren Weg: zwei Jahre in der MX2-Klasse ohne das ganz große Ergebnis, bis Loket vor einer Woche endlich das erste Podium brachte. Zwei Brüder, zwei völlig unterschiedliche Kurven – der eine bringt seinen Meistertitel direkt mit nach oben, der andere musste sich seinen Platz an der Spitze hart erkämpfen. Genau das erklärt, warum die Tabelle nach dem MXGP Flanders 2026 gerade so aussieht, wie sie aussieht.
In Lommel bestätigte Janis seine Form einmal mehr. Rang fünf im ersten Lauf, Rang sechs im zweiten, in der Summe Platz fünf – solide, ohne Drama, aber genau richtig für sein erstes Rennen überhaupt auf dieser Strecke. „Es war insgesamt ein ziemlich guter Tag. Meine Geschwindigkeit war wirklich gut, und ich habe es geschafft, in den Rennen einen klaren Kopf zu behalten, auch als ich mit anderen Fahrern gekämpft habe. Bei meinem ersten Grand Prix hier auf Platz fünf zu landen, ist ein Ergebnis, mit dem ich zufrieden bin”, sagte Janis Reisulis laut der Team-Mitteilung von Yamaha. „Die Strecke war wirklich hart, sobald es ruppig wurde, es gibt also noch einiges zu tun, besonders bei meiner Fitness.”
Genau dieser letzte Satz ist bemerkenswert ehrlich für einen 18-Jährigen, der gerade seine WM-Tabellenführung vor dem eigenen Bruder verteidigt hat. Kein Triumphgeheul, sondern die nüchterne Einordnung eines Rookies, der weiß, dass ihm in den härtesten Rennphasen noch Substanz fehlt – und der trotzdem, oder gerade deshalb, seit Wochen stabiler unterwegs ist als mancher Fahrer mit mehr Erfahrung.

Während sich die Brüder-Geschichte im Mittelfeld der MX2-Klasse abspielte, lieferte die Königsklasse MXGP die große Schlagzeile des Wochenendes: Jeffrey Herlings gewann beide Rennen und baute seine Gesamtführung weiter aus, vor Kay de Wolf auf Rang zwei. Dritter wurde Tim Gajser – inzwischen für Monster Energy Yamaha am Start und damit ein weiterer Beleg dafür, wie präsent die Marke aktuell in beiden großen Motocross-Klassen ist.
Liam Everts trägt in Belgien ohnehin besonderes Gewicht: Er ist der Sohn von Stefan Everts, mit zehn Weltmeistertiteln der erfolgreichste Motocross-Fahrer der Geschichte. Ein Heimrennen in Lommel ist für ihn deshalb nie nur ein Rennen wie jedes andere, sondern immer auch ein Vergleich, dem er sich nie ganz entziehen kann – ob er will oder nicht. Nach einem verkorksten ersten Lauf (Rang 23) zeigte er im zweiten Rennen mit Platz fünf, wozu er eigentlich fähig ist – nur eben knapp hinter Karlis Reisulis, der ihn kurz zuvor noch überholt hatte.
In der MX2-Gesamtwertung nach 14 Runden führt weiterhin der Spanier Guillem Farres mit 668 Punkten, vor Sacha Coenen (621) und dem Lommel-Sieger Camden McLellan, der sich mit seinem perfekten Wochenende auf Rang drei vorarbeitete (608). Liam Everts liegt als Fünfter mit 542 Punkten noch vor beiden Reisulis-Brüdern – der Vorsprung auf Janis beträgt allerdings nur noch 30 Punkte, mit fünf Runden, die 2026 noch zu fahren sind. Ganz oben ist die Lage noch enger: Nur 47 Punkte trennen Farres von Coenen, nur 60 von McLellan. Nach 14 von 19 Runden ist in der MX2-Klasse 2026 rein rechnerisch praktisch noch alles offen – an der Spitze genauso wie im Mittelfeld, in dem sich die Reisulis-Brüder gerade festsetzen.
Einen eigenen kleinen Auftritt hatte in Lommel außerdem die Niederländerin Lotte van Drunen. Die zweifache WMX-Weltmeisterin (2024 und 2025) ging als Gaststarterin im MX2-Feld an den Start, wurde im ersten Lauf 20. und holte damit einen Punkt, im zweiten Lauf wurde sie 25., in der Summe Rang 22. Kein Ergebnis, das Schlagzeilen macht – aber ein Auftritt, der zeigt, wie fließend die Grenzen zwischen der Frauen-Weltmeisterschaft und dem offenen MX2-Feld inzwischen geworden sind, zumindest für Wildcard-Starts einzelner Top-Fahrerinnen. Für die Rennwertung beim MXGP Flanders 2026 blieb das eine Randnotiz – für die größere Entwicklung des Motocross-Sports ist es mehr als das.
Nach drei Grand-Prix-Wochenenden am Stück bekommt das Fahrerlager nun eine kurze Verschnaufpause. Die MX2-Weltmeisterschaft 2026 geht erst am 15. und 16. August im schwedischen Uddevalla weiter – Runde 15 von 19, mit fünf Runden, die über den Rest der Saison entscheiden.
Rein rechnerisch ist das keine unmögliche Aufgabe. Fünf Runden bleiben, zehn Läufe – bei maximal 25 Punkten pro Lauf und Fahrer sind das bis zu 250 Punkte, die 2026 noch verteilt werden. Ein Rückstand von 96 Punkten auf den eigenen Bruder oder von 30 Punkten auf Everts ist über diese Distanz damit rechnerisch kein Todesurteil. In der Praxis schließen sich solche Lücken aber selten durch eine einzelne starke Fahrt, sondern über Wochen, in denen der eine patzt und der andere genau in diesem Moment nicht.

Für Karlis Reisulis geht es darum, den Schwung aus Tschechien und Lommel mitzunehmen und den Rückstand auf die Spitze weiter zu verkürzen. Für Janis geht es um etwas Selteneres: die eigene WM-Position gegen den eigenen Bruder zu verteidigen, Rennwochenende für Rennwochenende, ohne dass daraus je eine Geschichte von Rivalität statt Zusammenhalt wird. Wer die beiden aus Gulbene bislang nur als „die Reisulis-Brüder” abgespeichert hat, sollte nach diesem Wochenende in Lommel vielleicht anfangen, sie einzeln zu betrachten. Beide fahren gerade ihre eigene Geschichte – nur zufällig auf derselben Strecke, im selben Team, mit demselben Nachnamen.
Wie haben Karlis und Janis Reisulis beim MXGP Flanders 2026 abgeschnitten?
Karlis Reisulis wurde mit zwei vierten Plätzen Gesamtvierter in Lommel, sein Bruder Janis fuhr mit Rang fünf und Rang sechs auf Gesamtplatz fünf. Beide starten für das Monster Energy Yamaha Factory MX2 Team auf der Yamaha YZ250FM.
Warum liegt Janis Reisulis trotz Rang fünf in Lommel vor seinem Bruder in der WM-Tabelle?
Janis Reisulis ist zwar erst 18 Jahre alt und Rookie in der MX2-Klasse, war aber über die gesamte Saison 2026 auffällig konstant – mit Lommel bereits sein achtes Top-Fünf-Ergebnis. Karlis brauchte länger bis zu seinem Durchbruch und feierte erst eine Woche zuvor in Tschechien sein erstes Grand-Prix-Podium. Nach 14 Runden führt Janis deshalb mit 512 zu 416 Punkten.
Was war Karlis Reisulis’ erstes Podium in der MX2-Weltmeisterschaft?
Karlis Reisulis feierte sein erstes Grand-Prix-Podium eine Woche vor Lommel beim MXGP of Czech Republic in Loket, mit Rang vier im ersten und Rang drei im zweiten Lauf, in der Summe Gesamtrang drei. Es war sein erstes MX2-Podium nach eigenen Angaben nach zwei Jahren in der Klasse.
Wer gewann die MX2-Klasse beim MXGP Flanders 2026?
Der Südafrikaner Camden McLellan gewann beide Läufe und damit die MX2-Klasse in Lommel mit einer perfekten Wertung. Zweiter wurde Guillem Farres, Dritter Simon Längenfelder.
Wie sieht die MX2-Weltmeisterschaft 2026 nach 14 Runden aus?
Guillem Farres führt mit 668 Punkten vor Sacha Coenen (621) und Camden McLellan (608). Liam Everts liegt als Fünfter mit 542 Punkten vor Janis Reisulis (512, Rang sechs) und Karlis Reisulis (416, Rang sieben).
Was hatte Lotte van Drunen beim MXGP Flanders 2026 zu tun?
Die zweifache WMX-Weltmeisterin (2024 und 2025) startete in Lommel als Gaststarterin im MX2-Feld, wurde im ersten Lauf 20. und holte damit einen Punkt, im zweiten Lauf wurde sie 25., in der Summe Gesamtrang 22.
Wann und wo findet die nächste MX2-Runde statt?
Nach drei Grand-Prix-Wochenenden in Folge (Großbritannien, Tschechien, Flanders) pausiert die MXGP-Saison eine Woche. Runde 15 von 19 findet am 15. und 16. August 2026 im schwedischen Uddevalla statt.






